Themen – Gleichstellung – Wiedereinstieg

Tagung “Die Rückkehr ins Berufsleben erfolgreich meistern” – Workshops zu guten Beispielen aus der Praxis

In drei Workshops hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich mit einem guten Beispiel aus der Praxis vertieft auseinanderzusetzen. Frau Mitra Akhbari, Programmverantwortliche Migrationspolitik cfd, stellte das Mentoringprojekt für hoch qualifizierte Migrantinnen vor. Frau Regina Rutishauser, Geschäftsführerin WEFA, präsentierte die Wiedereinstiegskurse WEFA, die Fachwissen, Persönlichkeitsentwicklung und Praxisteile in einen Bildungsgang integrieren. Herr Urs Denzler, Leiter Personalentwicklung Personenverkehr, legte dar, wie die SBB Teilzeitausbildungen entwickeln.

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Migrantinnen in Netzwerken der Arbeitswelt Mitra Akhbari 130228.pdf 928 KB

Bildung SBB Teilzeitausbildung Urs Denzler 130228.pdf 2238 KB

Wiedereinstiegskurse WEFA Regina Rutishauser 130228.pdf 483 KB

28. Februar 2013, Angela Zihler, Projektleiterin Drucker-icon

Tagung „Die Rückkehr ins Berufsleben erfolgreich meistern“

Travail.Suisse hat am 28. Februar 2013 in Bern eine Tagung durchgeführt, bei der die Rückkehr ins Berufsleben nach einem längeren Erwerbsunterbruch im Zentrum stand. Über 50 Fachpersonen aus Bildung, Beratung und Arbeitsmarktbehörden nahmen teil. Die Verantwortlichen des Projekts „Expérience ReProf“ präsentierten die Ergebnisse ihrer Recherche und sprachen Empfehlungen zuhanden der beteiligten Akteure aus. mehr

Im Fokus des Projekts „Expérience ReProf“ standen Personen, die nach einem längeren Erwerbsunterbruch wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen/müssen. Die Projektleitung untersuchte, welche Massnahmen es im Bereich der Bildung und der Arbeitsmarktintegration braucht, damit die Rückkehr ins Berufsleben gelingt. Die Projektleitung präsentierte die Ergebnisse ihrer Recherche und sprach Empfehlungen zuhanden der beteiligten Akteure aus. Sie legte weiter dar, dass ein Teil davon mit der Anwendung bereits bestehender Gesetze umgesetzt werden kann. Es geht nun darum, die Entscheidungsträger entsprechend zu sensibilisieren.

Frau Nationalrätin Josiane Aubert, Vizepräsidentin Travail.Suisse und Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK, zeigt in ihrem Referat auf, welche Handlungsmöglichkeit es auf dem politischen Feld gibt, damit das Potenzial aller erwerbsfähigen Personen ausgeschöpft werden kann.

In drei Workshops hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich mit einem guten Beispiel aus der Praxis vertieft auseinanderzusetzen. Frau Mitra Akhbari, Programmverantwortliche Migrationspolitik cfd, stellte das Mentoringprojekt für hoch qualifizierte Migrantinnen vor. Frau Regina Rutishauser, Geschäftsführerin WEFA, präsentierte die Wiedereinstiegskurse WEFA, die Fachwissen, Persönlichkeitsentwicklung und Praxisteile in einen Bildungsgang integrieren. Herr Urs Denzler, Leiter Personalentwicklung Personenverkehr, legte dar, wie die SBB Teilzeitausbildungen entwickeln.

Anlässlich der Tagung veröffentlichte die Projektleitung zudem den Schlussbericht zum Projekt „Expérience Reprof“. Das Projekt wurde vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt.

