Themen – Arbeit – Löhne

Flächendeckende Nullrunden verhindert – Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1 Prozent

Die diesjährigen Lohnverhandlungen waren schwierig und anspruchsvoll. Priorität hatte die Verhinderung von flächendeckenden Nullrunden unter dem Vorwand der Frankenstärke. Auch wenn Nullrunden im Gewerbe und in der Industrie verbreitet sind, kommen die Arbeitnehmen-den in der Schweiz mehrheitlich in den Genuss von Lohnerhöhungen. Diese sind allerdings sehr bescheiden und liegen mehrheitlich zwischen 0.5 und 1 Prozent. Travail.Suisse, der un-abhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, beurteilt die Ergebnisse der Lohnrunde für die Arbeitnehmenden als ungenügend. mehr

Mit der immer noch hängigen Umsetzung von Artikel 121a der Bundesverfassung einerseits und der starken Überbewertung des Frankens nach dem Entscheid der Nationalbank von Anfang Jahr ande-rerseits fanden die diesjährigen Lohnverhandlungen unter äusserst anspruchsvollen Voraussetzun-gen statt. Nach dem SNB-Entscheid wurden wirtschaftliche Horrorszenarien an die Wand gemalt und Vertreter der Arbeitgeber forderten Erhöhungen der Arbeitszeiten und Lohnsenkungen. Für Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände Syna, Hotel & Gastro Union und transfair hatte deshalb die Verhinderung von flächendeckenden Nullrunden unter dem Vorwand des überbewerte-ten Frankens Priorität.

Zähe Verhandlungen mit ungenügenden Resultaten
Die Verhandlungen zur Lohnrunde 2016 verliefen sehr schwierig. In diversen Branchen und Betrieben konnte zwischen den Sozialpartnern keine Einigung über die Lohnmassnahmen erzielt werden – dies betrifft mehr und mehr auch Unternehmen aus den Branchen des Service public (z.B. BLS AG, Groupe e, local.ch u.a.m.). Travail.Suisse ruft die Arbeitgeber auf, insbesondere in den Lohnver-handlungen wieder vermehrt Hand zu einer gelebten Sozialpartnerschaft zu bieten.

Viele Arbeitnehmende werden auf das nächste Jahr keine oder nur geringfügige Lohnerhöhungen erhalten. Mit der Begründung der unsicheren Zukunft treten viele Unternehmen deutlich auf die Lohnbremse. Immerhin konnte vermieden werden, dass es mit dem Vorwand der Frankenstärke zu flächendeckenden Nullrunden für die Arbeitnehmenden gekommen ist. Neben etlichen Nullrunden (vor allem in Gewerbe und Industrie, aber auch beim Bundespersonal) werden den Arbeitnehmenden mehrheitlich bescheidene Lohnerhöhungen zugestanden. Das Gros der Abschlüsse liegt dabei zwi-schen 0.5 und 1 Prozent, was aus Sicht von Travail.Suisse ungenügend ist.

Kaum Fortschritte bei den Frauenlöhnen und dem Vaterschaftsurlaub
Die Arbeitgeber waren auch in diesem Jahr nicht bereit, bei der Gleichstellung der Frauenlöhne einen besonderen Effort zu leisten. Travail.Suisse unterstützt daher die politische Lösungsfindung. Die Vorschläge des Bundesrates sind zwingend umzusetzen, müssen allerdings noch mit griffigen Mas-snahmen im Bereich der Kontrollen und Sanktionen ergänzt werden, um das Ziel der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern wirklich zu erreichen.

Auch in Bezug auf den Vaterschaftsurlaub konnten nur ungenügende Fortschritte erzielt werden. Mit Ausnahme des neuen GAV der Post (neu 10 statt 2 Tage), des erstmaligen GAV der Spitäler beider Basel (neu 10 Tage), von Aldi (neu 10 statt 5 Tage) und der SZU (neu 10 statt 2 Tage) konnten keine Verbesserungen erzielt werden. Es verbleiben zuviele Arbeitnehmende beim gesetzlichen Minimum von einem Tag Vaterschaftsurlaub – gleichviel wie für einen Wohnungswechsel. Travail.Suisse ist entschlossen, dem Anliegen nach einem gesetzlichen Vaterschaftsurlaub mit einer Volksinitiative zum Durchbruch zu verhelfen.

