Themen – Gleichstellung – Vereinbarkeit

Der Nationalrat belässt die Last der Vereinbarkeit auf den Schultern der Mütter

Der Nationalrat hat heute eine Motion von Nationalrätin Valérie Piller Carrard für die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs von 20 Tagen abgelehnt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, hat kein Verständnis für diesen Entscheid. Ein Vaterschaftsurlaub ist unerlässlich, damit die Eltern Beruf und Familie in der heiklen Phase nach der Geburt eines Kindes vereinbaren können. mehr

Die Motion von Nationalrätin Valérie Piller Carrard (SP/FR) ist heute zum grossen Bedauern von Travail.Suisse vom Nationalrat abgelehnt worden. Die Mehrheit der Volksvertreterinnen und –vertreter zeigt sich bezüglich der Schwierigkeiten, Beruf und Familie in einer besonders schwierigen Zeit zu vereinbaren, nach wie vor uneinsichtig. Sie ist offensichtlich der Meinung, dass es immer noch alleine an der Mutter liegt, das Familienleben zu organisieren. Diese Sicht der Dinge ist für Travail.Suisse unverständlich, entspricht sie doch in keiner Weise den Vorstellungen und Bedürfnissen der jüngeren Generationen.

Die Motion verlangte die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs von 20 Tagen, der nach Absprache mit dem Arbeitgeber flexibel in den ersten sechs Monaten nach der Geburt bezogen werden kann. Nur die ersten fünf Tage müssten obligatorisch in den ersten zehn Tagen nach der Geburt bezogen werden. Finanziert würde dieser Urlaub aus der Kasse der Erwerbsersatzordnung. Gemäss Schätzungen von Travail.Suisse würden sich die Kosten auf 180 Millionen Franken pro Jahr belaufen.

Travail.Suisse wird nicht locker lassen und sich weiterhin für den Urlaub von jungen Eltern einsetzen: Neuste Analysen zeigen nämlich, dass Elternurlaube – und zwar sowohl solche für die Mütter wie auch für die Väter – nicht nur notwendig sind, um den Neugeborenen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, sondern auch um den Eltern die Neuorganisation ihres Familienlebens in der besonders heiklen Phase nach der Geburt eines Kindes zu erleichtern.

Für mehr Informationen :
Valérie Borioli Sandoz, Leitern Gleichstellungspolitik, Tel.031 370 21 11 oder 079 598 06 37

12. September 2013, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Elternurlaub: Bringt das Parlament den Bundesrat von seiner fast schon schizophrenen Haltung ab?

Der Nationalrat wird aufgrund verschiedener parlamentarischer Vorstösse bald wieder Gelegenheit haben, über den Vaterschafts- und einen Adoptionsurlaub zu diskutieren. Die Landesregierung nimmt diesbezüglich eine schon fast schizophrene Haltung ein: Einerseits hat die Bundesverwaltung den Vaterschaftsurlaub für ihre Angestellten verlängert, andererseits bedauert Bundesrat Schneider-Ammann den Fachkräftemangel, ohne konkrete Massnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu formulieren. Einerseits setzt der Bundesrat der Swisscom das Ziel der Vereinbarkeit nicht mehr, andererseits verlangt die Legislaturplanung genau das von bundesnahen Betrieben. Travail.Suisse, die unabhängige Organisation der Arbeitnehmenden, erkennt darin Spuren alter ideologischer Denkmuster, die es zu überwinden gilt. mehr

Die Deutschschweizer Presse titelte vor kurzem: Der Vaterschaftsurlaub wird bei einem Grossteil der Unternehmen zur Selbstverständlichkeit. Nach der von Travail.Suisse jährlich durchgeführten Befragung zu Elternurlauben bei Arbeitgebern der öffentlichen Hand machte der Tagesanzeiger eine Umfrage bei mehreren grossen Privatunternehmen in der Schweiz. Die Musterschüler bieten Vätern nach der Geburt ihrer Kinder zwischen 10 und 20 Urlaubstagen, die weniger guten Schüler nur fünf Tage. Am Ende des Feldes sind Unternehmen zu finden, die als sehr traditionell gelten (Ruag, Georg Fischer, Schindler). Diese halten sich an das gesetzliche Minimum und gewähren ein bis zwei Tage, also gleich viel wie für einen Zahnarztbesuch oder einen Umzug.

Der im Elternurlaub enthaltene oder separate Vaterschaftsurlaub ist zwar noch nicht für alle selbstverständlich, aber zur Bewältigung der zusätzlichen Haushalts- und Familienpflichten notwendig – vor allem, wenn ein Paar sich neben dem Neugeborenen noch um weitere Kinder kümmern muss. Die Gesellschaft hat sich verändert, und es ist heute selten, dass eine Familie auf ihr – oft ebenfalls erwerbstätiges – Umfeld zählen kann, wenn sie Hilfe braucht. Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich diesen Urlaub, da die Väter von heute sich vom Zeitpunkt der Geburt an voll in ihrer Familie einbringen wollen.