Für weitere Informationen:
Angela Zihler, Co-Projektleiterin „Expérience ReProf“, 079/242’67’21
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik und Co-Projektleiterin, 079/598’06’37

28. Februar 2013, Angela Zihler, Projektleiterin und Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Vorankündigung Tagung „Expérience ReProf“

Travail.Suisse wird am 28. Februar 2013 eine Tagung durchführen, bei der die Rückkehr ins Berufsleben nach einem längeren Erwerbsunterbruch im Zentrum steht. Es werden der Handlungsbedarf und mögliche Massnahmen aufgezeigt. mehr

Am 28. Februar 2013, von 13.15 Uhr bis 17 Uhr, wird Travail.Suisse im Hotel Kreuz in Bern die Tagung „Die Rückkehr ins Berufsleben erfolgreich meistern“ durchführen. Die Tagung wird das Projekt „Expérience ReProf“ abschliessen, das vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt wurde.

Im Fokus des Projekts stehen Personen, die nach einem längeren Erwerbsunterbruch wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen/müssen. Die Projektleitung hat untersucht, welche Massnahmen es im Bereich der Bildung und der Arbeitsmarktintegration braucht, damit die Rückkehr ins Berufsleben gelingt. An der Tagung stellt die Projektleitung die Ergebnisse ihrer Recherche vor und spricht Empfehlungen an die beteiligten Akteure aus. Die Tagung bietet zudem die Gelegenheit, sich in einem Workshop mit einem guten Beispiel aus der Praxis vertieft zu befassen.

Gleichzeitig werden wir den entsprechenden Schlussbericht veröffentlichen. Gerne stellen wir Ihnen diesen auf Anfrage zu.

Falls Sie an der Tagung teilnehmen wollen, stellen wir Ihnen gerne das Tagungsprogramm zu und bitten Sie um eine kurze Anmeldung.

Für weitere Informationen:
Angela Zihler, Co-Projektleiterin „Expérience ReProf“, 031 370 21 11 oder 079 242 67 21

19. Februar 2013, Angela Zihler, Co-Projektleiterin "Expérience ReProf" Drucker-icon

Lebenslanges Lernen —
ohne Alterslimiten bei Stipendien

Das Stipendien-Konkordat sieht vor, dass die Alterslimite von 35 Jahren in den kantonalen Stipendiengesetzen nicht unterschritten werden darf. Das revidierte Ausbildungsbeitragsgesetz hält an dieser Alterslimite fest. Damit werden Personen, die ihren Bildungsweg mit Unterbrüchen und auf Umwegen zurücklegen, häufig ausgeschlossen. Dies widerspricht der Forderung nach lebenslangem Lernen. Denn ohne finanzielle Unterstützung werden einkommensschwache Personen über 35 Jahre kaum einen Bildungsabschluss absolvieren. Das Festhalten an einer Alterslimite ist mutlos, denn bereits heute sehen zehn Kantone von Alterslimiten ab. mehr

Die Revision des geltenden Ausbildungsbeitragsgesetzes befindet sich zurzeit in Vernehmlassung. Die Gesetzesrevision ist der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrates zur Stipendieninitiative der Schweizer Studierendenschaften VSS. Die Revision übernimmt die formellen Bestimmungen des Stipendien-Konkordates, soweit sie den Tertiärbereich betreffen. Das Stipendien-Konkordat wurde 2009 von der Interkantonalen Stipendienkonferenz verabschiedet und tritt am 1. März 2013 in Kraft. Das Stipendien-Konkordat strebt eine Harmonisierung der kantonalen Gesetze an und legt Mindeststandards fest. Auf einen Punkt der Gesetzesrevision soll im Folgenden genauer eingegangen werden: die Alterslimite von 35 Jahren.

Alterslimiten streichen

Das Stipendien-Konkordat regelt die Alterslimite im Artikel 12 Absatz 2 wie folgt: „Für den Bezug von Stipendien können die Kantone eine Alterslimite festlegen. Die Alterslimite darf 35 Jahre bei Beginn der Ausbildung nicht unterschreiten.“ Diese Regelung findet sich nun wieder in der Revision des Ausbildungsbeitragsgesetzes.

