Themen – Familie – Familie und Arbeit

Jetzt keine Sparmassnahmen! Ausbau von Krippenplätzen und Mittagstischen muss weitergehen

Die erste vierjährige Etappe des Impulsprogramms des Bundes für familienexterne Betreuungsangebote läuft Anfang nächstes Jahr aus. In Anbetracht der Situation verlangt auch die zweite Etappe noch einmal das volle Engagement. Für Travail.Suisse ist der heute vom Bundesrat beschlossene Kreditantrag von 60 Millionen Franken ans Parlament ein familienpolitisches Armutszeugnis. Nun liegt es an den Parlamentarier/innen, ihre Verantwortung wahrzunehmen! mehr

Vor drei Jahren haben die eidgenössischen Räte ihre Zustimmung für eine achtjährige Anstossfinanzierung für Krippenplätze und Mittagstische gegeben. Die erste vierjährige Etappe mit einem Verpflichtungskredit von 200 Millionen Franken läuft bald aus. Ausgeschöpft werden voraussichtlich rund 110 Millionen Franken. Dem Ziel eines flächendeckenden, genügenden Angebots mit hochgerechnet 13’400 neu geschaffenen Plätzen ist man damit zwar einen Schritt näher gerückt. Der Nachfrageüberhang beträgt indes nach wie vor zwischen 50 und 100 Prozent.

Bundesrat setzt verheerendes Signal für die Familienpolitik
Der Bundesrat beantragt für die folgenden vier Jahre des Impulsprogramms gerade mal 60 Millionen Franken und setzt damit ein verheerendes Zeichen für die Familienpolitik. Er schlägt zudem alle Verbesserungsvorschläge der zwei von ihm in Auftrag gegebenen Evaluationen in den Wind.

Travail.Suisse verlangt volles Engagement!
Travail.Suisse verlangt für die zweite Vierjahresetappe den Einbezug von Erfolg versprechenden Verbesserungen der Anstossfinanzierung. Damit diese auch umgesetzt werden können, ist ein nochmaliger Verpflichtungskredit von 200 Millionen Franken nötig!

Travail.Suisse erachtet es über den Zeithorizont des Impulsprogramms hinaus als unabdingbar, die Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen grundlegend und nachhaltig im Gesetz zu verankern und zu einer normalen Aufgabe des Gemeinwesens zu machen. Nur so kann die Schweiz endlich den Bedürfnissen der Zeit gerecht werden, ein der Nachfrage angepasstes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen bereitstellen und damit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein grosses Stück näher kommen!

13. März 2006, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Anstossfinanzierung für Krippenplätze und Mittagstische: Bundesrat will knausern

Der Bundesrat beantragt dem Parlament für die zweite Hälfte des Impulsprogramms für familienergänzende Kinderbetreuung einen Kredit, dessen Höhe nicht einmal einen Drittel des ersten ausmacht. Für Travail.Suisse ist klar: Diese Sparübung ist ein äusserst negatives Signal für die Familien, die Frauen, aber auch die Wirtschaft und die Gesellschaft.

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12. Dezember 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

8 Prozent Rendite auf die Investitionen in Familienfreundlichkeit: Arbeitgeber sollen zugreifen

Eine von Unternehmerseite angeregte Studie belegt es endlich mit harten monetären Fakten: Familienfreundliche Massnahmen sind für die einzelnen Firmen gewinnbringend. Vor allem dank Einsparungen in der Personalwiederbeschaffung und –schulung konnte eine Rendite von 8 Prozent auf entsprechende Massnahmenpakete beziffert werden. Eine Handvoll Unternehmen mit Best-Practice-Beispielen können jedoch nicht über dringend zu behebende Defizite – z.B. bei den Kinderzulagen – hinwegtäuschen. Travail.Suisse fordert die Arbeitgeber also zum Profitieren auf und die Politiker/innen, nicht von ihrer Verantwortung abzulenken.

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14. November 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Erwerbsersatz bei Mutterschaft: Keine Sparübungen auf Kosten der Frauen

Bei der Neuverhandlung von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) stehen seit der Einführung des Erwerbsersatzes bei Mutterschaft regelmässig die Urlaubs- und Lohnfortzahlungslösungen bei Mutterschaft auf der Traktandenliste. Einige Arbeitgeber versuchen, von besseren Lösungen auf das gesetzliche Minimum zurückzukrebsen. Das ist nicht tolerierbar. Denn noch immer sind Arbeitnehmerinnen in vielen Belangen diskriminiert.

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PD Mutterschaftsurlaub in GAV.doc 39 KB

31. Oktober 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Studie „Familienfreundliche Unternehmenspolitik“ – Kinderzulagen haben Priorität

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, ist erfreut, dass die Familien auch für die Unternehmen und den Wirtschaftsminister ein Thema sind. Gleichzeitig darf für Travail.Suisse das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht von anderen aktuellen und für die Familien mindestens ebenso wichtigen Anliegen wie der dringenden Verbesserung der Kinderzulagen ablenken. mehr

Eine familienfreundliche Personalpolitik ist für viele Arbeitnehmenden wichtig. Gerade in Familien mit tiefen Einkommen sind bereits heute oft beide Elternteile erwerbstätig. Eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zum Beispiel durch das zur Verfügungstellen von Betreuungsplätzen, würde für diese Familien zwar keine finanzielle Besserstellung, aber zumindest eine bessere Betreuung der Kinder mit sich bringen.

Bedeutung von Kinderzulagen anerkannt
Erfreulich ist für Travail.Suisse auch, dass die Studie auf die Bedeutung von Kinderzulagen hinweist. Die Geburt eines Kindes belastet das Familienbudget oft gleich doppelt. Einerseits fallen höhere Ausgaben an. Andererseits sinkt gleichzeitig das Einkommen, weil viele Familien den Erwerbsumfang einschränken. Kinderzulagen entlasten das Familienbudget wirksam, und die Unternehmen werden in der Studie ermuntert, diese Zulagen über das gesetzliche Minimum hinaus zu erhöhen.

Politische Prioritäten nicht aus den Augen verlieren
Auch wenn möglicherweise einzelne Unternehmen bei den Kinderzulagen von sich aus eine Verbesserung vornehmen – bezeichnenderweise ist aber gerade bei diesem Punkt keine Best Practice ausgewiesen – ist für Travail.Suisse in diesem Bereich die Politik gefordert. Dies gilt umso mehr, als dass die entsprechenden Vorlagen weit fortgeschritten sind. Sowohl die Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ als auch der Gegenvorschlag dazu stehen kurz vor dem Abschluss der parlamentarischen Diskussion. Beide Vorlagen bringen, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmass, Verbesserungen für die Familien. Für Travail.Suisse müssen jetzt bei den Kinderzulagen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Hier liegt die politische Priorität, von der jetzt nicht abgelenkt werden darf.

31. Oktober 2005, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

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