Als Reaktion auf diese Anliegen hat der Bund Anfang Jahr beschlossen, den Vaterschaftsurlaub für seine Angestellten ab Juli dieses Jahres von 5 auf 10 Tage zu verlängern. Mit dieser Massnahme schliesst die Bundesverwaltung zu Banken wie UBS, Credit Suisse, die Alternative Bank, Raiffeisen oder Clariant, Grossunternehmen wie Swiss Re, Switcher oder Mobility Carsharing und Organisationen wie Unicef, WWF oder Travail.Suisse auf.

Anpassung schwierig für KMU

Kleinere Unternehmen und Organisationen haben Mühe, ihren Angestellten dasselbe zu bieten wie die Grosskonzerne. Die Finanzierung des Vaterschaftsurlaubs, die derzeit jeder Arbeitgeber allein tragen muss, kann für manche KMU ein Problem darstellen. Dasselbe galt für die Finanzierung des Mutterschaftsurlaubs vor dessen Einführung auf Bundesebene. Das ist einer der Gründe, der mehrere Parlamentsmitglieder dazu veranlasst hat, eine nationale Gesetzgebung zu verlangen. Mit einer solchen könnten die Bedürfnisse der Familien nicht mehr als Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen genutzt werden, denn dabei bleiben kleine und mittlere Unternehmen wie auch viele Familien auf der Strecke.

Genau wie der heutige Mutterschaftsurlaub, der über die Erwerbsersatzordnung finanziert wird, bietet auch die Einführung eines bezahlten Vaterschafts- oder Elternurlaubs den Vorteil, dass die Kosten auf alle Unternehmen, aber auch auf die Generationen und die sozialen Klassen verteilt werden. Das ist im Wesentlichen, was die Motion von Nationalrätin Valérie Piller Carrard (SP/FR) verlangt: zwanzig den Vätern vorbehaltene und bezahlte Tage Urlaub bei der Geburt eines Kindes. Die Motion von Nationalrat Marco Romano (CVP/TI) möchte Familien, die ein Kind adoptieren, gleichberechtigt behandeln, und zwar sowohl bezüglich Mutterschaftsurlaub als auch hinsichtlich des künftigen Vaterschaftsurlaubs. Beide Geschäfte sind bereit zur Behandlung im Parlament. Beide empfiehlt der der Bundesrat dem Parlament wenig überraschend zur Ablehnung.

Fast schon schizophrene Haltung

Während die grossen Unternehmen, die über die entsprechenden Mittel verfügen, ihren Angestellten eine echte Erleichterung bieten, damit diese sorgenfrei eine Familie gründen können, scheint der Bundesrat in alten ideologischen Denkmustern festgefahren, die ihn daran hindern, vorausschauend zu handeln und das gesetzlich zu verankern, was im Jahr 2013 selbstverständlich sein müsste, auch wenn es vor zehn oder zwanzig Jahren noch als ausgefallene Idee abgetan wurde.

Erstes Beispiel: Als Bundesrätin Widmer Schlumpf der Ständeratskommission die strategischen Ziele ab 2014 für die Swisscom, wo der Bund Hauptaktionär ist, vorlegte, liess das Dokument die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus, die bisher darin enthalten war. Das steht in völligem Widerspruch zum letzten der 28 Ziele desselben Bundesrates 1 wie auch zu den vom Parlament angefügten Ergänzungen 2 in der Legislaturplanung 2011-2015. Die Swisscom gewährt ihren Angestellten 10 Tage Vaterschaftsurlaub und 17 Wochen Mutterschaftsurlaub. Dieser erfreuliche Umstand ist zu einem grossen Teil auf die von den Gewerkschaften, insbesondere transfair, geführten Verhandlungen zurückzuführen. Zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es nicht nur einen Weg. Es können weitere Massnahmen ausgehandelt werden. So kann zum Beispiel dafür gesorgt werden, dass beide Geschlechter auf allen Hierarchiestufen vertreten sind oder dass für alle die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit besteht.

Zweites Beispiel: Der Bundesrat legte den Sozialpartnern zwar einen Bericht zu seiner Fachkräfteinitiative vor, in dem er den Fachkräftemangel bedauert und dessen Behebung anstrebt. Er verfehlt aber sein Ziel, da er es versäumt hat, bei den vorgeschlagenen Massnahmen den Schwerpunkt auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen zu legen 3 . Gleichzeitig wünscht er dennoch, dass Teilzeitarbeitende (vor allem Frauen, von denen viele über eine gute Ausbildung verfügen) sich mehr auf dem Arbeitsmarkt engagieren.