In den einzelnen Kantonen indes finden sich Regelungen, die deutlich über diese Alterslimite hinausgehen. Zehn Kantone kennen gar keine Alterslimiten mehr. Kantone, die dem Stipendien-Konkordat noch nicht beigetreten sind, haben fünf Jahre Zeit, ihre Gesetzgebung anzupassen 1 . Nun bietet sich die Gelegenheit, im Zuge der Anpassung des kantonalen Rechts die Aufhebung der Alterslimite zu erreichen. Auch im revidierten Ausbildungsbeitragsgesetz – und damit auf eidgenössischer Ebene – sollte die Alterslimite fallen.

Lebenslanges Lernen — aber nur mit linearem Bildungsweg

Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens, um sich beruflich à jour zu halten und neues Wissen zu erwerben, ist heute unbestritten. Der Forderung nach lebenslangem Lernen stehen jedoch Gesetze gegenüber, die dies bei einkommensschwachen Personen verhindern. Die Gesetze gehen immer noch von Bildungskarrieren aus, die ohne Unterbrüche und Umwege durchschritten werden.

Höherqualifizierung zwar erwünscht — aber Unterstützung nicht vorgesehen

Die Fachkräfte-Initiative des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF sieht in nicht oder gering erwerbstätigen Müttern mit Sek II Abschluss ein Arbeitskräftepotenzial. Das WBF stellt — neben strukturellen Massnahmen — Handlungsbedarf bei der Höherqualifizierung fest.

Wiedereinsteigende, die wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen, weisen häufig keinen linearen Bildungsweg auf. Auch erwerbstätige Mütter unterbrechen häufig ihre Bildungskarriere, weil ihnen neben der familiären und beruflichen Belastung die Zeit und Energie für eine Weiterbildung fehlt. Nicht und gering erwerbstätige Mütter sind daher meist über 40 Jahre alt, wenn sie den Besuch einer Weiterbildung oder eines Bildungsgangs auf Tertiärstufe ins Auge fassen 2 . Sie haben kein Anrecht auf Ausbildungsbeiträge, obwohl sie häufig nur über ein beschränktes Haushalteinkommen verfügen.

Berufsabschluss nachholen lohnt sich

Lebenslanges Lernen heisst auch, dass die Nachholbildung gefördert wird. Eine Studie der Berner Fachhochschule für Soziale Arbeit zeigt, dass rund 50’000 erwerbstätige Personen ohne Berufsabschluss die Voraussetzungen erfüllen, um eine Nachholbildung zu absolvieren 3 . Gegenwärtig macht nur ein Bruchteil dieser Personen eine Nachholbildung. Obwohl sich ein Berufsabschluss für diese auch mit über 40 Jahren noch lohnen würde. Dies zeigt die Kosten-Nutzen-Analyse der oben erwähnten Studie. Der Anteil der Personen, die einen Bildungsabschluss nachholen, wird sich aber nur schwer steigern lassen, solange der Bezug von Stipendien ab einem mittleren Alter nicht mehr möglich ist.

Lebenslanges Lernen heisst nicht nur, sich nach einem Berufs- und Tertiärabschluss regelmässig weiterzubilden. Lebenslanges Lernen heisst auch, dass Menschen in der Lebensmitte noch einen Berufsabschluss nachholen und dass deren Anstrengungen, sich höher zu qualifizieren, unterstützt werden.

1 Mehr Information zum Beitrittsverfahren zum Stipendien-Konkordat finden Sie unter: http://www.edk.ch/dyn/25861.php.

2 Das Durchschnittalter der Mütter bei der Erstgeburt lag im Jahre 2000 bereits bei 28.7 Jahren In der Zwischenzeit ist es weiter angestiegen und liegt 2010 bei 30.2 Jahren. Zur Tabelle des Bundesamtes für Statistik siehe unter http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/02/07.html.

