Themen – Familie – Familie und Arbeit

Am 1. Juli ist es soweit: Die Mutterschaftsentschädigung erblickt das Licht der Schweiz!

Ein hart erkämpfter Meilenstein in der Gleichstellung findet endlich seine Umsetzung: Ab dem 1. Juli erhalten alle erwerbstätigen Mütter mindestens 14 Wochen Mutterschaftsurlaub bei 80 Prozent des Lohnes! Die Travail.Suisse-Kampagne „infoMutterschaft – für alle Frauen in der Schweiz“ informiert erwerbstätige schwangere und stillende Mütter über ihre Rechte am Arbeitsplatz.

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20. Juni 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Den Kampfgeist vom 14. Juni 1991 – wir brauchen ihn immer noch!

14. Juni 1991: Frauenstreiktag – und auch 14 Jahre später sind Gründe zum Protestieren keine Mangelware. Eine Travail.Suisse-Erhebung, der ALL-Test sowie eine WEF-Studie zeichnen bezüglich Gleichstellung ein nach wie vor düsteres Bild.

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06. Juni 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

8. Mai 2005 Muttertag: Schon bald mit einheitlicher Mutterschaftsversicherung, aber noch immer ohne faire Kinderzulagen!

Am Muttertag werden die Mütter von der Gesellschaft einmal ausdrücklich und offiziell wert geschätzt für die Aufgabe, welche sie das ganze Jahr über wahrnehmen. Damit diese Aner-kennung für die Mütter auch für den Rest des Jahres spürbar bleibt, reichen ein Dankeschön und ein paar liebevolle Geschenke aber nicht aus. Dieses Jahr gibt es eine gute Nachricht und eine Hoffnung in Griffweite: Die einheitliche Mutterschaftsversicherung tritt am 1. Juli in Kraft; faire Kinderzulagen können in nächster Zeit erkämpft werden. mehr

Alle Jahre wieder werden die Mütter in der Schweiz von ihren minder- und volljährigen Kindern sowie ihren Partnern mit besonderen Aufmerksamkeiten bedacht: Von Basteleien über Schokolade und Blumen bis zu edlem Schmuck wird das Muttersein geehrt. Die tägliche Realität für den Rest des Jahres ist aber nicht immer eine so blumige Glitzerwelt, die nur aus Schokoladeseiten besteht.

Das Mutterwerden wird ab dem 1. Juli dieses Jahres mit etwas weniger Problemen belastet sein: Nach 60 Jahren wird endlich der Auftrag in der Bundesverfassung erfüllt und die Schweiz erhält als eines der letzten Länder Europas eine einheitliche Mutterschaftsversicherung. Alle erwerbstätigen Frauen erhalten dann mindestens 14 Wochen Zeit, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen und sind mit 80 Prozent Lohnersatz finanziell recht gut abgesichert. Dadurch nehmen für viele Frauen in der Schweiz der finanzielle Druck und daraus resultierende stressbedingte Ge-sundheitsprobleme etwas ab.

Das Muttersein hingegen ist für immer mehr Frauen und ihre Familien mit finanziellen Sorgen verbunden. Dies obschon heute Politik und Gesellschaft immer mehr von den Kindern verlangen, sei es, weil diese die „Zukunft bedeuten“ oder weil sie die Solidarität zwischen den Genera-tionen aufrecht erhalten – sprich: die AHV sanieren – sollen. Aber die Kinderzulagen in diesem Land sind noch immer sehr chaotisch; sie variieren von Fr. 150.—pro Monat bis zu Fr. 444.—, je nach Wohnkanton, Arbeitgeber, Arbeitspensum der Eltern etc. Travail.Suisse setzt sich mit der Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ für einen einheitlichen Betrag von Fr. 15.—pro Kind und Tag ein. Nun liegt es am Parlament, die Hoffnung vieler Familien nicht einfach platzen zu lassen.

Travail.Suisse wünscht den Müttern in diesem Land einenschönen Muttertag mit vielen Geschenken – sowohl vergänglichen wie Blumen und Schokolade als auch länger anhaltenden wie Mutterschaftsversicherung und faire Kinderzulagen!