Muss man das wirklich nochmals sagen? Die Gleichstellung betrifft beide Geschlechter, Frauen wie Männer. Beide Seiten haben Rechte und Pflichten. Folglich müssen die Rahmenbedingungen für beide Geschlechter stimmen.

Wenn ein «Geisterbericht» als Vorwand dient

Seit mehreren Monaten wartet man auf den Bundesratsbericht zu den verschiedenen Elternurlaubsmodellen und Finanzierungsmöglichkeiten, einschliesslich private, in Erfüllung des Postulates Fetz. Der Bericht hätte Ende 2012 erscheinen sollen. Die grössten Optimisten erwarten die Veröffentlichung nun im Sommer 2013.

Zweck des Berichts ist, dass der Bundesrat eine vergleichende Bestandsaufnahme der verschiedenen Elternurlaubsmodelle macht, damit deren jeweilige Vor- und Nachteile ersichtlich werden. Die Verzögerungen sind insofern erstaunlich, als die Eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen bereits eine beachtliche Vorarbeit geleistet hat 4 . In ihrer Studie gibt sie einen Überblick über die Praktiken der verschiedenen europäischen Länder, zeigt den Nutzen dieser familienpolitischen Massnahme für die Schweizer Gesellschaft auf und schätzt die Kosten mehrerer Varianten.

Der lange erwartete und ständig aufgeschobene Bericht wird jedoch vom Bundesrat systematisch als Grund für die Ablehnung von parlamentarischen Vorstössen, welche die Einführung eines eidgenössischen Vaterschaftsurlaubs fordern, vorgeschoben. Wenn dieser «Geisterbericht» endlich erscheint, ist stark damit zu rechnen, dass die ideologischen Denkmuster darin wieder die Überhand gewinnen.

Somit bleibt es dem Parlament überlassen, entschlossener aufzutreten als der Bundesrat, um diesen aus seinen ideologischen Denkmustern, die ihn in der Familienpolitik lähmen, herauszuholen.

1 «Ziel 28: Die Bundesverwaltung und bundesnahe Betriebe (z.B. SBB, Post) sollen ein Vorbild sein. Mann und Frau sollen gleichgestellt sein.» Legislaturplanung 2011-2015. 2013, Bern. http://www.bk.admin.ch/dokumentation/publikationen/00290/00878/
2 «Das Parlament fordert zudem, dass die Schweizer Bevölkerung noch stärker erwerbstätig sein kann. Die Wirtschaft würde so auch weniger ausländische Arbeitskräfte benötigen. Zu diesem Zweck will das Parlament die Vereinbarkeit von Familie, Erwerbstätigkeit oder Ausbildung sowie von Berufstätigkeit und Pflege von Angehörigen fördern.» Ergänzung zu Ziel 17 der Legislaturplanung 2011-2015. 2013, Bern.
3 Siehe Medienmitteilung Travail.Suisse vom 21. Mai 2013 «Fachkräfteinitiative: Gute Analyse – weitere Massnahmen nötig». http://www.travailsuisse.ch/medien/medienmitteilungen?lang=de
4 Elternzeit – Elterngeld. Ein Modellvorschlag der EKFF für die Schweiz. 2010, Bern. http://www.ekff.admin.ch/c_data/PDF_Elternzeit_d_100920.pdf

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27. Mai 2013, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Ablehnung des Familienartikels: Probleme sind nicht vom Tisch

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist enttäuscht über die knappe Ablehnung des Familienartikels aufgrund des fehlenden Ständemehrs. Mit dem Nein wurde die Chance verpasst, ein starkes Zeichen für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu setzen. Die realen Probleme der Familien sind damit aber nicht vom Tisch und es droht ein kantonaler Flickenteppich. Travail.Suisse wird sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass die Familien auf verlässliche und familienfreundliche Rahmenbedingungen zählen können. Denn nichts zu tun wird die Schweiz und die Wirtschaft längerfristig mehr kosten als Investitionen in die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. mehr

Travail.Suisse ist enttäuscht, dass der Familienartikel abgelehnt wurde. Damit wurde die Chance verpasst, die Weichen zugunsten einer zeitgemässen Familienpolitik zu stellen. Zwar wurde weit herum das Bedürfnis nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie anerkannt. Offensichtlich hat aber die Angstmacherei um die Kosten und auch die fehlende Unterstützung der Wirtschaft zum heutigen Ergebnis geführt. Das ändert jedoch nichts am Nachholbedarf, den die Schweiz punkto Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat.

