Themen – Bildung – Fachhochschulen

Vereinfachtes Verfahren für die Erneuerung der institutionellen Akkreditierung

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14. September 2016, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz: Eine neue Ära der Hochschulpolitik beginnt

Auf den 1. Januar 2015 ist das neue Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz HFKG in Kraft getreten. Damit beginnt eine neue Ära der strategischen Steuerung der Hochschullandschaft Schweiz. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, wird in der Hochschulkonferenz über den vierköpfigen ständigen Ausschuss der Organisationen der Arbeitswelt mit Antragsrecht mitwirken können. mehr

Bisher sind 16 Kantone, davon 8 Universitätskantone, dem Hochschulkonkordat beigetreten. Sechs weitere Kantone werden das in Kürze tun. 14 Kantone, davon 8 Universitätskantone, waren nötig für die Inkraftsetzung des HFKG. Dank diesen Beitritten kann nun eine neue Geschichte der Steuerung der Hochschullandschaft Schweiz beginnen.

Eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen

Das neue Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz HFKG schafft eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Ein Bundesrat und je ein Vertreter oder eine Vertreterin der Kantone, die dem Hochschulkonkordat beigetreten sind, bilden die Plenumsversammlung der Hochschulkonferenz. Die Leitung der Hochschulkonferenz unterliegt einem Bundesrat. 2015 ist dies Bundesrat Schneider-Ammann. Die Hochschulkonferenz ist dabei im Rahmen ihrer Zuständigkeit gleichzeitig verantwortlich für alle Hochschulbereiche (Universitäten, Fachhochschulen, pädagogische Hochschulen). Auch das ist eine Neuerung.

Zweck der Hochschulkonferenz

Nach dem HFKG Art. 1.1 soll der Bund zusammen mit den Kantonen „für die Koordination, die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit des gesamtschweizerischen Hochschulbereichs“ sorgen. Diese Aufgabe können sie z.B. erfüllen durch die Festlegung von finanziellen Rahmenbedingungen und Referenzkosten, durch die institutionelle Akkreditierung, die Schaffung von gesamtschweizerischen Regelungen beispielweise im Bereich der Weiterbildung, durch die Zugänge und Durchlässigkeiten, durch günstige Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung oder durch die Aufgabenteilung in besonders kostenintensiven Bereichen.

Ausschuss der Organisationen der Arbeitswelt

Das HFKG sieht auch einen Ausschuss aus Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitswelt vor, der aus je zwei Vertretungen der Arbeitnehmer- und je zwei der Arbeitgeberorganisationen besteht. Sie sind zu den Sitzungen der Hochschulkonferenz eingeladen und haben das Recht, dort zu den Traktanden Stellung zu nehmen und eigene Anträge einzugeben. Travail.Suisse wird – unter Vorbehalt der Wahl durch die Hochschulkonferenz vom 26. Februar 2015 – einen Sitz auf der Arbeitnehmendenseite innehaben.

Anliegen von Travail.Suisse

Travail.Suisse hat sich 2014 auf diese Aufgabe vorbereitet und ein Info-Mail zum Thema lanciert. In den vier Veröffentlichungen hat Travail.Suisse einerseits wichtigen Akteuren der schweizerischen Hochschullandschaft das Wort gegeben und andererseits die wichtigsen Anliegen ausformuliert.

Dazu gehören insbesondere,
• dass bei den Entscheidungen im Hochschulbereich das gesamte Bildungssystem im Blick bleibt;
• dass die unterschiedliche Profilierung der Hochschultypen nicht verloren geht, sondern durch entsprechende Massnahmen gestärkt wird;
• dass im Hochschulsystem wie auch im Tertiärsystem als Ganzem den Studierenden eine „ehrliche“ Durchlässigkeit garantiert wird, die ihnen einen Spurwechsel ermöglicht, sei dies in Bezug auf den Bachelor, den Master oder den PhD. Talentierte und motivierte Personen sollen nicht am System scheitern;
• dass die Mitwirkungsrechte der Dozierenden vor allem an den Fachhochschulen gestärkt werden. Eine wirkliche Teilhabe an der Gestaltung einer Hochschule beeinflusst die Motivation der Dozierenden nachhaltig und ist daher ein wichtiges Qualitätskriterium.


