Themen – Sozialpolitik – AVIG

Nur saisonale Pause – Weiterhin steigende Arbeitslosigkeit erfordert Sofortmassnahmen

Saisonbereinigt steigen die Arbeitslosenzahlen weiterhin. Und die zuständige Bundesrätin kündigt schon die nächste Korrektur der erwarteten Zahlen nach oben an. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln. Der Bundesrat muss im dritten Konjunkturpaket endlich die Arbeitslosenversicherung stärken. Travail.Suisse fordert weiterhin, dass die Möglichkeit für Kurzarbeit auf 24 Monate ausgebaut wird und die Anzahl Taggelder auf 520 erhöht werden. Angesichts der besorgniserregenden Entwicklung ist es für Travail.Suisse unverständlich, dass der Bundesrat eine entsprechende Motion von Travail.Suisse-Vizepräsident Meinrado Robbiani zur Ablehnung beantragt. mehr

Man darf sich von den heute veröffentlichten Zahlen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht täuschen lassen. Saisonbereinigt – also rein auf den Konjunkturabschwung zurückzuführen – ist die Arbeitslosigkeit im Mai um über 4000 weitere Personen angestiegen. Und das dicke Ende steht noch bevor. Bundesrätin Leuthard korrigiert ihre Prognosen laufend nach oben. Die Grenze von 200’000 arbeitslosen Personen könnte schnell überschritten werden.

Arbeitslosenversicherung sofort stärken
Angesichts der besorgniserregenden Aussichten auf dem Arbeitsmarkt ist es höchste Zeit, dass der Bundesrat im Rahmen des dritten Konjunkturpakets dringliche, befristete Massnahmen in der Arbeitslosenversicherung präsentiert. Jetzt gilt es, die Beschäftigung hochzuhalten und zu verhindern, dass die konjunkturelle Krise zu strukturellen Problemen führt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb seit längerem, dass für Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit auf 24 Monate ausgebaut wird. Zudem ist für diejenigen Arbeitnehmenden, die dennoch ihre Arbeit verlieren, die Anzahl Taggelder auf 520 zu erhöhen. Damit können Aussteuerungen auf dem Höhepunkt der Rezession verhindert werden.

Bundesrat zaudert
Solide Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind jetzt zentral, um die Angst der Arbeitnehmenden vor der Krise zu mindern. Nur so kann die Arbeitslosenversicherung ihre Wirkung als automatischer Stabilisator wahrnehmen. Mit einem raschen und entschiedenen Vorgehen kann der Bundesrat verhindern, dass sich auf Grund einer längeren Rezession kostspielige und wachstumshemmende strukturelle Probleme ergeben. Travail.Suisse-Vizepräsident und Nationalrat Meinrado Robbiani hat deshalb in einer Motion (09.3199) den Forderungen von Travail.Suisse Nachdruck verschafft. Es ist angesichts des klar ausgewiesenen Handlungsbedarfs unverständlich, dass der Bundesrat die Ablehnung der Motion beantragt.

08. Juni 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik und Meinrado Robbiani, Nationalrat, Vizepräsident Travail.Suisse Drucker-icon

Steigende Arbeitslosigkeit – Es braucht Sofortmassnahmen

Der Bundesrat muss angesichts der unablässig steigenden Arbeitslosenzahlen und der rabenschwarzen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt endlich handeln. Er muss unverzüglich eine dritte Stufe des Konjunkturpakets vorlegen, welche den Arbeitsmarkt fokussiert. Travail.Suisse fordert, dass die Möglichkeit der Kurzarbeit auf 24 Monate ausgebaut und die Anzahl Taggelder auf 520 erhöht werden. mehr

Die Krise schlägt weiter auf den Arbeitsmarkt durch. Saisonbereinigt – also rein auf den Konjunkturabschwung zurückzuführen – stieg die Arbeitslosigkeit im März um über 6300 weitere Personen an. Und das schlimmste steht uns erst noch bevor, werden doch gemäss Prognosen des SECO für 2010 200’000 Arbeitslose erwartet.

Strukturelle Brüche verhindern – Arbeitslosenversicherung sofort stärken
Jetzt gilt es zu verhindern, dass die konjunkturelle Krise zu strukturellen Problemen führt. Dafür braucht es ein sofortiges Handeln des Bundesrates. Er muss in einer dritten Stufe des Konjunkturpaketes die Arbeitslosenversicherung stärken. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass für Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit weiter auf 24 Monate ausgebaut wird. Damit wird die Beschäftigung hochgehalten. Zudem ist für diejenigen Arbeitnehmenden, die dennoch ihre Arbeit verlieren, die Anzahl Taggelder auf 520 zu erhöhen. Damit können Aussteuerungen auf dem Höhepunkt der Rezession verhindert werden.

Angst und Verunsicherung durch solide Leistungen stoppen
Solide Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind jetzt zentral um die Angst der Arbeitnehmenden vor der Krise zu mindern. Deshalb sind diese zwei zentralen Leistungen der Arbeitslosenversicherung mittels dringlicher Sofortmassnahmen vorübergehend zu erhöhen. Die anfallenden Mehrausgaben muss der Bund im Rahmen des dritten Konjunkturpaketes übernehmen. Diese Sofortmassnahmen haben nichts mit der zurzeit im Parlament laufenden 4. Revision des AVIG zu tun. Nur mit einem raschen und entschiedenen Vorgehen kann der Bundesrat verhindern, dass sich auf Grund einer längeren Rezession kostspielige und wachstumshemmende strukturelle Probleme ergeben. Deshalb muss das Parlament bereits im Sommer über entsprechende Massnahmen beschliessen können.

