Themen – Gleichstellung – Mutterschaft und Vaterschaft

Nein zum Vaterschaftsurlaub

Heute hat der Nationalrat die parlamentarische Initiative Candinas für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub abgelehnt. Damit politisiert er einmal mehr weit an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei. mehr

Travail.Suisse setzt sich seit Jahren für einen Vaterschaftsurlaub ein. “Der heutige Entscheid ist ein Hohn für alle Väter und Mütter. Der Nationalrat will damit nicht einmal einer Minimallösung zum Durchbruch verhelfen. Eine solche Familienpolitik ist alles andere als zeitgemäss”, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik von Travail.Suisse.

Travail.Suisse bereitet deshalb in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen eine Volksinitiative für einen Vaterschaftsurlaub von 20 Arbeitstagen vor. Die Initiative soll noch diesen Frühling lanciert werden. Heute haben Väter bei der Geburt eines Kindes kein Anrecht auf Vaterschaftsurlaub. Im Rahmen der üblichen freien Tage und Stunden gemäss Obligationenrecht wird ihnen von ihrem Arbeitgeber meistens ein einziger arbeitsfreier Tag zugesprochen. Das ist gleichviel wie für einen Umzug. Moderne Väter wollen aber ab dem ersten Tag für ihre neue Familie Verantwortung übernehmen, und zwar nicht nur finanziell, sondern auch in zeitlicher Hinsicht. Ein Vaterschaftsurlaub, der diesen Namen verdient, ist deshalb ein dringendes Anliegen, dem endlich zum Durchbruch verholfen werden muss.

Mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Travail.Suisse, 031 370 21 11, 079 777 24 69

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27. April 2016, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Parlament sperrt sich weiter gegen einen Vaterschaftsurlaub

Nachdem sich die gleiche Kommission vor nicht einmal einem Jahr für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen hatte, ist sie nun in der neuen Zusammensetzung zurückgekrebst. Das zeigt, dass der längst fällige Vaterschaftsurlaub erst zur Realität wird, wenn die Bevölkerung das Heft mittels Volksinitiative selber in die Hand nimmt. mehr

Die Sozialkommission des Nationalrats beantragt ihrem Rat, der parlamentarischen Initiative Candinas für einen zehntägigen Vaterschaftsurlaub keine Folge zu geben. Obschon der Bedarf längstens erwiesen ist, der Vaterschaftsurlaub zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für junge Familien viel beitragen würde und eine repräsentative Umfrage zeigt, dass ein Grossteil der Bevölkerung einen Vaterschaftsurlaub befürwortet, schaltet das Parlament aus ideologischen Gründen auf stur. Das zeigt: Ohne den Druck einer Volksinitiative zum Thema Vaterschaftsurlaub wird sich nichts bewegen. Travail.Suisse hat deshalb bereits im Dezember beschlossen, zusammen mit weiteren Organisationen eine Volksinitiative vorzubereiten.

Für weitere Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 079 777 24 69

22. Januar 2016, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Vaterschaftsurlaub: Travail.Suisse bereitet Volksinitiative vor

Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner Sitzung vom 9. Dezember 2015 ohne Gegenstimme beschlossen, die Arbeiten zur Lancierung einer Volksinitiative für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub an die Hand zu nehmen. Über die Lancierung entscheiden wird die Delegiertenversammlung Ende April 2016. mehr

Der Vorstand von Travail.Suisse hat nach der gescheiterten parlamentarischen Initiative für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von 10 Tagen von Nationalrat Candinas über das weitere Vorgehen entschieden, damit dem Anliegen für einen angemessenen Vaterschaftsurlaubs zum Durchbruch verholfen werden kann. Der Vorstand von Travail.Suisse stellt fest, dass im Parlament keine Mehrheit für das breit getragene Anliegen aus der Bevölkerung besteht. Bereits vor dem Vorstoss Candinas scheiterten mehrere Anläufe dazu im Parlament. Das Ergreifen einer Volksinitiative ist deshalb der logische Schritt. Die Stimmberechtigten müssen darüber entscheiden können. Mit einer Volksinitiative hat die Bevölkerung die Möglichkeit, dem Anliegen endlich zum Durchbruch zu verhelfen.

Der Vaterschaftsurlaub ist ein echtes Bedürfnis: Das hat unter anderem die repräsentative Umfrage gezeigt, die Travail.Suisse im Spätsommer dieses Jahres durchgeführt hat. 80 Prozent der Stimmberechtigten sind dafür, dass Väter nach der Geburt eines eigenen Kindes einen gesetzlichen Anspruch auf einen bezahlten Vaterschaftsurlaub haben. Heute wird den meisten Vätern höchstens ein freier Tag gewährt. Nur wenige Unternehmen sehen einen Urlaub von 10 Tagen vor. Und ganz rar sind jene, die einen echten Vaterschaftsurlaub von mindestens 20 Arbeitstagen anbieten.