Info-Mail neues HFKG

Das neue HFKG ist ein für die Schweizer Bildungslandschaft einzigartiges Projekt: Alle Hochschulen – also Universitäten, ETH, EPFL, Fach- und Pädagogische Hochschulen – werden seit dem 1. Januar zentral gefördert und koordiniert. Diese Umstrukturierung bewegt das Hochschul-Umfeld: Neue Organisationen bilden sich, alte werden sich verändern und die Mitsprache wird stärker gewichtet.

Interessieren Sie sich für das Info-Mail über das neue Gesetz, das regelmässig wichtige Neuerungen, Prozesse und Themen zur Sprache bringt? Hier können Sie sich anmelden: www.travailsuisse.ch/themen/bildung/hfkg

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15 01 19 Medienservice Neues-Hochschulfoerderungsgesetz-ist-in-Kraft d.docx 15 KB

19. Januar 2015, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Reglement über die Organisation der Schweizerischen Hochschulkonferenz (OReg-SHK) – Anhörungsantwort
(nur Deutsch)

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2014 04 11 HFKG Reglement OReg-SHK d.pdf 142 KB

16. April 2014, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Vereinbarung zwischen Bund und Kantonen über die Zusammenarbeit im Hochschulbereich (ZSAV)

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Anhörung Zusammenarbeit im Hochschulbereich Bund-Kantone.pdf 130 KB

02. Oktober 2012, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Veradministrierung der Fachhochschulen: Die Politik muss endlich tätig werden

Schon vor vier Jahren hat Travail.Suisse mit dem Fachhochschuldozierendenverband FH-CH auf das Problem der Veradministrierung der Fachhochschulen hingewiesen. Leider ist seither von der Politik nichts unternommen worden, um dieses Problem zu entschärfen. Im Gegenteil: Travail.Suisse muss leider feststellen, dass die Veradministrierung bei den Fachhochschulen weiter fortgeschritten ist. mehr

Auch in der Bildung ist darauf zu achten, dass der einzelne Franken verantwortlich und zielgerichtet eingesetzt wird. Es ist daher sinnvoll, wenn in der Botschaft über die Förderung der Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2013-2016 im Zusammenhang mit den Fachhochschulen FH auf Effizienzsteigerungen gepocht wird. Allerdings weisen die Vorschläge in die falsche Richtung. Nicht bei der Lehre oder der Forschung muss prioritär der Hebel angesetzt werden1, sondern bei der Administration. Es ist an der Zeit, eine Politik zu verfolgen, die Instrumente zur Verminderung der administrativen Kosten an den FH entwickelt. Dazu ist folgendes notwendig:

Erstens braucht es den politischen Willen dazu. Die Politik muss endlich beginnen, die Veradministrierung im Hochschulbereich zu einem ihrer Themen zu machen. Man muss den Mut haben hinzuschauen. Es ist ein Bericht zu erstellen, wie sich in den letzten zehn Jahren die Aministration und die Ausgaben für Marketing an den Fachhochschulen entwickelt haben2.

Zweitens müssen die Rechnungen der verschiedenen Fachhochschulen vergleichbar gemacht werden. Dazu muss definiert werden, was zur Administration gehört. Nur so kann die beste Praxis eruiert werden.

Drittens muss die Politik Ziele definieren. Es muss eine Benchmark festgelegt werden für die maximalen administrativen Kosten. Orientiert an dieser Benchmark sind Senkungen der Administrativkosten zu verlangen, und die Finanzierung über den Bund ist mit diesen Zielen zu verbinden.

Viertens ist auch zu überlegen, welche administrativen Auflagen gegenüber den Fachhochschulen wirklich notwendig sind und welche politischen Regelungen hohe Administrativkosten auslösen. Falls diesbezüglich Probleme festgestellt werden können, sind politische Veränderungen vorzunehmen.

Travail.Suisse rechnet damit, dass jährlich in der Administration der Fachhochschulen weit über 50 Millionen Franken gespart werden können, Geld, das zugunsten der Lehre und der Forschung eingesetzt werden kann. Die Politik muss daher endlich tätig werden.

1 http://www.admin.ch/ch/d/ff/2012/3099.pdf; Seite 3168.
2Vgl. 08.3357 – Motion „Veradministrierung der Fachhochschulen“

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PD Veradministrierung der Fachhochschulen.doc 111 KB

23. April 2012, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

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031 370 2111 oder
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rosenkranz@travailsuisse.ch

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