Für mehr Informationen:
•Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse,
Tel. 076 412 30 53
•Arno Kerst, Präsident Syna,
Tel. 079 598 67 70
•Eric Dubuis, Mitglied der Geschäftsleitung und Sekretär Romandie Hotel & Gastro Union,
Tel. 079 290 76 26
•Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat und Präsident des Personalverbands transfair,
Tel. 076 332 15 26

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2015 12 21 TravailSuisse MK Lohnergebnisse 2016 Redetext G Fischer d.pdf 177 KB

2015 12 21 Syna MK Lohnergebnisse 2016 Redetext A-Kerst d DEF.pdf 155 KB

2015 12 21 Hotel Gastro Union MK Lohnergebnisse Redetext Eric Dubuis d.pdf 165 KB

2015 12 15 transfair MK Lohnresultate 2016 Redetext Stefan Müller d.pdf 73 KB

21. Dezember 2015, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Lohnerhöhungen sind auch mit starkem Franken möglich

Der Entscheid der Schweizer Nationalbank von Anfang Jahr zur Aufhebung des Mindestkurses und die darauf folgende Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro belastet die Wirtschaftslage in der Schweiz. Während einzelne Unternehmen oder Branchen stark unter dem veränderten Wechselkurs leiden, ist aber keine breite Krise für die Volkswirtschaft zu erwarten. Bescheidene Lohnerhöhungen für die meisten Arbeitnehmenden sind somit auch im Umfeld des überbewerteten Frankens möglich. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass Nullrunden in der Lohnrunde 2016 die Ausnahme bleiben und den meisten Arbeitnehmenden Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1.5 Prozent gewährt werden. mehr

Die Aufhebung des Mindestkurses hat den Franken gegenüber dem Euro schockartig aufgewertet, was die Exportwirtschaft wie auch der Tourismus deutlich zu spüren bekommen. Für eine konkrete Beurteilung ist aber eine Gesamtsicht nötig. Obwohl oft von der Frankenstärke gesprochen wird, handelt es sich primär um eine Schwäche des Euro. So ist der Franken beispielsweise gegenüber dem US-Dollar oder dem britischen Pfund nicht höher bewertet als vor einem Jahr. 1

Ein starker Franken belastet die Exporte, entlastet aber gleichzeitig den Import. Unternehmen können Materialien und Vorleistungen aus dem Euro-Raum billiger beziehen und auch die Preise für Erdöl und weitere Rohstoffe sind historisch gesehen sehr tief. Zusätzlich sind die verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Preissensitivitäten ihrer Kunden konfrontiert. So ist etwa die Chemie- und Pharmabranche traditionell weniger anfällig für Wechselkursschwankungen und auch die Uhrenindustrie erwartet trotz überbewertetem Franken für 2015 eine stabile Entwicklung der Exporte auf hohem Niveau. 2

Der überbewertete Franken stellt für die Schweizer Wirtschaft zweifelsohne eine grosse Herausforderung dar, allerdings lässt sich die konkrete Betroffenheit einzelner Unternehmen oder Branchen nur differenziert beurteilen. Für die gesamte Volkswirtschaft sind die Aussichten insgesamt stabil und eine breite Krise ist nicht zu erwarten. Die Expertengruppe des Bundes geht davon aus, dass sich die Schweizer Volkswirtschaft ohne tiefgreifende Rezession an das neue Wechselkursumfeld anzupassen vermag. 3

Schweizer Wirtschaft in schwierigem Umfeld aber mit insgesamt stabilen Aussichten

Trotz einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts im ersten Quartal 2015 von 0.2 Prozent rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 4 über das ganze Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 0.8 Prozent und prognostiziert für das Jahr 2016 eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1.6 Prozent. Der Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ist im letzten Monat wieder auf seinen langjährigen Durchschnittswert geklettert. Die KOF schliesst daraus, „dass die Frankenschockwelle langsam an Kraft verliert“ und „dass die Schweizer Wirtschaft hofft, den ersten Frankenschock in den nächsten Monaten verarbeiten zu können“. 5