3 Berner Fachhochschule Soziale Arbeit. Fritschi, Tobias et al.: Gesellschaftliche Kosten der Ausbildungslosigkeit mit Fokus auf Validierung und Ausbildungsabbrüche. Schlussbericht im Auftrag Travail.Suisse, Bern, 20. März 2012.

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PD Lebenslanges Lernen - ohne Alterslimiten bei Stipendien.doc 123 KB

18. Februar 2013, Angela Zihler, Co-Leiterin Projekt "Expérience ReProf" Drucker-icon

Mangel an Praktika für Wiedereinsteigerinnen

Familienfrauen, die nach einem langjährigen Erwerbsunterbruch wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen, wird in der Regel keine längere Einarbeitungszeit zugestanden. Sie sollen möglichst schnell beruflich à jour sein, sich in den Betrieb einpassen und gleichzeitig ihr Privatleben neu organisieren. Sind zu viele Hürden zu bewältigen, kann ein Praktikum ein geeigneter Einstieg ins Berufsleben sein. Diese sind jedoch trotz hoher Nachfrage rar. mehr

Im Rahmen des Projekts „Expérience ReProf“ hat Travail.Suisse untersucht, was Familienfrauen nach einem langjährigen Erwerbsunterbruch brauchen, damit die Rückkehr ins Berufsleben gelingt. Ein Aspekt ist die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Familienfrauen, die ins Berufsleben zurückkehren, wird in der Regel nicht eine längere Einarbeitungszeit zugestanden als anderen Arbeitnehmenden. Dies obwohl sie meist auf verschiedenen Ebenen Anpassungsleistungen zu bewältigen haben. Zum einen weisen sie aufgrund des langen Erwerbsunterbruchs meist beruflich-fachliche Lücken auf. Der Arbeitgeber erwartet, dass sie Verpasstes möglichst schnell nachholen. Zum anderen müssen sich Wiedereinsteigerinnen wieder in eine betriebliche Hierarchie einordnen, vorgegebene Abläufe einhalten und die geänderte Familienorganisation einüben.

Wenn zu viele Hürden zu nehmen sind, ist ein Praktikum eine Möglichkeit, um die Wiederaufnahme einer Berufstätigkeit einzuüben. Ein Praktikum ist ein Lernfeld, wo Wiedereinsteigerinnen neu Gelerntes anwenden und vertiefen können. Sie erfahren aber auch, auf welchem Gebiet es noch hapert. Die befragten Fachpersonen gaben denn auch an, dass Praktika sehr wertvoll sind. Bei solchen Arbeitseinsätzen können Wiedereinsteigerinnen Erfahrungen in der veränderten Berufswelt sammeln und ein aktuelles Arbeitszeugnis erwerben. Entsprechend gefragt sind solche Arbeitsmöglichkeiten. Die Fachpersonen bemängelten denn auch, dass es zu wenige Praktikumsplätze gibt.

Kaum Zugang zu Beschäftigungsprogrammen der Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung hat mit den Beschäftigungsprogrammen ein Instrument, um versicherte Personen mit einem mehrmonatigen Arbeitseinsatz in die Arbeitswelt zu integrieren. Zugang zu den Beschäftigungsprogrammen, die ein Teil der arbeitsmarktlichen Massnahmen sind, haben versicherte Personen. Für versicherte Personen, die als schwer vermittelbar gelten, gibt es allenfalls noch Einarbeitungszuschüsse, um eine ausserordentliche Einarbeitung abzugelten. Der Grossteil der Wiedereinsteigerinnen hat jedoch keinen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Sie können aufgrund ihres langen Erwerbsverzichts die Beitragszeiten nicht erfüllen. 1 Als nicht versicherte Personen sind sie von den beschriebenen Leistungen der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen.

