Themen – Weitere Schwerpunkte – Service public

Privatisierung Swisscom: Ein schwerer sozioökonomischer Substanzverlust für das ganze Land

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, lehnt die Privatisierung der Swisscom ab. Diese Haltung hat Travail.Suisse im Rahmen der Vernehmlassung zu dieser Frage bekräftigt. Eine Privatisierung der Swisscom würde das Ende der Grundversorgung im Telekommunikationsbereich bedeuten. Sie würde zudem zu einer Übernahme durch einen ausländischen Anbieter mit allen damit verbundenen negativen Folgen auf das Know-how und die Arbeitsplätze führen. mehr

Wenn die Swisscom privatisiert wird, wird sie zwar den minimalen in der Konzession festgehaltenen Bedingungen genügen. Sie wird das Angebot indes nur für die Kunden und Regionen, die einen Gewinn versprechen, erweitern. Das bedeutet das Ende der Grundversorgung in den Rand- und Bergregionen. Es sind aber gerade diese Regionen, die für ihre sozioökonomische Entwicklung auf eine gute Infrastruktur im Telekommunikationsbereich angewiesen sind, um neue Betriebe und neue Einwohner anzulocken. Es wäre naiv zu glauben, die Politik könne auf gesetzlichem Weg die Grundversorgung im Bereich der Telekommunikation gewährleisten, wenn Swisscom einmal in privaten Händen ist.

Die Privatisierung der Swisscom wird dazu führen, dass das Unternehmen von einem ausländischen Anbieter aufgekauft wird. Diese Übernahme wird die Stellung der Schweiz im Bereich der Kommunikationstechnologien schwächen. Ein ausländischer Telekommunikationsriese wird kein Interesse daran haben, die Forschung und Entwicklung in der Schweiz zu behalten, wenn er schon über entsprechende Abteilungen im Ausland verfügt. Damit werden qualifizierte Arbeitsplätze in der Schweiz verschwinden. Die Privatisierung wird sich auch negativ auf die Investitionen in den Rand- und Bergregionen und damit nachteilig auf deren sozioökonomische Struktur auswirken.

Die flankierenden Massnahmen, welche der Bundesrat im Zusammenhang mit der Privatisiierung der Swisscom zur Diskussion stellt, erachtet Travail.Suisse als nicht geeignet, um die Grundversorgung und die Unabhängigkeit der Swisscom zu garantieren.

02. März 2006, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Verkauf der Aktienmehrheit des Bundes an der Swisscom: Arbeitsplätze und Grundversorgung in Gefahr

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, wird die vom Bundesrat vorbereitete Privatisierung der Swisscom bekämpfen und das Referendum dagegen unterstützen. Mit dem Verzicht auf die Aktienmehrheit vernichtet die Landesregierung wertschöpfungsintensive und qualifizierte Arbeitsplatze in der Schweiz und gefährdet den Service public im Bereich der Telekommunikation. mehr

Gegenwärtig gewährleistet die Swisscom mit der Betreibung des Fernmeldenetzes die flächendeckende Grundversorgung im Bereich der Telekommunikation. Bei einem Verzicht auf die Aktienmehrheit wird der Bund diese Leistung längerfristig nicht mehr einfordern können und auch seinen Einfluss auf künftige Investitionen verlieren. Kommt hinzu, dass die Privatisierung der Swisscom sehr schnell zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen wird. Das sind schlechte Aussichten für die schweizerische Volkswirtschaft: Diese ist auf die umfassende und dem neusten technologischen Stand angepasste Versorgung mit fernmeldetechnischen Dienstleistungen und Gütern angewiesen und hat alles Interesse daran, wertschöpfungsintensive und qualifizierte Arbeitsplatze in der Schweiz zu behalten!

Travail.Suisse wird sich deshalb dem Verkauf der Aktienmehrheit des Bundes an der Swisscom widersetzen und das Referendum unterstützen. Dies hat der Vorstand an seiner letzten Sitzung von Mitte Dezember bekräftigt.

21. Dezember 2005, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

transfair zum geplanten Verkauf von Swisscom-Aktien durch den Bund: Ausverkauf droht!

Die Diskussionen über den Verkauf des gesamten oder Teilen des Swisscom-Aktienkapitals des Bundes scheinen sich wieder zu beleben. Gemäss der Gewerkschaft transfair trägt eine derartige Lösung keinesfalls zur Gesundung der Bundesfinanzen bei. Aber der Verzicht auf die Aktienmehrheit setzt den Fernmeldedienst inakzeptablen Gefahren aus.

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05 10 12 Verkauf Swisscomaktien durch Bund.doc 44 KB

31. Oktober 2005, Hugo Gerber, Präsident transfair Drucker-icon

Aktionstag „Service public: Die Stärke der Schweiz“ – Travail.Suisse unterstützt Personal des Service public

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, solidarisiert sich mit den Personalverbänden des Service public, die heute den Aktionstag « Service public : Die Stärke der Schweiz » durchführen, um die Bevölkerung für die Anliegen der im Service public tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibiliseren. mehr

Heute findet der nationale Aktionstag für den Service public statt. 17 Verbände, welche 330’000 im öffentlichen Bereich tätige Mitglieder vertreten, wollen die Bevölkerung anlässlich dieses Tages für die Bedeutung eines qualitativ hoch stehenden , gut funktionierenden und flächendeckenden Service public für die Gesellschaft und die Wirtschaft sensibilisieren. Der zunehmende Spardruck, die ständigen Abbauprogramme und unsinnige Privatisierungen gefährden die im Rahmen des Service public erbrachten Dienstleistungen massiv. Leidtragende dieser Politik sind nicht nur die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Aufgabe mit Engagement und Überzeugung wahrnehmen; Leidtragende sind auch alle Bürgerinnen und Bürger, die auf immer mehr Leistungen, auf die wir in der Schweiz bis anhin zu Recht sehr stolz waren, verzichten müssten. Dazu gehören: ein pünktlicher öffentlicher Verkehr und eine zuverlässige Post; eine sichere Strom- und Wasserversorgung in allen Regionen; eine qualitativ hoch stehende Gesundheitsversorgung für alle; ein leistungsfähiges und chancengerechtes Bildungswesen; eine bürgernahe Verwaltung und ein unabhängiges Rechtssystem; Radio- und Fernsehprogramme mit einer verlässlichen Informationspolitik; Sozialeinrichtungen für ein würdevolles Leben aller Menschen; vertrauenswürdige Rettungs-, Polizei- und Grenzdienste.

Mit einer Schwächung des Service public erweisen wir unserem Land, seiner Bevölkerung und Wirtschaft keinen Dienst. Ein starker Service public ist die Grundlage für eine gerechte Gesellschaft und eine starke Wirtschaft, er ist die Stärke der Schweiz!

15. September 2005, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Bundesgesetz über die Stromversorgung und Revision des Elektrizitätsgesetzes

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20040916 electricite.pdf 121 KB

16. September 2004, Hugo Fasel, Präsident Travail.Suisse bis 2008 und Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

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