09. April 2009, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Für eine krisenfeste Arbeitslosenversicherung

Mit dem wirtschaftlichen Einbruch hat sich die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt innert kürzester Zeit massiv verschlechtert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, will verhindern, dass die konjunkturelle Krise zu strukturellen Problemen auf dem Arbeitsmarkt führt. Als befristete Sofortmassnahmen sind die Kurzarbeit auszubauen und die Anzahl Taggelder auf 520 zu erhöhen. Zudem muss im Rahmen der 4. Revision des AVIG ein rascher Schuldenabbau erfolgen. mehr

Heute sind die Februar-Arbeitslosenzahlen erschienen und das Parlament wird über die zweite Stufe des Konjunkturpakets debattieren. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, nimmt diese Tagesaktualitäten zum Anlass, an einer Medienorientierung seine Forderungen bezüglich der Arbeitslosenversicherung zu präsentieren.

Sofortmassnahmen ergreifen
Für die Bewältigung der Krise sind zwei befristete Sofortmassnahmen einzuführen. Erstens sollen die Möglichkeiten der Kurzarbeit weiter ausgebaut und damit die Beschäftigung hochgehalten werden. Zweitens sollen die Anzahl Taggelder auf 520 erhöht und so Aussteuerungen inmitten einer tiefen Rezession verhindert werden. Zusätzlich sollen geeignete Weiterbildungsmassnahmen die Arbeitsmarktfähigkeit der betroffenen Personen erhalten. Entsprechende Vorstösse werden im Laufe dieser Session von Nationalrätin Josiane Aubert und Nationalrat Meinrado Robbiani (designierte/r Vizepräsident/in von Travail.Suisse) eingereicht.

Schulden innert des nächsten Aufschwungs abbauen
Für die Arbeitnehmenden in der Schweiz bildet eine solide Arbeitslosenversicherung das Gegenstück zum flexiblen Arbeitsmarkt. Mit der 4. Revision des AVIG wird dieses austarierte Gleichgewicht in Frage gestellt. Travail.Suisse wehrt sich gegen Leistungsabbau, der die ohnehin Schwachen auf dem Arbeitsmarkt noch weiter schwächt und fordert einen raschen Schuldenabbau innerhalb des nächsten Aufschwungs. Um die Arbeitslosenversicherung krisenfest zu machen, braucht es eine vorübergehende Beitragserhöhung auf drei Prozent plus zwei Solidaritätsprozente. Diese Beitragssätze sind nicht realitätsfremd, sondern haben sich bereits zwischen 1999 und 2003 für einen erfolgreichen Schuldenabbau bewährt.

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PK 090309 M. Flügel.doc 35 KB

PK 090309 M. Robbiani.doc 41 KB

PK 090309 S. Blank.doc 69 KB

PK 090309 Positionspapier 4 AVIG Revision März 2009.doc 129 KB

09. März 2009, Martin Flügel, Präsident und Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitslosigkeit steigt stark – Bundesrat muss handeln

Die Krise auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich. Innert eines Monats erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um knapp 10’000 Personen, was einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 3 auf 3.3 Prozent bedeutet. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert den Bundesrat auf, die Kurzarbeitsmöglichkeiten von 12 auf 18 Monate sowie die Beitragssätze zu erhöhen. mehr

Die Arbeitslosenquote ist im vergangenen Monat um knapp 10’000 Personen bzw. um 0.3 Prozent auf 3.3 Prozent gestiegen. Am meisten betroffen waren mit einem Anstieg von 11 Prozent die Jungen. Saisonbereinigt – also rein auf den Konjunkturabschwung zurückzuführen – stieg die Arbeitslosigkeit um rund 4’700 Personen an.

Kurzarbeit unverzüglich von 12 auf 18 Monate erhöhen
Die Zahl der kurzarbeitenden Beitriebe und Arbeitnehmenden hat sich innert Monatsfirst verdoppelt. Das Instrument der Kurzarbeit ist sinnvoll, weil dadurch der Konjunktureinbruch aufgefangen werden kann, ohne dass überstürzte Entlassungen notwendig werden. Travail.Suisse fordert den Bundesrat auf, die Möglichkeit der Kurzarbeit unverzüglich von 12 auf 18 Monate zu erhöhen.

Beitragssätze bereits jetzt erhöhen
Die seco-Annahme über eine Arbeitslosenquote von 3.3 Prozent im Jahresdurchschnitt ist zu optimistisch ausgefallen. Möglicherweise erreicht die Arbeitslosenversicherung den kritischen Schuldenstand bereits Ende Jahr. Travail.Suisse fordert den Bundesrat auf, bereits jetzt die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zu erhöhen und nicht weiter zuzuwarten. Mit dieser Massnahme verstärkt er die Stabilität der Arbeitslosenversicherung und schafft mehr Vertrauen bei der Erwerbsbevölkerung.

07. Februar 2009, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitslosenversicherung war in den letzten fünf Jahren schlicht zu billig!

Die Arbeitslosenversicherung ist seit dem Inkrafttreten der letzten Revision im Juni 2003 schlicht zu billig. Das zeigen die anhaltenden Defizite des Arbeitslosenversicherungsfonds. Der Schuldenstand belief sich Ende 2007 – trotz vier Jahren Höchstkonjunktur und sinkenden Arbeitslosenzahlen – auf 4.8 Milliarden Franken. Die Beitragssätze müssen deshalb vorübergehend wieder auf das ehemalige Niveau von drei Prozent angehoben werden.

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PD Arbeitslosenversicherung war in den letzten Jahren zu billig.doc 60 KB

22. September 2008, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon