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Erste nationale Plattform für pflegende und betreuende Angehörige

In naher Zukunft wird es in der Schweiz immer mehr ältere Menschen geben, die auf Betreuung und Pflege angewiesen sind. Viele von ihnen möchten möglichst lange zu Hause bleiben. Um das zu ermöglichen, bieten ihnen die Angehörigen ihre Hilfe an – zum Teil obwohl sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Website www.info-workcare.ch von Travail.Suisse stärkt die generationenübergreifende Hilfe innerhalb der Familien. Sie bietet kostenlose Informationen, Ratschläge, Tools und nützliche Adressen für alle erwerbstätigen pflegenden Angehörigen.

Die erste nationale Plattform für pflegende und betreuende Angehörige wurde am 25. Oktober mit einer Tagung lanciert, seither ist die dreisprachige Website www.info-workcare.ch (d/f/i) online.

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Die Informationswebsite für berufstätige betreuende Angehörige ist bedürfnisgerecht

In den letzten Monaten haben die Besucherzahlen der Website www.info-workcare.ch zwar abgenommen, sie bleiben aber mit gegen 500 Besuchern pro Monat hoch. Um mehr über das neue Informationsangebot für berufstätige betreuende Angehörige zu erfahren, hat Travail.Suisse eine externe Stelle mit einer Bewertung des Angebots betraut. Der Fall ist klar: Die erste kostenlose nationale Plattform in drei Sprachen entspricht den Bedürfnissen der Zielgruppe. mehr

Nach dem anfänglichen Ankündigungs- und Neuigkeitseffekt hat sich die Erwartung, dass die Besucherzahlen der Website www.info-workcare.ch zurückgehen, bewahrheitet. In den letzten sechs Monaten, d. h. von März bis August, wurden monatlich rund 640 Sitzungen und 480 Benutzer gezählt, was etwas mehr als die Hälfte ist als die von Travail.Suisse in den ersten Monaten erhobenen Zahlen (1000 Besucher pro Monat). Pro Sitzung ruft eine Benutzerin oder ein Benutzer rund 6 Seiten ab. Diese Besucherzahlen sind, über die ganze Periode betrachtet, ziemlich stabil.

Die Website www.info-workcare.ch, die am 25. Oktober 2016 dank vom Gleichstellungsgesetz vorgesehener Finanzhilfen aufgeschaltet werden konnte, wird insbesondere von Benutzerinnen und Benutzern in der Deutschschweiz aufgerufen: Im letzten halben Jahr betrafen 51 % der Sitzungen den deutschen Teil der Website, während 35 % auf den französischen Teil entfielen. Die italienische Website verzeichnet nur wenige Aufrufe (4 %). Die restlichen Sitzungen erfolgten hauptsächlich von Computern mit englischer Benutzeroberfläche aus.

Hohe Besucherzahlen in der Westschweiz, anlaufende Sensibilisierung in der Deutschschweiz

Bei der kantonalen Herkunft der Benutzer zeigt sich ein ähnliches Bild: Die meisten stammen aus der Deutschschweiz (67 %), aber ein grosser Teil entfällt auf die Westschweiz (31 %). Nur 2,21 % der Aufrufe kommen aus dem Tessin. In der Deutschschweiz belegt der Kanton Zürich den Spitzenplatz mit 31 % der Sitzungen, gefolgt von Waadt und Bern (13,9 % und 12,55 %) sowie dem Westschweizer Trio Wallis (6,5 %), Genf (4,8 %) und Freiburg (4,3 %) sowie dem Kanton Luzern (4,2 %). Die restlichen Kantone machen jeweils nur wenige Prozentpunkte aus.

Diese relativ hohen Besucherzahlen aus der Westschweiz sind darauf zurückzuführen, dass die Westschweizer Kantone, allen voran der Kanton Waadt, der eine Pionierrolle innehatte, das Thema der betreuenden Angehörigen seit mehreren Jahren aktiv bearbeiten. Der Tag der betreuenden Angehörigen am 30. Oktober (www.betreuende-angehoerige-tag.ch), der von den Kantonen organisiert wird, erlaubt es, die Angebote von Verbänden und Organisationen im Gesundheitsbereich regional bekannt zu machen, die Thematik an Vorträgen zu erörtern usw. Es nehmen die sechs Westschweizer Kantone teil, während in der Deutschschweiz auf kantonaler Ebene (noch) keine ähnliche Initiative besteht.

Doch langsam kommt der Stein ins Rollen, insbesondere in Zürich. Denn am 30. Oktober 2017 nimmt Travail.Suisse an einer Impulsveranstaltung mit dem Titel «Berufstätig sein und Angehörige betreuen: Wie gelingt dies?» teil. Diese Veranstaltung wird vom Entlastungsdienst Schweiz organisiert, einer gemeinnützigen Organisation, die in verschiedenen Deutschschweizer Kantonen tätig ist. Fachpersonen aus dem Carebereich werden an der Veranstaltung auftreten, darunter Prof. Dr. Iren Bischofberger des Forschungsinstituts Careum Forschung, die die Entwicklung von info-workcare.ch verfolgt hat, aber auch betreuende Angehörige und Vertreter der Wirtschaft und der Berufswelt.

www.info-workcare.ch entlastet die betreuenden Angehörigen effektiv

Das Analyseinstrument auf der Website (Google Analytics) liefert uns interessante Zahlen. Dank dieser Technologie erfahren wir, dass die Website beispielsweise hauptsächlich von Computern aus aufgerufen wird (PC, Laptop: 74,4 % der Sitzungen), weniger vom Mobiltelefon aus (18,4 %) und noch weniger von einem Tablet aus (7,2 %).

Um noch mehr Details zu erfahren, hat Travail.Suisse das Büro INTERFACE in Luzern mit einer qualitativen Bewertung beauftragt. Dank einer Fokusgruppe, die während der Konzeption der Website zusammengestellt wurde, und einem anonymen Fragebogen, der von den Benutzern der Website nach ihrer Aufschaltung abgerufen werden konnte, liefert die Bewertung ermutigende Ergebnisse, auch wenn der Fragebogen nur während einer relativ kurzen Periode online war (21. März bis 9. Mai).

Die Bewertung hat gezeigt, dass das ursprünglich anvisierte Zielpublikum die Website auch tatsächlich nutzt: Berufstätige Männer und Frauen, die hilfsbedürftige Angehörige in ihrer Freizeit betreuen. Die Website bietet der Zielgruppe eine gewisse Entlastung: Betreuende Angehörige können nun endlich alle erforderlichen Informationen an einem Ort finden. Sie können die Betreuung ihrer Angehörigen dank der Website organisieren und erhalten Unterstützung dabei, ihre Berufstätigkeit und die Betreuung von Angehörigen unter einen Hut zu bringen.

Die Benutzer der Website finden sich leicht zurecht

Die Website enthält eine Fülle an Informationen, die online gelesen oder als PDF-Dokumente heruntergeladen und offline gelesen werden können. Letzteres wird übrigens besonders geschätzt. Trotz der vielen Informationen finden aber die Benutzerinnen und Benutzer rasch die Informationen, die sie benötigen. Kritisiert wurden die zahlreichen internen Verlinkungen der Website, und der Internetauftritt wurde bereinigt und von den mehrfach vorhandenen Links «befreit».

Gemäss Bewertung entsprechen die Inhalte den Bedürfnissen der berufstätigen betreuenden Angehörigen, also der Zielgruppe der Website www.info-workcare.ch. Die behandelten Themen werden als richtig und wichtig beurteilt. Kein Thema wird als überflüssig erachtet. Die Informationen sind für die allermeisten Personen, die sich an der Onlinebefragung beteiligt haben, verständlich.

Die nützlichen Adressen erfreuen sich grosser Beliebtheit

Die Benutzerinnen und Benutzer der Website suchen insbesondere allgemeine Informationen, Adressen sowie Tipps – diese Seiten werden am meisten abgerufen. Eine regelmässige Aktualisierung der Adressen wird gewünscht und empfohlen. Die letzte Überarbeitung hat übrigens im letzten August stattgefunden.

Seither können die Organisationen, die Dienstleistungen für betreuende Angehörige anbieten, Travail.Suisse ihr Angebot mithilfe einer vorformatierten Excel-Datei melden. Sie müssen nicht mehr das Onlineformular ausfüllen, was sich für Organisationen, die in mehreren oder gar in allen Kantonen tätig sind, als sehr mühselig erwiesen hat.

