Themen – Sozialpolitik – Berufliche Vorsorge

Die dubiose Rolle der Lebensversicherungsgesellschaften in der 2. Säule

Private Lebensversicherungsgesellschaften wie die Swiss Life oder die Winterthur machen in der beruflichen Vorsorge seit Jahren satte Gewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden. Dies weil sie die Überschüsse, welche sie mit Prämien der Arbeitgeber und Arbeitnehmenden erwirtschaften, gesetzeswidrig abschöpfen und grosszügig an Aktionäre und eigene Manager verteilen. Eine inakzeptable Selbstbedienung. Travail.Suisse fordert, dass – wenn es wegen der Finanzkrise Massnahmen bei der 2. Säule braucht – zuerst eine korrekte und legale Überschussverteilung bei den Lebensversicherern durchgesetzt wird.

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16. März 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Die dubiose Rolle der Lebensversicherungsgesellschaften in der 2. Säule

Private Lebensversicherungsgesellschaften wie die Swiss Life oder die Winterthur machen in der beruflichen Vorsorge seit Jahren satte Gewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden. Dies weil sie die Überschüsse, welche sie mit Prämien der Arbeitgeber und Arbeitnehmenden erwirtschaften, gesetzeswidrig abschöpfen und grosszügig an Aktionäre und eigene Manager verteilen. Eine inakzeptable Selbstbedienung. Travail.Suisse fordert, dass – wenn es wegen der Finanzkrise Massnahmen bei der 2. Säule braucht – zuerst eine korrekte und legale Überschussverteilung bei den Lebensversicherern durchgesetzt wird.

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16. März 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Keine weitere Senkung des BVG-Umwandlungssatzes: Das Vertrauen der Arbeitnehmenden ist schon genug strapaziert

Der Ständerat wird in der Dezembersession ein zweites Mal über die vom Bundesrat geforderte stärkere und schnellere Senkung des Umwandlungssatzes diskutieren. Für Travail.Suisse ist klar: Nachdem der Umwandlungssatz in der letzten BVG-Revision erst vor kurzem an die gestiegene Lebenserwartung angepasst worden ist, besteht kein Handlungsbedarf. Eine erneute, vorschnelle Senkung hätte drastische Rentenkürzungen zur Folge und würde das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die 2. Säule untergraben.

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24. November 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Keine weitere Senkung des BVG-Umwandlungssatzes: Das Vertrauen der Arbeitnehmenden ist schon genug strapaziert

Der Ständerat wird in der Dezembersession ein zweites Mal über die vom Bundesrat geforderte stärkere und schnellere Senkung des Umwandlungssatzes diskutieren. Für Travail.Suisse ist klar: Nachdem der Umwandlungssatz in der letzten BVG-Revision erst vor kurzem an die gestiegene Lebenserwartung angepasst worden ist, besteht kein Handlungsbedarf. Eine erneute, vorschnelle Senkung hätte drastische Rentenkürzungen zur Folge und würde das Vertrauen der Arbeitnehmenden in die 2. Säule untergraben.

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24. November 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

BVG-Mindestzinssatz: Massive Senkung auf Kosten der Arbeitnehmenden

Travail.Suisse ist enttäuscht über den Entscheid des Bundesrats zur Senkung des Mindestzinssatzes. Die Dachorganisation der Arbeitnehmenden anerkennt, dass der heutige Zinssatz auf Grund der aktuellen Entwicklungen als zu hoch angesehen werden kann. Eine Senkung von 2.75 auf 2 Prozent ist aber übertrieben in Anbetracht dessen, dass der Bundesrat in den vergangenen guten Jahren den Mindestzinssatz nur mit grösster Zurückhaltung erhöht hat. mehr

Travail.Suisse zeigt ein gewisses Verständnis, für eine Anpassung des BVG-Mindestzinssatzes auf Grund der aktuellen Situation der Finanzmärkte. Allerdings sind im Umgang mit einem derartig wichtigen Parameter der Altersvorsorge Überreaktionen zu vermeiden. Wegen dem Zinseszinseffekt hat der Mindestzins für die Versicherten eine grosse Bedeutung. Wenn der Bundesrat nun in einem Jahr, in welchem gesetzlich keine Überprüfung des Mindestzinssatzes vorgeschrieben ist, eine massive Senkung vornimmt, führt dies zu Verunsicherung bei vielen Arbeitnehmenden.

Bundesrat: Zurückhaltung in guten Jahren, massive Senkung in schlechten Jahren

In den vergangenen Jahren hat der Bundesrat bei der Erhöhung des Mindestzinssatzes jeweils grosse Zurückhaltung gezeigt. Aus den Konsultationsunterlagen der Jahre 2004 bis 2007 geht klar hervor, dass der Mindestzins jeweils einviertel bis dreiviertel Prozent höher hätte festgelegt werden können, als vom Bundesrat vorgenommen. Insbesondere in den Jahren 2005 und 2006 war der Mindestzins mit 2.5 Prozent deutlich zu tief festgesetzt. Damit hat der Bundesrat den Vorsorgeeinrichtungen erlaubt, Reserven für schlechtere Zeiten aufzubauen.

Travail.Suisse beurteilt deshalb die erfolgte Senkung des Mindestzinssatzes auf 2 Prozent als zu massiv und erwartet vom Bundesrat, dass er künftig in guten Jahren den Mindestzinssatz ebenso schnell und massiv erhöht, wie er ihn nun gesenkt hat. Es geht nicht an, den BVG-Mindestzinssatz nur bei Senkungen anzupassen. Wird der Mindestzins auf Dauer zu tief angesetzt, verliert die 2. Säule ihre Attraktivität und damit ihren politischen Rückhalt in der Bevölkerung.

22. Oktober 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon