Themen – Sozialpolitik – AVIG

Voraussetzungen für eine bessere Zukunft schaffen

Der Schweizer Arbeitsmarkt befindet sich in einer tiefen Krise, die noch länger dauern wird. Um die katastrophalen Folgen abzuwenden, die Arbeitslosigkeit und Aussteuerung für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft mit sich bringen, fordert Travail.Suisse Sofortmassnahmen in der Arbeitslosenversicherung. Gleichzeitig bietet die Krise auch die Gelegenheit, auf dem Arbeitsmarkt strukturelle Verbesserungen zu erzielen. Diese Chance will Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden nutzen, um den Schweizer Arbeitsmarkt fit für die Zukunft zu machen.

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PD Arbeitslose stützen Ausbildung fördern.doc 33 KB

08. März 2010, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Erwerbslose Personen stützen, Ausbildung stärken

Der Schweizer Arbeitsmarkt befindet sich in einer tiefen Krise, die noch länger dauern wird. Um die katastrophalen Folgen abzuwenden, die Arbeitslosigkeit und Aussteuerung für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft mit sich bringen, fordert Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, Sofortmassnahmen in der Arbeitslosenversicherung. Gleichzeitig muss der Arbeitsmarkt fit für die Zukunft gemacht werden. An einer Medienkonferenz in Bern hat Travail.Suisse heute im Hinblick auf die Sondersession zur Arbeitslosigkeit entsprechende Vorschläge präsentiert. mehr

Der Arbeitsmarkt der Schweiz befindet sich zurzeit voll in der Krise. Die Arbeitslosigkeit hat sich innert 18 Monaten fast verdoppelt. Heute sind ungefähr 180‘000 Menschen erwerbslos und täglich werden es immer mehr. Die Prognosen verheissen zudem keine wesentliche Besserung in diesem oder im nächsten Jahr.

Arbeitslosenversicherung muss die Betroffenen absichern
Das wichtigste Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bzw. von deren Folgen ist in der Schweiz die Arbeitslosenversicherung. Ihre Hauptaufgabe ist die finanzielle Absicherung der Arbeitnehmenden bei vorübergehender, konjunktureller Arbeitslosigkeit. Travail.Suisse fordert, dass die Arbeitslosenversicherung der hohen Arbeitslosigkeit angepasst wird, damit sie auch in der Krise den Schutz bietet, den die Arbeitnehmenden brauchen und verdienen. In diesem Sinne ist die Taggeldbezugsdauer auf 520 Tage zu erhöhen. Zudem sind Erwerbslose ab 63 Jahren von der Pflicht der Stellensuche zu befreien (vgl. Beilage, Vorstösse von NR Meinrado Robbiani, Vizepräsident von Travail.Suisse).

Bereits heute hat die Arbeitslosenversicherung auch die Aufgabe, strukturelle Schwächen zu bekämpfen, z.B. indem sie Weiterbildungsangebote für erwerbslose Personen bereit stellt. Diese strukturelle Stossrichtung muss gestärkt bzw. ergänzt werden, indem die Ausbildung von erwerbslosen Personen mit gezielten Massnahmen gefördert wird. Die Ausbildung von erwerbslosen Personen ist zentral dafür, dass die Unternehmen im nächsten Aufschwung Erwerbslose anstellen können und nicht wiederum im Ausland qualifizierte Arbeitnehmende suchen (müssen) (vgl. Beilage, Vorstösse von NR Josiane Aubert, Vizepräsidentin von Travail.Suisse).

Ergänzt werden muss die strukturelle Stossrichtung der Arbeitslosenversicherung mit einer gezielten Stärkung der erwerbslosen Personen in der Schweiz gegenüber Arbeitnehmenden aus dem Ausland. Dazu braucht es Anreize für die Unternehmen, erwerbslose Personen anzustellen (vgl. Beilage, Vorstoss von Meinrado Robbiani).

Krise zur Chance machen
Von der Krise als Chance ist zurzeit viel die Rede. Häufig ist das aber nur eine Ausrede, um nichts gegen die Krise unternehmen zu müssen. Von alleine wird aber aus keiner Krise eine Chance. Dazu braucht es rasches und entschlossenes Handeln. Nur wenn es uns gelingt, jetzt die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen, können wir die Krise zur Chance machen. Krise als Chance heisst also für Travail.Suisse nicht nichts tun, sondern mehr tun.

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PK 250210 Text J Aubert.doc 39 KB

PK 250210 Text M Robbiani.doc 39 KB

PK 250210 Text S Blank.doc 46 KB

PK 250210 Parlamentarische Vorstösse.doc 41 KB

PK 250210 Text M Flügel.doc 32 KB

25. Februar 2010, Josiane Aubert, Vizepräsidentin Travail.Suisse und Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Erwerbslose Personen stützen, Ausbildung stärken

Der Schweizer Arbeitsmarkt befindet sich in einer tiefen Krise, die noch länger dauern wird. Um die katastrophalen Folgen abzuwenden, die Arbeitslosigkeit und Aussteuerung für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft mit sich bringen, fordert Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, Sofortmassnahmen in der Arbeitslosenversicherung. Gleichzeitig muss der Arbeitsmarkt fit für die Zukunft gemacht werden. An einer Medienkonferenz in Bern hat Travail.Suisse heute im Hinblick auf die Sondersession zur Arbeitslosigkeit entsprechende Vorschläge präsentiert.
Der Arbeitsmarkt der Schweiz befindet sich zurzeit voll in der Krise. Die Arbeitslosigkeit hat sich innert 18 Monaten fast verdoppelt. Heute sind ungefähr 180‘000 Menschen erwerbslos und täglich werden es immer mehr. Die Prognosen verheissen zudem keine wesentliche Besserung in diesem oder im nächsten Jahr.
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Arbeitslosenversicherung muss die Betroffenen absichern