Das Projekt wird Ende 2017 auslaufen. Eine neue Kampagne, um die Website www.info-workcare.ch in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen, wird gerade vorbereitet. Diese Massnahme entspricht einer Empfehlung des Büros INTERFACE, das die Bewertung durchgeführt hat.

Künftig soll das Angebot der Website verbessert und erweitert werden, insbesondere in Bezug auf das Thema Behinderung, das anfangs bewusst ausgeklammert worden war. Die Zukunft wird zeigen, wie die erste nationale Plattform mit Informationen für berufstätige betreuende Angehörige sich weiterentwickeln wird. Auf jeden Fall wird Travail.Suisse sein Engagement unverändert stark weiterführen.


Veranstaltung zum Tag der Angehörigenpflege
Montag, 30. Oktober 2017, 17 bis 19 Uhr in Careum Auditorium in Zürich

Am Tag der Angehörigenpflege findet in Zürich die Impulsveranstaltung „Berufstätig sein und Angehörige betreuen: Wie gelingt das?“ statt. Travail.Suisse als Betreiber der Plattform www.info-workcare.ch unterstützt die Veranstaltung.

Sind betreuende und pflegende Angehörige gleichzeitig berufstätig, so haben sie eine anspruchsvolle Aufgabe zu meistern. Am 30. Oktober, dem Tag für pflegende und betreuende Angehörige, steht die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Betreuungsarbeit im Fokus. Denn die Unterstützung von kranken, behinderten oder hochaltrigen Angehörigen ist eine Herausforderung – für den einzelnen Menschen, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft. Die Impulsveranstaltung soll die aktuelle Situation sichtbar machen, den Dialog zwischen Angestellten, Arbeitgebern und der öffentlichen Hand fördern, aber auch Erfolgsmodelle und Stolpersteine thematisieren.

Mehr Infos unter www.angehoerige-pflegen.ch/workcare

18. September 2017, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik

www.info-workcare.ch – die Evaluation durch die Benutzerinnen und Benutzer läuft

Fast tausend Personen besuchen jeden Monat die am 25. Oktober lancierte Website www.info-workcare.ch, die Informationen und Tipps für berufstätige betreuende Angehörige bereithält. Während einiger Wochen haben sie die Möglichkeit, ihre Meinung zum neuen kostenlosen Angebot von Travail.Suisse kundzutun. mehr

Seit dem 21. März werden die Besucher der Website www.info-workcare.ch, der ersten nationalen Website mit kostenlosen Informationen für berufstätige betreuende Angehörige, um ihre Meinung zum neuen Angebot von Travail.Suisse gebeten. In einer kurzen Onlineumfrage können sie mitteilen, ob sie auf der Website die gesuchten Informationen zur Vereinbarkeit ihrer Berufstätigkeit mit den Care-Aufgaben bei ihren Angehörigen gefunden haben.

Fachleute wissen: Berufstätige, die innerhalb ihrer Familie Care-Aufgaben übernehmen, verschweigen ihre Doppelbelastung sehr lange, was häufig zulasten ihrer eigenen Gesundheit geht. Wahrscheinlich aus Scham oder weil sie – oft zu Unrecht – glauben, alles alleine meistern zu können. Aus diesem Grund hat Travail.Suisse darauf verzichtet, ein Dutzend betroffene Personen zu rekrutieren, damit diese in persönlichen Interviews an einer Evaluation der Website teilnehmen. Das Büro INTERFACE in Luzern hat stattdessen einen Fragebogen mit rund 15 Fragen erstellt, der in 5 bis 10 Minuten ausgefüllt werden kann. Die Fragen gehen natürlich auf den Inhalt ein, aber auch auf die Gestaltung, die technische Umsetzung sowie den Zweck der Website.

Die Evaluation bleibt bis Ende April online, und die Informationen, die daraus gewonnen werden, dienen dazu, das Angebot von info-workcare.ch zu optimieren. Seit ihrer Aufschaltung vor fünf Monaten verzeichnet die Website rund 1000 Besucherinnen und Besucher pro Monat. Nach dem anfänglichen Ankündigungseffekt und der Neugier zu Beginn scheinen die Besuchszahlen ziemlich stabil zu sein.