Nun haben die regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV die Möglichkeit, nicht versicherten Personen den Zugang zu arbeitsmarktlichen Massnahmen über AVIG Art. 59d zu ermöglichen. Die RAV verfügen mithilfe dieses Ausnahmeartikels jedoch vor allem Bildungsmassnahmen. Denn bei Beschäftigungsmassnahmen für nicht versicherte Personen ergeben sich Probleme bei der Sozialversicherung, insbesondere bei der Unfallversicherung. Faktisch haben die meisten Wiedereinsteigerinnen über die Arbeitslosenversicherung keinen Zugang zu Praktika.

Nur wenig Kurse mit Praktika

Die Projektleitung befragte in der Folge Bildungsanbietern in der ganzen Schweiz, ob sie Angebote für Wiedereinsteigerinnen mit Praktika kombinieren. Nur gerade bei jedem achten Angebot besteht die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Schnuppertage und Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern werden auch nur in bescheidenem Mass angeboten. Insgesamt gab ein Fünftel der Bildungsanbieter an, dass sie Praktika oder Schnuppertage und Kontakte mit potenziellen Arbeitsgebern anbieten. Den Bildungsanbietern gelingt es nur ungenügend, den Mangel an Praktikumsplätzen auszugleichen.

Schaffung von Praktika durch Kantone fördern

Die Fachkräfte-Initiative des Volkswirtschaftsdepartements benennt nicht oder gering erwerbstätige Familienfrauen mit Sek II Abschluss als Potenzial, um den Fachkräftemangel zu beheben. Um nicht erwerbstätigen Familienfrauen die Rückkehr ins Berufsleben zu erleichtern, braucht es ein Bündel von Massnahmen. Dazu gehört auch die Schaffung von zusätzlichen Praktikumsplätzen. Diese Aufgabe kann weder von der Arbeitslosenversicherung noch von der Mehrheit der Kursanbieter bewältigt werden. Diese Aufgabe müsste von den Kantonen übernommen werden. Die Kantone könnten ähnlich wie bei der Lehrstellenförderung Praktika für Wiedereinsteigerinnen fördern. Dazu braucht es eine Stelle, die durch Kontakte mit Betrieben Praktikumsplätze schafft und vermittelt. Diese Stelle kann in den bestehenden kantonalen Strukturen angesiedelt oder extern vergeben werden. Die Frauenberatungsstellen des Netzwerks plusplus.ch, die auf die Beratung von Wiedereinsteigerinnen spezialisiert sind, bieten sich beispielsweise als externe Vermittlerinnen an. Praktika für gut qualifizierte Wiedereinsteigerinnen dürften bei Branchen, die über fehlende Arbeitskräfte klagen, durchaus auf Interesse stossen.

Der Ausbau einer flächendeckenden, bedarfsgerechten Tagesstruktur für Vorschul- und Schulkinder zu erschwinglichen Preisen ist grundlegend, um die Erwerbstätigkeit von Familienfrauen zu erhöhen. Viele Wiedereinsteigerinnen brauchen aber auch massgeschneiderte, bezahlbare Weiterbildungen. Weiter braucht es Beratungsangebote, um jene zu begleiten, deren Wiedereinstiegsprozess sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Die finanzielle Unterstützung der Bildungsanstrengungen und genügend Praktika sind schliesslich weitere Elemente, um Wiedereinsteigerinnen die Rückkehr ins Berufsleben zu erleichtern und zugleich Fachkräfte zu gewinnen.

1 Taggeldberechtigt sind Wiedereinsteigerinnen nur dann, wenn sie aufgrund von Trennung/Scheidung oder Tod des Ehepartners eine Einkommenseinbusse erleiden und eine Erwerbstätigkeit aufnehmen müssen. Diese gehören zu den sogenannten Beitragsbefreiten. Deren Taggeldbezug reduzierte sich mit der Revision der Arbeitslosenversicherung von 2011 von 12 auf 4 Monate.

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PD Mangel an Praktika für Wiedereinsteigerinnen.doc 119 KB

05. November 2012, Angela Zihler, Projektleiterin Drucker-icon

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