Der Vorstand von Travail.Suisse will deshalb eine Volksinitiative lancieren. Er hat die Geschäftsleitung mit der Vorbereitung einer Volksinitiative für einen Vaterschaftsurlaub von 20 Arbeitstagen beauftragt. Gleichzeitig werden die 11 Mitgliedsverbände von Travail.Suisse eingeladen, die Volksinitiative zu unterstützen. Parallel werden weitere Verbände und Organisationen ausserhalb von Travail.Suisse für eine Unterstützung der Volksinitiative angefragt. Es ist das erklärte Ziel von Travail.Suisse, mehrere Organisationen aus der Zivilgesellschaft in einer breiten Allianz vereinen zu können. Zusammen mit diesen Organisationen soll die Initiative dann Anfang Mai 2016 gestartet werden. Definitiv über die Lancierung der Initiative zum Vaterschaftsurlaub entscheiden wird die Delegiertenversammlung von Travail.Suisse Ende April des nächsten Jahres.

Für weitere Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse, 031 370 21 11 oder 079 287 04 93

10. Dezember 2015, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon

Sozialkommission des Ständerates politisiert an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ist verärgert über die Ablehnung der parlamentarischen Initiative Candinas durch die Sozialkommission des Ständerates. Die Kommission politisiert mit diesem Entscheid völlig an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei: 80 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger befürworten einen gesetzlichen und bezahlten Vaterschaftsurlaub. Es zeichnet sich ab, dass diese das Heft selbst werden in die Hand nehmen müssen. mehr

Nachdem sich die SGK des Ständerates Anfang September mit fadenscheinigen Argumenten um den Entscheid über die parlamentarische Initiative Candinas für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub gedrückt hatte, hat sie den Vorstoss an ihrer gestrigen Sitzung – notabene nach den eidgenössischen Wahlen – kaltschnäuzig abgelehnt. Und dies obwohl sich die Schwesterkommission im Nationalrat noch dafür ausgesprochen hatte. Mit diesem Entscheid stösst die SGK des Ständerates eine grosse Mehrheit der Bevölkerung vor den Kopf: Eine im Auftrag von Travail.Suisse durchgeführte repräsentative Umfrage hatte nämlich ergeben, dass 80 Prozent der Bevölkerung der Einführung eines Vaterschaftsurlaub will.

Heute erhalten Väter bei der Geburt eines Kindes gemäss Obligationenrecht von ihrem Arbeitgeber einen arbeitsfreien Tag zugesprochen, also gleichviel wie für einen Umzug. Moderne Väter wollen aber ab dem ersten Tag für ihre neue Familie Verantwortung übernehmen, und zwar nicht nur finanziell, sondern auch in zeitlicher Hinsicht. Ein Vaterschaftsurlaub, der diesen Namen verdient, ist deshalb ein dringendes Anliegen, dem endlich zum Durchbruch verholfen werden muss.

Der Ball liegt jetzt beim Gesamtständerat. Matthias Kuert Killer warnt: „Wenn der Vaterschaftsurlaub auch dort scheitert, wird die Bevölkerung das Heft in die Hand nehmen und das Anliegen mit einer Volksinitiative durchsetzen müssen.“

Für mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 031/370’21’11 oder 079/777‘24‘69

04. November 2015, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Sozialkommission des Ständerats kann wichtiges Zeichen für Vaterschaftsurlaub setzen

Heute und morgen tagt die Sozialkommission des Ständerats letztmals in alter Zusammensetzung, unter anderem zum Thema Vaterschaftsurlaub. Nachdem die Kommission die parlamentarische Initiative Candinas, welche einen zweiwöchigen, über die EO bezahlten Vaterschaftsurlaub fordert, im Sommer mit fadenscheinigen Argumenten verschoben hatte, muss sie nun Stellung beziehen. Travail.Suisse fordert von der Kommission ein klares Zeichen für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub. mehr

Die Zeit für einen Vaterschaftsurlaub ist reif. Eine im Sommer im Auftrag von Travail.Suisse durchgeführte repräsentative Umfrage zeigt, dass über 80 Prozent der Bevölkerung einen gesetzlichen und bezahlten Vaterschaftsurlaub befürworten. Mit der parlamentarischen Initiative Candinas liegt ein – wenn auch sehr bescheidener – Vorschlag auf dem Tisch. Nachdem sich das Parlament bisher um eine Lösung gedrückt hat, ist es nun an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Travail.Suisse fordert, dass auch die Sozialkommission des Ständerats endlich die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Familien ernst nimmt und mit einem Ja den Auftrag gibt, ein konkretes Gesetz auszuarbeiten. So oder so wird Travail.Suisse den Druck hochhalten: Es geht nicht an, dass die Vaterschaft gesetzlich mit einem freien Tag gleich behandelt wird wie ein Wohnungsumzug.

Für mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 031/370’21’11 oder 079/777’24’69

02. November 2015, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

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