Binnenmarkt bleibt eine wichtige Stütze

Während die Exportwirtschaft mit den Folgen des starken Frankens zu kämpfen hat, ist der Binnenmarkt weiterhin sehr robust. Wie bereits in den letzten Jahren zeigt sich dabei der private Konsum als tragende Stütze der Schweizer Konjunktur. Auch in naher Zukunft dürfte der private Konsum sehr wichtig bleiben. So rechnet die KOF 6 fürs Jahr 2015 mit einer Zunahme des privaten Konsums um 1.9 Prozent. Der private Konsum spielt also auch in den Zeiten der Anpassung an das veränderte Wechselkursumfeld seine wichtige Rolle als Stütze der Schweizer Konjunktur.

Arbeitsmarkt mit ersten Alarmzeichen

Die Auswirkungen des überbewerteten Frankens sind noch nicht vollständig auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Zwar lässt sich bereits seit Februar eine leichte Zunahme der arbeitslos gemeldeten Personen feststellen und auch der Umfang der Kurzarbeit steigt wieder – insgesamt ist das Ausmass der negativen Auswirkungen aber noch bescheiden. Deutlich eingetrübt haben sich aber die Aussichten für das zweite Halbjahr 2015 und das Jahr 2016. So sind die Indikatoren für die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt durchwegs negativ und das SECO rechnet mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 3.3 Prozent im laufenden Jahr und auf 3.6 Prozent im Jahr 2016. 7

Für Travail.Suisse kommt der Rettung von Arbeitsplätzen oberste Priorität zu. Nicht nur, um kurzfristig Arbeitslosigkeit zu vermeiden, sondern auch, um mittelfristig die Beschäftigung in der Schweiz zu halten. Neben Interventionen der Nationalbank zur Schwächung des Frankens braucht es dazu ein klares Bekenntnis der Wirtschaft zum Werkplatz Schweiz, sozialpartnerschaftliche Lösungsfindung in Extremsituationen und politische Unterstützung, wie z.B. ein einfacher Zugang zum effizienten Mittel der Kurzarbeitsentschädigung und allenfalls deren Ausdehnung.

Differenzierte Lohnerhöhungen in bescheidenem Umfang sind möglich

Der überbewertete Franken belastet die Schweizer Wirtschaft, allerdings sind längst nicht alle Branchen, resp. Betriebe in gleichem Masse betroffen. Dies bedingt eine differenzierte Betrachtungsweise für den Lohnherbst. Bei den existenziell von der Wechselkursproblematik betroffenen Unternehmen bieten sich sozialpartnerschaftliche Lösungen zum Schutz der Arbeitsplätze an. Sofern die Probleme transparent gemacht werden und mit ausgewogener Opfersymmetrie nicht nur die Arbeitnehmenden belastet werden, sind zeitlich befristete Massnahmen mit dem Ziel des Erhalts der Arbeitsplätze denkbar. In diesen Ausnahmesituationen kann als weiterer Beitrag zum Schutz der Arbeitsplätze auf eine Lohnerhöhung verzichtet werden. Gleichzeitig fordern Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union aber, dass Nullrunden die Ausnahme bleiben und die Mehrheit der Arbeitnehmenden in den Genuss von fairen Lohnerhöhungen kommt. Wie gewohnt gehen die Verbände von Travail.Suisse differenziert vor und tragen der spezifischen Situation jeder einzelnen Branche bzw. jedes einzelnen Betriebs Rechnung. Für die Mehrheit der Arbeitnehmenden sollten Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1.5 Prozent möglich sein.