Unterstützung vom Bund

Die Website www.info-workcare.ch ist das Ergebnis eines Projekts, das mit finanziellen Mitteln unterstützt wurde, die vom Gesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann vorgesehen und vom Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) gewährt wurden. Das Projekt wurde von Johann Schneider-Ammann, der bei der Lancierung der Website amtierender Bundespräsident war, unterstützt. Denn www.info-workcare.ch trägt auch zu den Bemühungen des Bundes bei, den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen. Die Website ermutigt die betreuenden Angehörigen, weiterhin am Berufsleben teilzunehmen, indem sie ihnen – unter anderem – Tipps zur Vereinbarkeit gibt, gute Praktiken bestimmter Unternehmen aufzeigt oder eine Liste von nach Regionen und Leistungen aufgeteilte Adressen bereitstellt, an die sich Betroffene wenden können. Mit Testimonial-Videos versucht www.info-workcare.ch alle berufstätigen betreuenden Angehörigen sowie die Unternehmen zu sensibilisieren: Es muss möglich sein, Care-Aufgaben, die in der Familie wahrgenommen werden, am Arbeitsplatz zu thematisieren. Denn fast jede zweite berufstätige Person wird früher oder später davon betroffen sein. Und das wird sich zwangsläufig auf die Berufstätigkeit auswirken.

11. April 2017, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik

Bessere Anerkennung der Betreuungsarbeit: Der Bundesrat bestätigt Handlungsbedarf

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst den Entscheid des Bundesrates, nach Lösungen zu suchen, um pflegende Angehörige, die im Erwerbsleben stehen, zu entlasten. Nur ein ausreichender Erwerbsersatz gewährleistet, dass Arbeitnehmende Beruf und Betreuungsarbeit miteinander vereinbaren und im Erwerbsleben bleiben können. mehr

Ein Kurzurlaub, um ein krankes Familienmitglied zu pflegen; ein länger dauernder Betreuungsurlaub, wenn das eigene Kind schwer erkrankt oder einen Unfall erleidet; ein ausreichender Erwerbsersatz über die Erwerbersatzordnung in beiden Fällen: Das sind die Massnahmen, die Travail.Suisse seit mehreren Jahren fordert. Der Bundesrat machte heute den Weg frei für diese dringend notwendigen Verbesserungen, welche dazu beitragen, die Betreuung und Begleitung von Angehörigen durch erwerbstätige Personen zu fördern.

Die Vorlage muss auch Angehörige, die Verwandte mit leichter Hilflosigkeit oder Konkubinatspartner betreuen und pflegen, einbeziehen.

Der Bundesrat folgt mit seinem heutigen Entscheid der gleichen Logik wie letzten Dezember, als er das Postulat von Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, Präsident des Personalverbands transfair, angenommen hatte: Die Landesregierung hatte mit der Annahme dieses Vorstosses entschieden, einen Bericht zu verfassen, der aufzeigt, wie für pflegende Angehörige eine angemessene BVG-Deckung aufrechterhalten werden kann.

Travail.Suisse erwartet mit grossem Interesse den heute in Aussicht gestellten Gesetzesentwurf. In der Zwischenzeit können sich Betroffene auf der ersten nationalen Plattform für pflegende Angehörige www.info-workcare.ch, die von Travail.Suisse im Oktober 2016 lanciert worden ist, informieren.

>> mehr zum Thema work+care

Für weitere Informationen:
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik, Tel. 079 598 06 37 oder 031 370 21 11

01. Februar 2017, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik

www.info-workcare.ch – schon über 500 Aufrufe pro Woche

Zwei Monate nach ihrer Lancierung wird die erste nationale Plattform mit Informationen und Ressourcen für berufstätige betreuende Angehörige immer häufiger aufgerufen. Die von Travail.Suisse am 25. Oktober 2016 lancierte Website www.info-workcare.ch wird im Schnitt über 500 Mal pro Woche besucht, wie der Zähler auf der Website belegt. Gemäss den automatisch von Google Analytics gelieferten Daten handelt es sich mehrheitlich um männliche, deutschsprachige Benutzer. Travail.Suisse plant, die Adressen in etwa jeden Monat zu aktualisieren. Die erste Aktualisierung hat im November stattgefunden und berücksichtigte von Benutzern online angelieferte Angaben. mehr