04. Mai 2005, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Offener Brief an den Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes – Aufgepasst Herr Hasler, von uns kommt schon lange viel

Herr Hasler, Sie bezichtigen in Ihrem Interview mit dem Tages-Anzeiger vom 29. Oktober 2004 die Frauen- und Arbeitnehmenden-Organisationen der Untätigkeit im Bereich Familie und Arbeit.. Sie ignorieren damit alle konkreten Bestrebungen von dieser Seite und lenken von den eigenen schwammigen Positionsbezügen ab. Und wann, Herr Hasler, wird die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ endlich eine Angelegenheit der Männer? mehr

Die Frauenorganisationen und die Gewerkschaften haben ihre Forderungen bezüglich Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon längst gestellt. Und sie haben auch einiges erreicht. Es sind mehr Teilzeitstellen geschaffen worden. Die Erwerbsquote der Frauen mit Familie hat sich massiv erhöht. Die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern sind zwar noch immer erschreckend, aber auch hier werden dank der Gewerkschaften Fortschritte erzielt.

Herr Hasler, der Arbeitgeberverband kann gemäss Ihren Aussagen nur Empfehlungen abgeben. Bei der Abstimmung über den Erwerbsersatz bei Mutterschaft hat es nicht einmal dazu gereicht. Der Arbeitgeberverband hat zu diesem zentralen Anliegen in der Sache keine Position bezogen!

Werden wir konkret! Travail.Suisse hat sich in der Sache des Erwerbsersatzes klar positioniert und sich an der JA-Kampagne beteiligt. Ebenso setzte sich Travail.Suisse für die Anschubfinanzierung für mehr Krippenplätze auf Bundesebene ein. Travail.Suisse leistet Kampagnenarbeit mit „infoMutterschaft“. Angeboten wird das, was eigentlich Sache der Arbeit-geber wäre: Informationen für erwerbstätige Frauen bezüglich ihrer Rechte am Arbeitsplatz während Schwangerschaft und Mutterschaft. Bereits 2001 hat Travail.Suisse die Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ lanciert. Endlich sollen alle Kinder in der Schweiz eine angemes-sene Zulage erhalten.

Und jetzt sollte der nächste Schritt in der Debatte um die „Familienfreundlichkeit“ eingeläutet werden. Es sind heute auch die Väter, Männer, Arbeitnehmer gefragt: mehr Teilzeitarbeit für Männer, mehr Engagement in der Familien- und Hausarbeit! Travail.Suisse hat sich im Rahmen des Projekts HalloPa! für diese Ziele eingesetzt. Das Echo bei den Arbeitgebern war „grundsätzlich positiv“, zu Taten bewegen liessen sich leider nur wenige.

02. November 2004, Anna Christen, Leiterin Gleichstellungspolitik und Daniel Furter, Geschäftsführender Parteisekretär SP Drucker-icon

Diskussion Familienbericht 2004 – Familienpolitik: Endlich Taten statt Worte

Per dringliche Interpellation hat die CVP im Nationalrat eine Diskussion des soeben erschienenen Familienberichts erwirkt. Das ist an und für sich erfreulich. Für Travail.Suisse, den Dachverband der Arbeitnehmenden, sind jetzt aber Taten statt Worte gefragt. Im Dezember kommt die Travail.Suisse-Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ in den Nationalrat. Da wird die CVP zeigen können, wie ernst es ihr ist mit der Familienpolitik. mehr

Der Ende August präsentierte Familienbericht dokumentiert ein weiteres Mal das Malaise der Familien und der Familienpolitik in der Schweiz. Die Familieneinkommen sind tiefer als die Einkommen von Haushalten ohne Kinder. Kinder sind ein Armutsrisiko. Die Chancengleichheit ist nicht mehr gewährleistet. Die Unterschiede zwischen den Kantonen bei den Kinderzulagen und den Bedarfsleistungen sind riesig und nicht zu rechtfertigen.

Die CVP ist gefordert
Mit der heutigen Debatte will die CVP, dass diese klaren Aussagen des Familienberichts zur Kenntnis genommen werden. Das ist sicher löblich. Angesichts des Malaise der Familienpolitik sind aber Taten wichtiger statt Worte. Bereits in der Dezembersession kommt mit der Travail.Suisse- Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ eine Vorlage in den Nationalrat, die den familienpolitischen Zielen der CVP klar entspricht. Im Dezember wird also nicht mehr nur geredet, sondern entschieden. Und die CVP hat es in der Hand, der Initiative im Rat eine Mehrheit zu verschaffen. Bei dieser Gelegenheit wird sich also weisen, ob es der CVP ernst ist mir der Familienpolitik oder ob am heutigen Mittwoch wieder nur „Sonntagsreden“ geschwungen wurden.

06. Oktober 2004, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

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