Themen – Weitere Schwerpunkte – Jeunesse.Suisse

Jugendrat 2017: Jeunesse.Suisse stellt die Weichen neu

Am Wochenende vom 28. und 29. April 2017 tagte der Jugendrat von Jeunesse.Suisse, der Jugendkommission von Travail.Suisse, in Bern. Jeunesse.Suisse beschäftigte sich mit drei Themen: dem Problem der Praktika, der Diskriminierung von jungen Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt und dem Nationalen Qualifikationsrahmen NQR. Neu wird Jeunesse.Suisse durch ein Co-Präsidium geführt. Nadine Walker (Syna, *1997) und Roman Helfer (Hotel&Gastro Union, *1993) wurden von den Teilnehmenden des Jugendrates einstimmig gewählt. mehr

Die Arbeit von Jeunesse.Suisse orientiert sich am Massnahmenplan 2016–2019, der sich besonders des Problems des Einstiegs in den Arbeitsmarkt widmet. In drei Workshops wurden dazu die Themen Praktika, Diskriminierung und Nationaler Qualifikationsrahmen NQR bearbeitet und das kurz- und mittelfristige Arbeitsprogramm definiert.

Jeunesse.Suisse engagiert sich für die Vaterschaftsurlaubs-Initiative

Neben diesen drei Hauptthemen engagierte sich Jeunesse.Suisse stark in der Unterschriftensammlung für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – und wird die Initiative auch weiterhin unterstützen. Ebenfalls unterstützt wurden im vergangenen Jahr die Volksinitiative AHVplus und die Abstimmung für die vereinfachte Einbürgerung der 3. Generation von Ausländerinnen und Ausländer. In beiden Abstimmungen war Jeunesse.Suisse präsent. Für letztere wurde zusätzlich ein Video produziert, das viral grossen Erfolg verbuchen konnte.

Bei den statutarischen Geschäften hat die Jugendkommission von Travail.Suisse beschlossen, für das kommende Jahr ein Co-Präsidium zu wählen, in dem die Sprachregionen, die grossen Verbände und die Geschlechter optimal abgebildet sind. Das erste Co-Präsidium teilen sich Nadine Walker (neu, Syna) und Roman Helfer (bisher, Hotel & Gastro Union). Sie werden unterstützt von einer neunköpfigen Jugendkommission. Besonders gedankt wurde Mirco Gurini (transfair) für seine engagierte Arbeit als Vizepräsident. Er wird sich auch weiterhin bei Jeunesse.Suisse engagieren.

Weitere Informationen:
- Nadine Walker, Co-Präsidentin Jeunesse.Suisse (deutsch),
- Roman Helfer, Co-Präsident Jeunesse.Suisse (französisch), 079 540 78 37

08. Mai 2017, Roman Helfer, Vizepräsident Jeunesse.Suisse

Welches Gesicht und welche Stimme haben die Jungen der 3. Generation?

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, hat im Hinblick auf die Abstimmung vom 12. Februar 2017 über die erleichterte Einbürgerung der 3. Generation in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Syna, Jeunesse.Suisse, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und Albinfo.ch ein kurzes Video produziert, das ab heute auf Youtube verfügbar ist. Dieses Video lässt zwei junge Personen der 3. Generation, die in der Schweiz geboren sind und sich unserem Land zugehörig fühlen, zu Wort kommen. Weitere Beiträge gehen auf die Gründe ein, die für ein Ja zur erleichterten Einbürgerung sprechen. mehr

Am 12. Februar 2017 wird die Stimmbevölkerung über die erleichterte Einbürgerung von jungen, unter 25jährigen Ausländerinnen und Ausländern der 3. Generation entscheiden. Die erleichterte Einbürgerung untersteht mehreren streng definierten Bedingungen; um die Bedeutung der Abstimmung aber wirklich zu erfassen, ist wichtig zu wissen, wer die jungen Personen sind, die ein entsprechendes Gesuch stellen könnten. In einem Video https://youtu.be/SJ5IvjyX9sI sprechen zwei Betroffene über ihre Beziehung zur Schweiz und ihre Motivation, das Schweizer Bürgerrecht zu beantragen.