Bei der Programmierung der neuen Website wurde ein automatischer Besuchszähler mit der Technologie von Google Analytics installiert. Die ersten Zahlen zeigen, unter Ausklammerung der ersten Woche mit hohen Besuchszahlen infolge des «Ankündigungseffekts», dass die Website im Durchschnitt in 500 Sitzungen von 335 Besuchern aufgerufen wird. Insgesamt surften zwischen 25. Oktober – als die Website lanciert wurde – und 12. Dezember 2814 Personen auf www.info-workcare.ch in 3805 Sitzungen. Über 23 000 Seiten wurden aufgerufen.

Dank der von Google eingesetzten Technologie lassen sich auch demografische und geografische Angaben der Benutzerinnen und Benutzer auswerten. Selbstverständlich stehen diese Daten nur für Benutzerinnen und Benutzer zur Verfügung, die sich mit ihrem Google-Konto identifiziert haben. Das bedeutet, dass einige nicht identifizierte Benutzer nicht aufgeführt werden. Die gesammelten Daten zeigen, dass es sich bei den Benutzern meist um Männer (54 %) handelt, obwohl die betreuenden Angehörigen hauptsächlich Frauen sind. Was hingegen keine Überraschung darstellt, ist, dass die Website www.info-workcare.ch grossmehrheitlich von Deutschsprachigen (64 %) aufgerufen wird, gefolgt von den Französischsprachigen (17 %) und den Italienischsprachigen (5 %); bei den restlichen 14 % war die Sprache nicht auswertbar.

Erste Aktualisierung der Adressen

Die Informationswebsite www.info-workcare.ch prüft die für berufstätige betreuende Angehörige nützlichen Adressen, damit sie die gesuchten Dienstleistungen einfach finden. Über 1000 Adressen sind bereits aufgeführt, untergliedert nach Kantonen und Art der gesuchten Dienstleistungen. Diese wiederum sind in 15 Haupt- und 64 Unterkategorien unterteilt. Travail.Suisse hat sich bei dieser Aufgabe in die betreuenden Angehörigen hineinversetzt, die Informationen suchen. Die grösste Herausforderung bestand darin, unterschiedlich benannte Dienstleistungen mit ähnlichem Inhalt zu gruppieren. Denn häufig kann jede regionale Organisation die Namen verwenden, die sie will, auch wenn sie einer nationalen Organisation unterstellt ist.

Alle angebotenen Dienstleistungen mussten genau geprüft werden, eine akribische Arbeit, bei der äusserst spezielle und einzigartige Unterstützungsleistungen zum Vorschein kamen. Wie die Finanzhilfe von Caritas Graubünden für sehr arme Personen, die Haustiere halten. Diese Hilfe ermöglicht es ihnen, Tiernahrung zu kaufen, ohne sich selbst einschränken zu müssen.

Fehlt eine wichtige Adresse oder finden die Benutzerinnen und Benutzer Fehler, können sie uns das melden, und zwar mit dem Kontaktformular in der Rubrik «Kontakt», wie dies bereits einige Benutzer gemacht haben. Einen Monat nach der Lancierung wurde www.info-workcare.ch ergänzt. Insgesamt wurden rund fünfzig neue Adressen und Ergänzungen hinzugefügt sowie kleinere Korrekturen vorgenommen. Die Korrekturen werden aber nicht automatisch aufgeschaltet, sondern jede neue Adresse wird zuerst von Travail.Suisse geprüft. Entspricht sie der Politik von info-workcare.ch, wird sie online gestellt.

Publikationspolitik und Präsenz auf einem sozialen Netz

Travail.Suisse musste eine strenge Publikationspolitik einführen. Die auf der Website aufgeführten Adressen gehören hauptsächlich Verbänden und Organisationen ohne Gewinnorientierung, die – nach Möglichkeit – gesamtschweizerisch tätig sind. Ebenfalls im Verzeichnis enthalten sind Angebote von anerkannten und/oder öffentlich finanzierten Organisationen und Einrichtungen. Rein kommerzielle Adressen werden nicht aufgeführt. Die Website www.info-workcare.ch hat über das Gleichstellungsgesetz Finanzhilfen vom Bund erhalten, ist nicht gewinnorientiert und kostenlos zugänglich. Aus diesem Grund werden keine kommerziellen Angebote aufgeschaltet.