Das wichtigste Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bzw. von deren Folgen ist in der Schweiz die Arbeitslosenversicherung. Ihre Hauptaufgabe ist die finanzielle Absicherung der Arbeitnehmenden bei vorübergehender, konjunktureller Arbeitslosigkeit. Travail.Suisse fordert, dass die Arbeitslosenversicherung der hohen Arbeitslosigkeit angepasst wird, damit sie auch in der Krise den Schutz bietet, den die Arbeitnehmenden brauchen und verdienen. In diesem Sinne ist die Taggeldbezugsdauer auf 520 Tage zu erhöhen. Zudem sind Erwerbslose ab 63 Jahren von der Pflicht der Stellensuche zu befreien (vgl. Beilage, Vorstösse von NR Meinrado Robbiani, Vizepräsident von Travail.Suisse).

Bereits heute hat die Arbeitslosenversicherung auch die Aufgabe, strukturelle Schwächen zu bekämpfen, z.B. indem sie Weiterbildungsangebote für erwerbslose Personen bereit stellt. Diese strukturelle Stossrichtung muss gestärkt bzw. ergänzt werden, indem die Ausbildung von erwerbslosen Personen mit gezielten Massnahmen gefördert wird. Die Ausbildung von erwerbslosen Personen ist zentral dafür, dass die Unternehmen im nächsten Aufschwung Erwerbslose anstellen können und nicht wiederum im Ausland qualifizierte Arbeitnehmende suchen (müssen) (vgl. Beilage, Vorstösse von NR Josiane Aubert, Vizepräsidentin von Travail.Suisse).

Ergänzt werden muss die strukturelle Stossrichtung der Arbeitslosenversicherung mit einer gezielten Stärkung der erwerbslosen Personen in der Schweiz gegenüber Arbeitnehmenden aus dem Ausland. Dazu braucht es Anreize für die Unternehmen, erwerbslose Personen anzustellen (vgl. Beilage, Vorstoss von Meinrado Robbiani).

Krise zur Chance machen

Von der Krise als Chance ist zurzeit viel die Rede. Häufig ist das aber nur eine Ausrede, um nichts gegen die Krise unternehmen zu müssen. Von alleine wird aber aus keiner Krise eine Chance. Dazu braucht es rasches und entschlossenes Handeln. Nur wenn es uns gelingt, jetzt die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen, können wir die Krise zur Chance machen. Krise als Chance heisst also für Travail.Suisse nicht nichts tun, sondern mehr tun.

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PK 250210 Text M Flügel.doc 32 KB

PK 250210 Text J Aubert.doc 36 KB

PK 250210 Text M Robbiani.doc 36 KB

PK 250210 Text S Blank.doc 46 KB

PK 250210 Parlamentarische Vorstösse.doc 41 KB

25. Februar 2010, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Travail.Suisse ergreift das Referendum gegen die 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes

Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner heutigen Sitzung in Bern beschlossen, das Referendum gegen die 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes zu ergreifen. Die zurzeit laufende Revision ist ungerecht und unseriös. Die Leistungen der Versicherten sollen einschneidend zurückgestutzt, der milliardenhohe Schuldenberg nur im Schneckentempo abgebaut werden. Travail.Suisse will nicht zulassen, dass das Gleichgewicht zwischen Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und sozialer Sicherheit derart mutwillig zerstört wird. mehr

Obgleich die WAK des Ständerates letzte Woche die gröbsten Leistungskürzungen des Nationalrates etwas abgeschwächt hat, ist die 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes für den Vorstand von Travail.Suisse nach wie vor nicht akzeptabel. Er hat deshalb an seiner heutigen Sitzung beschlossen, das Referendum gegen die Vorlage zu ergreifen, falls das Parlament nicht massive Verbesserungen vorsieht.

Unseriös und ungerecht
Die Vorlage ist ungerecht. Auf dem Höhepunkt der Arbeitsmarktkrise würden massiv Leistungen abgebaut. Die Kürzungen sind einseitig und bestrafen vor allem die Arbeitnehmenden, die ohnehin bereits unter flexiblen bis prekären Arbeitsbedingungen arbeiten müssen. Die Vorlage ist auch hinsichtlich der Finanzierung unseriös. Mit einem Schuldenstand von rund 10 Milliarden Franken per Ende 2011 betrüge die Sanierungszeit ungefähr 18 Jahre.

Für Travail.Suisse ist bei der laufenden Revision das Gleichgewicht zwischen Flexibilität und sozialer Sicherheit nicht mehr gegeben.

24. Februar 2010, Martin Flügel, Präsident und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Politik in der Krise anstatt gegen die Krise

Die kommende Frühlingssession steht ganz im Zeichen der rasant gestiegenen Arbeitslosigkeit. Gefragt ist jetzt eine beherzte Politik gegen die Krise. Die Möglichkeiten dazu wären in der kommenden Frühlingssession vorhanden. Stattdessen wird das Parlament voraussichtlich mit der Revision der Arbeitslosenversicherung und der AHV-Revision gleich mehrmals einen Sozialabbau beschliessen, der vor dem Volk keine Chance hat. Politik in der Krise anstatt gegen die Krise.

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PD Politik in der Krise statt gegen die Krise.doc 34 KB

22. Februar 2010, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

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031 370 2111 oder
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