Travail.Suisse sowie die anderen an der Herstellung dieses Videos beteiligten Organisationen sind der Ansicht, dass die erleichterte Einbürgerung der jungen, unter 25jährigen Ausländerinnen und Ausländer der 3. Generation eine grosse Chance für unsere Gesellschaft darstellt. Die erleichterte Einbürgerung ermöglicht ihnen die demokratische Mitbestimmung und anerkennt sie als Frauen und Männer, welche die Schweiz von morgen mitgestalten. Gemäss einer neuen Studie der Universität Genf gehören 25‘000 Personen unter 25 Jahren der 3. Generation an. Diese jungen Menschen sind in der Schweiz geboren, haben hier die Schulen besucht, arbeiten bei uns und haben Eltern und Grosseltern, die bestens integriert sind.

Für mehr Informationen:
Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik und Rechtsfragen bei Travail.Suisse,
Tel. 078 760 93 73
Selina Tribbia, Leiterin Fachstelle Gesellschaftspolitik der Gewerkschaft Syna, Tel.078 741 48 14
Roman Helfer, Präsident von Jeunesse.Suisse, Tel. 079 540 78 37
Annina Grob, Geschäftsleiterin ad interim der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAIV, Tel. 031 326 29 36
Bashkim Iseni, Direktor von Albinfo.ch, Tel. 021 349 40 28

12. Januar 2017, Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik und Rechtsfragen

Junge fordern eine starke AHV und eine Grüne Wirtschaft

Anlässlich der Vorstandssitzung fasste Jeunesse.Suisse, die Jugendkommission von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, die Parolen für die nationalen Abstimmungen vom 25. September 2016. mehr

Zur AHVplus-Initiative sagt die Jugendkommission von Travail.Suisse einstimmig Ja. Denn eine starke AHV ist notwendig und machbar. Die AHV muss den aktuellen Löhnen und Krankenkassenprämien angepasst werden, insbesondere, weil sie seit 1975 keine grösseren Anpassungen mehr erfahren hat. Ausserdem ist die AHV eine sehr stabile und gut funktionierende Sozialversicherung, die gestärkt und nicht geschwächt werden soll.

Ebenfalls einstimmig Ja sagt Jeunesse.Suisse zur Initiative «Grüne Wirtschaft». Eine nachhaltige Wirtschaft ist besonders für junge Menschen und deren Zukunft wichtig. Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können von den positiven Folgen der Initiative profitieren, beispielweise durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Mehr Informationen:
Roman Helfer, Präsident Jeunesse.Suisse, Mail, Mobile: 079 540 78 37

07. September 2016, Linda Rosenkranz, Leiterin Kommunikation

Keine Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse

Im Rahmen der Reform der Altersvorsorge beantragt die Sozialkommission des Ständerates das Eintrittsalter in die Pensionskasse auf das 21. Altersjahr vorzuziehen. Der Vorstand von Jeunesse.Suisse – der nationalen Jugendorganisation von Travail.Suisse – schätzt diese Entscheidung als kontraproduktiv ein. mehr

Der Bundesrat hat unter dem Namen „Altersvorsorge 2020“ eine grosse Reform der Altersvorsorge vorgeschlagen. Ziel ist es, trotz der problematischen demografischen Entwicklung die Leistungen für die BezügerInnen zu erhalten. Im Rahmen dieser Reform wurde auch in Betracht gezogen, das Eintrittsalter in die Pensionskasse, das heute bei 25 Jahren liegt, zu senken. Der Bundesrat hat in der Botschaft nach eingehender Prüfung auf diese Massnahme verzichtet. Nun beantragt die Sozialkommission des Ständerates aber trotzdem den Beginn des Sparprozesses auf das 21. Altersjahr vorzuziehen.

Der Vorstand von Jeunesse.Suisse schätzt diese Entscheidung aus verschiedenen Gründen als kontraproduktiv ein.

• Mit einer Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse wird der Berufseinstieg der jungen Arbeitskräfte erschwert. Jugendliche werden dadurch teurere Arbeitnehmende, da die Arbeitgeber bereits ab Berufseinstieg ihren Beitrag an die zweite Säule leisten müssen.

• Jugendliche haben bereits heute einen vergleichbar kleinen Lohn. Eine weitere Lohnkürzung durch Beiträge an die Pensionskasse beschränkt ihren Handlungsspielraum noch mehr. Dabei hat man in den jungen Jahren verschiedene Anliegen, um sich noch weiterentwickeln zu können zum Beispiel durch Weiterbildungen, Sprachaufenthalte oder Reisen. Mit geringerem Lohn ist es schwieriger, die Reserven für solche Pläne aufzubauen. Vor allem für Jugendliche, deren Familien ihnen nicht helfend unter die Arme greifen können, ist das ein ernsthaftes Problem.