Einige Adressen, die über das Onlineformular gemeldet wurden, waren schon registriert, allerdings unter der allgemeinen Kategorie «Diverse – Diverse Leistungen». Das ist manchmal so, wenn ein grosser, bereits sehr gut organisierter Verband wie beispielsweise Pro Senectute Zürich, online die vielen angebotenen Leistungen erfasst. Diese Organisation stellt auf ihrer Website eine Suchmaske bereit. Falls eine kantonale Behörde oder ein Verband lokale Adressen erfasst, führt info-workcare.ch ihre Benutzer nur zu dieser Erfassung. Dadurch werden einerseits Doppelspurigkeiten vermieden und andererseits sollte der grosse Aktualisierungsaufwand bei der Organisation oder dem Verband verbleiben, der die Adresse zuerst erfasst hat.

Allgemeine Neuigkeiten für betreuende Angehörige und zu info-workcare.ch werden auf Facebook veröffentlicht unter @infoworkcare.ch (wegen beschränkter Ressourcen nur auf Französisch). Ein Facebook-Konto ist nicht erforderlich. Über dieses soziale Netzwerk wurde über die Aktualisierung der Adressen, über Rückmeldungen zur Lancierung vom 25. Oktober sowie über das Medienecho, aber auch über Parlamentsentscheide zu diesem Thema informiert.

Benutzerevaluation des Inhalts von info-workcare.ch ab 2017

Wie Benutzer die Website nutzen, wird ab Anfang 2017 untersucht. Dazu werden etwa zwölf Personen an einer Evaluation teilnehmen, die vom Büro INTERFACE in Luzern durchgeführt wird. Interessierte Personen können sich über das Kontaktformular auf www.info-workcare.ch gerne bei uns melden.

19. Dezember 2016, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik

Care-Arbeit: Bundesrat erkennt Handlungsbedarf

Travail.Suisse begrüsst, dass der Bundesrat prüfen will, wie Care-Arbeit-Leistende zu einer angemessenen beruflichen Vorsorge kommen. Mit der Annahme des Postulats Müller-Altermatt signalisiert der Bundesrat Handlungsbereitschaft. Wir hoffen, dass er auch konkrete Lösungen aufzeigen wird. mehr

Mit der Annahme des Postulats von Nationalrat und transfair Präsident Stefan Müller-Altermatt verpflichtet sich der Bundesrat zu einem Postulatsbericht. Der Bericht soll aufzeigen, wie für Personen, die ihre Angehörigen betreuen (Care-Arbeit leisten), eine angemessene berufliche Vorsorge aufrechterhalten werden kann.
Wir erwarten, dass der Bericht konkrete Lösungsansätze aufzeigen wird und der Care-Arbeit die Bedeutung zumisst, die sie gesellschaftlich schon längst innehat.

Worum geht es?

Die Betreuung von Angehörigen (Care-Arbeit) erfordert in vielen Fällen eine Reduktion des Arbeitspensums. Wer das Pensum reduziert, verzichtet aber nicht nur auf Lohn, sondern auch auf Beiträge für die berufliche Vorsorge Dieser Ausfall in der Vorsorge ist oftmals eine Konsequenz für diejenigen, welche die Care-Arbeit zu Hause übernehmen anstatt sie an öffentliche Institutionen zu delegieren. Unter dem Strich resultieren durch Care-Arbeit für die Allgemeinheit weniger Kosten, für die Pflegebedürftigen die Beibehaltung der Nähe zu den Angehörigen, aber für die pflegenden Angehörigen eine Gefährdung ihres eigenen finanziellen Einkommens. Bleibt die berufliche Vorsorge für Care-Arbeit-Leistende gesichert, kann sich die Situation für alle Beteiligten zum Guten wenden.

Travail.Suisse für die Anerkennung der Care-Arbeit

Seit Jahren setzt sich Travail.Suisse für die Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit ein. Im Oktober haben wir die Website info-workcare.ch lanciert – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur offiziellen Anerkennung von Care-Arbeit.

Für mehr Informationen:
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik, Tel. 079 598 06 37 oder Tel. 031 370 21 11

16. Dezember 2016, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik

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