Nun droht ein Flickenteppich an Betreuungsinfrastrukturen anstatt dass Verlässlichkeit für alle Familien geboten wird. Will die schweizerische Gesellschaft und Wirtschaft zukunftsfähig bleiben, müssen insbesondere zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten im Vorschulbereich und familienfreundliche Arbeitszeiten sowie mehr und gute Teilzeitstellen angeboten werden.

Wird den jungen Familien hingegen weiterhin eine echte Wahlfreiheit bezüglich ihres Familienmodells verwehrt, hat dies gesellschaftlichen Folgen: Das Arbeitskräftepotenzial – vor allem der gut ausgebildeten Frauen – wird nicht ausgeschöpft und damit der künftige Fachkräftemangel verschärft. Oder junge Paare werden noch vermehrt auf Kinder verzichten und somit den demografischen Druck verschärfen. Beides kommt die Schweiz langfristig teuer zu stehen.

Wichtige Themen sowohl der Vereinbarkeit – die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Angehörigenpflege – als auch die Armutsbekämpfung, die Familienzulagen und ein angemessener Vaterschaftsurlaub wurden vom Familienartikel nicht tangiert. Sie sind jedoch für eine zeitgemässe Familienpolitik von grosser Wichtigkeit. Travail.Suisse wird sich deshalb weiterhin für verlässliche Rahmenbedingungen für alle Familien in der Schweiz einsetzen.

Für mehr Informationen:
Martin Flügel, Präsident, Tel. 079/743’90’05
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 078 625 72 73

03. März 2013, Martin Flügel, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: Zeit, Geld und Infrastruktur als Voraussetzung

Die Delegierten von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenbetreuung. Das haben sie heute an ihrer Versammlung in Bern mit einer Resolution unterstrichen. Mit einer zweiten Resolution fordern sie das Parlament auf, die flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zu verschärfen und damit dem steigenden Druck auf die Löhne und Arbeitsbedingungen einen Riegel zu schieben. mehr

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung, die stärkere Beteiligung der Frauen aller Altersgruppen an der Erwerbstätigkeit und der voraussehbare Kostenanstieg im Gesundheitsbereich verlangen nach einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben. Betreuung und Pflege der Angehörigen (Kinder und ältere Angehörige) in der Familie machen bereits einen Fünftel aller in der Schweiz geleisteten Arbeitsstunden aus, wovon vier Fünftel nicht entschädigt werden.

Damit die Familien ihre Aufgaben gegenüber ihren Angehörigen vollumfänglich wahrnehmen können, brauchen sie Zeit, Geld und angemessene Infrastrukturen. Die Delegierten von Travail.Suisse haben sich an ihrer heutigen Versammlung mit der Thematik der Betreuung und Pflege von Eltern und Angehörigen als neue Dimension der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandergesetzt. Sie fordern, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die Betreuungs- und Pflegeaufgaben für ihre Angehörigen übernehmen, das Recht bekommen, Teilzeit zu arbeiten. Jene Personen, die ältere Angehörige betreuen, müssen ein Taggeld von 25 Franken erhalten. Zudem muss der Staat dafür sorgen, dass Familien in der ganzen Schweiz mit einem angemessenen und qualitativ hochstehenden Angebot an Pflege- und Betreuungsleistungen rechnen können.

Flankierende Massnahmen – Wirkungsvolle Solidarhaftung einführen

Der Bericht über die Umsetzung der flankierenden Massnahmen im Jahr 2011 zeigt: Lohndumping ist ein grosses Problem. Travail.Suisse fordert vom Parlament, in der Sommersession weitere griffige Anpassungen der flankierenden Massnahmen zu beschliessen. Erstens eine wirksame Solidarhaftung des Generalunternehmens gegenüber seiner gesamten Subunternehmerkette. Der Geltungsbereich der Solidarhaftung muss breit gefasst werden, ansonsten verkommt das Anliegen zu einem Papiertiger. Zweitens muss das Parlament die Verwaltungsbussen analog der Bestimmungen der Österreicher auf ein Niveau erhöhen, das schmerzt und abschreckt.

11. Mai 2012, Therese Schmid, Leiterin Administration Drucker-icon

12 Erfahrungsberichte berufstätiger Paare mit Kindern zur Vereinbarkeit von Familie und Karriere

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zwar heute ein Anliegen vieler Eltern, die damit verbundenen Herausforderungen sind aber noch immer sehr gross. Eine neue Publikation zeigt anhand von Interviews mit betroffenen Paaren auf, wie sie die Situation erleben und meistern. Unter den Befragten befinden sich auch Travail.Suisse-Präsident Martin Flügel und seine Frau Regula Müller, Leiterin der Koordinationsstelle Sucht der Stadt Bern.

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20. September 2011, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

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