Themen – Sozialpolitik – IV und UVG

6. IV-Revision: Travail.Suisse ist erfreut über erstmalige Verpflichtung der Arbeitgeber

Mit der 6. IV-Revision sollen über 16‘500 IV-Bezüger/innen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Das kann nur gelingen, wenn die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, die notwendigen Jobs auch anzubieten. Die Sozialkommission des Nationalrats hat sich heute für eine bescheidene Verpflichtung zumindest der grossen Unternehmen ausgesprochen. Travail.Suisse ist erfreut über diesen Schritt, macht aber darauf aufmerksam, dass es weitere Bemühungen braucht, soll die Eingliederung tatsächlich gelingen. mehr

Travail.Suisse macht sich seit längerem für eine glaubwürdige Eingliederungspolitik und einen verpflichtenden Einbezug der Arbeitgeberseite im Rahmen der IV-Eingliederungen stark. Der Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden fordert, dass die Arbeitgeberseite verpflichtet wird, die notwendige Anzahl geeigneter Stellen bereit zu stellen, damit die IV auch tatsächlich zu einer Eingliederungsversicherung werden kann.

Der heutige Entscheid, Unternehmen mit über 250 Beschäftigten zu verpflichten, eine gewisse Anzahl wieder eingegliederter IV-Rentnerinnen und –rentner zu beschäftigen, geht in die richtige Richtung. Allerdings wurde diese Verpflichtung auf zehn Jahre beschränkt. Das ist schade, weil die Eingliederung gemäss den aktuellen Revisionen eine Daueraufgabe der IV darstellt. Es müssen hier Massnahmen getroffen werden, welche dauerhaft sicherstellen, dass genügend geeignete Arbeitsplätze für leistungsbeeinträchtigte Personen zur Verfügung stehen.

Travail.Suisse präsentiert am Montag, 8. November anlässlich einer Medienkonferenz in Bern ihr Modell zur Eingliederung in der IV. Dieses sieht einen weiter gehenden Integrationsbeitrag der Arbeitgeberseite vor und macht sich für eine glaubwürdige Integrationspolitik in der IV stark.

05. November 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Arbeitsplätze für die Reintegration von IV-Rentnerinnen und –Rentnern fallen nicht vom Himmel

Der Bundesrat will mit der Reintegration von IV-Rentnerinnen und –Rentnern Geld sparen. Rund 17‘000 Rentenbezüger sollen wieder im Arbeitsmarkt Fuss fassen. Wer trotz Krankheit eingliederungsfähig ist, wird einem Massnahmenpaket unterzogen. Danach wird die IV-Rente gestrichen oder gekürzt. Während die Betroffenen zur Eingliederung verpflichtet werden, fehlt eine Verpflichtung für Unternehmen, die benötigten Arbeitsplätze tatsächlich anzubieten.

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PD Arbeitsplätze für Reintegration von IV-Rentner-innen fallen nicht vom Himmel.doc 43 KB

25. Oktober 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

6. IV-Revision, zweites Massnahmenpaket (6b)

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VL Vernehmlassung 6b IV-Revision-ohne Briefkopf.pdf 123 KB

13. Oktober 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Angriff auf die IV-Renten unter dem Deckmantel der Eingliederung

Eingliederung ist gegenwärtig das Zauberwort in der Invalidenversicherung (IV). Nachdem der Bundesrat im ersten Teil der 6. IV-Revision IV-Bezüger/innen aus der Rente wieder eingliedern will, schlägt er nun in einem Schnellschuss vor, einem beträchtlichen Teil der Rentenbezüger/innen ihre Rente zu kürzen. Es mutet zynisch an, dass selbst diese radikale Sparmassnah-me als Unterstützung zur Eingliederung verkauft wird. Dabei ist es nichts anderes als der Versuch, die finanziellen Probleme der IV alleine auf dem Buckel der Betroffenen zu lösen. Für Travail.Suisse ist dieser Angriff auf die Renten inakzeptabel.

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PD Angriff auf die IV-Renten unter dem Deckmantel der Eingliederung.doc 35 KB

20. September 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Angriff auf die Unfallversicherung stoppen

Die Unfallversicherung ist eine finanziell gesunde, tadellos funktionierende Sozialversicherung. Nun soll sie nach dem Willen der Sozialkommission des Nationalrates verschlechtert und verteuert werden. Für Travail.Suisse ist klar, dass eine solche Revision zum Scheitern verurteilt ist. Der unabhängige Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden fordert deshalb vom Nationalrat in der kommenden Herbstsession den Übungsabbruch und die Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat. mehr

Die UVG-Revision bringt Leistungsabbau bei gleichzeitiger Prämienerhöhung. Die bisherigen Entscheide stellen eine klare Verschlechterung gegenüber dem Status quo dar und basieren auf der Interessenpolitik der Privatversicherer. Diese wollen die Rahmenbedingungen festschreiben, welche ihre Gewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden und Arbeitgeber erhöhen.

Eine so ausgestaltete UVG-Revision ist nicht nur unnötig, sondern sie schadet den Arbeitnehmenden und dem Werkplatz Schweiz. Es ist nicht tolerierbar, dass eine tadellos funktionierende und ohne Bundeshilfe finanzierte Sozialversicherung wegen Partikularinteressen geschwächt wird. Diese Sicht wird von vielen Arbeitgebern, insbesondere auch KMU, geteilt.

Das UVG muss die versicherten Arbeitnehmenden schützen und die Suva im Dienste des Werkplatzes Schweiz stärken. In der vorliegenden Form wird die UVG-Revision ein Referendum nach sich ziehen und einen Scherbenhaufen hinterlassen. Travail.Suisse fordert deshalb vom Nationalrat, die Übung in der Herbstsession abzubrechen und die Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen.

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Positionspapier-UVG-Revision-III.pdf 194 KB

02. September 2010, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

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