• Die Senkung des Eintrittsalters in die Pensionskasse bringt zudem nicht die gewünschte Wirkung bei den Pensionskassen. Denn die vergleichbar tiefen Löhne der Jugendlichen bringen wenige Einnahmen bei den Pensionskassen, schränken hingegen die Jugendlichen beim Aufbau ihrer eigenen Reserven direkt ein.

Für weitere Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, Tel. 041 418 22 43
Bruno Weber-Gobet, Geschäftsstelle Jeunesse.Suisse, 031 370 21 11

Jeunesse.Suisse ist die nationale Jugendorganisation von Travail.Suisse. Ihr gehören die Jugendlichen der Arbeitnehmerorganisationen Syna, Hotel&Gastro Union, transfair, OCST und SCIV an.

21. August 2015, Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse

Lohndiskriminierung liegt schon beim Berufseinstieg bei 7%

Lohnungleichheit ist auch bei Jugendlichen ein alltägliches Problem – und doch gerät es immer wieder in Vergessenheit. Für Jeunesse.Suisse, die Jugendkommission von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist es absolut unverständlich und inakzeptabel, dass junge Frauen und Männer für gleiche Arbeit nicht immer den gleichen Lohn erhalten. mehr

Von klein auf wird uns beigebracht, dass alle Menschen den gleichen Wert haben. In der Schule werden wir nach demselben Massstab bewertet, in der Lehre werden alle gleich entlöhnt. Auch im Studium haben alle dieselben Voraussetzungen, wieso ändert sich dies plötzlich in der Arbeitswelt?

Doppelt verloren: Weniger Lohn und schlechtere Lohnentwicklung

Ein im Rahmen des NFP60 „Gleichstellung der Geschlechter“ durchgeführtes Projekt hat untersucht, ob junge Frauen zumindest beim Berufseinstieg gleich viel verdienen wie die Männer. Die Resultate sind ebenso klar wie erschreckend: Bereits 1-2 Jahre nach Abschluss der Erstausbildung und Aufnahme einer ersten Erwerbstätigkeit sind unerklärbare Lohnunterschiede von ganzen 7% zu beobachten. Diese Diskriminierung lässt sich weder durch Ausbildungswahl, soziodemografische Faktoren oder ausgeübte Berufstätigkeiten erklären. Mehr noch: Junge Männer erzielen in frauentypischen, männertypischen und in Berufen mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis signifikant höhere Bruttomonatslöhne als ihre Berufskolleginnen. Diese Diskriminierung ist für Jeunesse.Suisse unverständlich und inakzeptabel. „Wir sind der Ansicht, dass es kein Tabu mehr sein darf, über Löhne zu sprechen. Nur so können solche Diskriminierungen aufgedeckt werden“, sagt Jordan Kestle, Präsident von Jeunesse.Suisse. Doch nicht nur beim Anfangslohn werden jungen Frauen diskriminiert, auch die Lohnentwicklung verläuft unterschiedlich, wie die Forschungsergebnisse zeigen: Die Löhne der Männer steigen auch schneller an. „Darum setzen wir jetzt auf die Männer. Sie sollen sich aktiv für die Lohngleichheit einsetzen, denn es geht nicht alleine um eine Besserstellung der Frau, sondern um die Gleichberechtigung der Geschlechter.“

Einsatz an der Lohngleichheitsdemo vom 7. März 2015

Bedauerlicherweise befindet sich die ansonsten fortschrittliche Schweiz gemäss Zahlen des EBG im europäischen Vergleich im hinteren Drittel der Tabelle. Um gegen diese Ungerechtigkeit zu demonstrieren, schreiten zahlreiche Personen – darunter auch die Mitglieder von Jeunesse.Suisse – am 7. März von der Berner Schützenmatte bis zum Bundesplatz. Mit dieser Aktion will Jeunesse.Suisse gemeinsam mit andere Organisationen zum Ausdruck bringen, dass Lohngleichheit ein ernstzunehmendes Anliegen ist. Kestle: „Bei dieser Demonstration sind Frauen wie Männer gleich willkommen, denn zusammen erreichen wir mehr. Gemeinsam am selben Strick zu ziehen ist in der heutigen Zeit essentiell. Kämpfen wir also gemeinsam für Lohngleichheit nach der Ausbildung!“

Mehr Informationen:
Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse, 079 258 23 05

02. März 2015, Jordan Kestle, Präsident Jeunesse.Suisse

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