Nachdem es in der Ostschweiz einige Zeit ruhig geworden war um den Dachverband Travail.Suisse, hat sich unter dem Präsidium von Felix Bischofberger in den letzten zwei Jahren ein fünfköpfiger Vorstand neu gebildet. In regelmässigen Sitzungen hat die neu formatierte Organisation nicht nur Statuten erarbeitet und mit Danilo Ronzani für die administrativen Belangen einen Geschäftsstellenleiter eingesetzt, sondern auch ihre Kernaufgabe, die Interessen der Arbeitnehmenden der angeschlossenen Verbände in Politik und Wirtschaft zu vertreten, aktiv wieder aufgenommen.
Wahlen und Statuten genehmigen
An der ersten Vereinsversammlung von Travail.Suisse Ostschweiz präsentierte Felix Bischofberger den Mitgliedern aus Syna und Transfair Ostschweiz die neu strukturierte Organisation und die Arbeit der vergangenen Monate. Die Vorstandsmitglieder Danilo Ronzani, Freddie Köchli, Luis Barros, Ramona Riedener-Mazenauer und Werner Rüegg sowie Präsident Felix Bischofberger stellten sich für eine weitere Amtsdauer zu Verfügung und wurden ohne Gegenstimme bestätigt. Für die Kasse wird neu Danilo Ronzani vorgeschlagen und gewählt. Ebenso wird er als Geschäftsstellenleiter bestätigt. Für die Revisionsstelle stellten sich von Syna Ostschweiz Irene Bürki aus Gossau und von Transfair Reto Gächter aus Au (SG) zur Verfügung. Die beiden werden einstimmig gewählt. Die neuen Vereinsstatuten, das Spesenreglement sowie das Budget für das Jahr 2025 werden einstimmig gutgeheissen.
Politische Aktivitäten
Nach den statutarischen Geschäften berichtete der Präsident über vergangene politische Aktivitäten:
Am 19. November 2024 stimmten die St. Galler Stimmbürger knapp für die Erhöhung des Pendlerabzugs auf 8000 Franken, was leider nicht im Interesse von Travail.Suisse Ostschweiz war.
Am 4. Dezember 2024 fand der St. Galler Wirtschaftsgipfel in Sax statt, bei dem die Europafrage im Fokus stand. Helene Budliger, Staatssekretärin SECO, und Alexandre Fasel, Staatssekretär EDA, hielten spannende Referate.
Am 18. Mai 2025 entscheidet das St. Galler Stimmvolk über das revidierte Gesetz zur Ladenöffnung. Das Gesetz sieht eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten von 5 bis 22 Uhr vor. TS Ostschweiz und Syna Ostschweiz unterstützen die NEIN-Kampagne finanziell und mit viel Engagement.
Am 4. März 2025 findet ein Treffen des Regierungsrates mit den Wirtschaftsverbänden in Herisau statt. Dabei wird auch die Teilnahme von TS-Vorstandsmitgliedern wie Freddie Köchli oder Felix Bischofberger geprüft.
Der TS Vorstand CH und die DV des SGB befassten sich am 31. Januar 2025 mit dem Abschluss der EU-Verhandlungen. Eine Zustimmung der Gewerkschaften zum Vertragswerk ist nur unter der Bedingung möglich, dass innenpolitische Leitplanken, wie Spesenregelungen und Dienstleistungssperren, gesetzt sind. Eine allfällige Volksabstimmung über das verhandelte Vertragswerk mit der EU ist für 2028 geplant.
Ramona Riedener-Mazenauer
Medienbeauftragte Travail.Suisse Ostschweiz