Bescheidene Nominallohnentwicklung in den letzten Jahren – einseitige Verteilung

Die Lohnerhöhungen fielen in den Jahren seit 2010 sehr bescheiden aus – trotz der schnellen wirtschaftlichen Erholung nach der Finanz- und Weltwirtschaftskrise ab 2007. Die Tradition in der Schweiz, dass Lohnerhöhungen in wirtschaftlich guten Zeiten vergleichsweise moderat ausfallen, dass dafür Lohnerhöhungen kontinuierlich auch in wirtschaftlich anspruchsvolleren Zeiten gewährt werden, hat sich deutlich gezeigt. Die Arbeitnehmenden haben durch die bescheidene Entwicklung ihrer Löhne und dank grossem Einsatz und Flexibilität dazu beigetragen, dass sich die Schweiz in den weltweiten Krisenjahren gut gehalten hat. Umso entscheidender ist deshalb, dass auch jetzt der Einsatzwillen und die Leistung der Arbeitnehmenden belohnt werden. Nicht zuletzt bleibt der private Konsum auch in naher Zukunft eine wichtige Stütze der schweizerischen Konjunktur. Es ist also wichtig, dass die Lohnrunde 2016 die Kaufkraft der Arbeitnehmenden stärkt und den privaten Konsum stützt.

Die Managerlohnstudien von Travail.Suisse zeigen, dass sich die Lohnschere – das Verhältnis zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn im gleichen Unternehmen – in den letzten Jahren weiter geöffnet hat. Während die Teppichetage ihre Bezüge um ein Mehrfaches erhöht hat, blieben für die normalen Arbeitnehmenden nur geringfügige Lohnerhöhungen übrig. Wenn das erreichte Wachstum in erster Linie den Chefs und Aktionären zugute kommt, führt dies zu einer ungleichen Einkommensverteilung. Neben einer politischen Lösungsfindung für das Problem der überhöhten Managersaläre braucht es zwingend kontinuierliche und spürbare Lohnerhöhungen für alle Arbeitnehmenden, um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft nicht zu gefährden.

Fokus auf Mindestlöhne und Frauenlöhne

In diesem Lohnherbst sollen aus Sicht von Travail.Suisse nicht zuletzt die Mindestlöhne angehoben werden. Die Arbeitgeber müssen den Beweis erbringen, dass sie gewillt sind, in den Lohnverhandlungen gezielt Verbesserungen für die Arbeitnehmenden mit den tiefsten Einkommen zu ermöglichen, wie es immer wieder angekündigt wird. Die Überbewertung des Frankens sorgt auch 2015 für eine rückläufige Teuerung. Gemäss den Prognosen des SECO 8 werden die Preise 2015 um 1 Prozent sinken und die Rückkehr der Teuerung verschiebt sich ins Jahr 2016. Es bietet dies die Möglichkeit, mit einer Anhebung der Mindestlöhne ein spürbares Reallohnwachstum für die tiefsten Einkommen zu ermöglichen, das als Zuwachs der Kaufkraft direkt wieder der Volkswirtschaft zugutekommt. Für Travail.Suisse ist klar, dass im diesjährigen Lohnherbst ein besonderer Fokus auf Vereinbarungen, resp. Erhöhungen von orts- und branchenüblichen Mindestlöhnen gelegt werden muss.

Gleiches gilt für die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern. Der freiwillige Lohngleichheitsdialog ist ergebnislos gescheitert. Es liegt jetzt an den Arbeitgebern zu beweisen, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau nicht nur toter Buchstabe in der Verfassung ist, sondern auch effektiv angestrebt wird. Travail.Suisse fordert daher, dass in den Lohnverhandlungen in diesem Herbst ein sozialpartnerschaftlicher Fokus auf die Verbesserung der Frauenlöhne gelegt wird. Gleichzeitig wird der Bundesrat aufgefordert, endlich die seit langem versprochenen, griffigen Massnahmen zur Bekämpfung der Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern zu präsentieren.

1 Vgl. SECO Konjunkturtendenzen Sommer 2015; S. 12ff.

2 Vgl. Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH, Pressemitteilung vom 21.7.2015

3 Vgl. SECO Medienmitteilung vom 16.6.2015

4 Vgl. SECO Konjunkturtendenzen Sommer 2015

5 Vgl. KOF Medienmitteilung vom 30.7.2015

6KOF Sommerprognosen 2015

7 Vgl. SECO Konjunkturtendenzen Sommer 2015

8 Vgl. SECO Konjunkturtendenzen Sommer 2015, S. 28 ff.

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15 08 17 Lohnforderungen d.docx 19 KB

17. August 2015, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Lohnerhöhungen sind trotz überbewertetem Franken möglich

Der Entscheid der Nationalbank zur Aufhebung des Mindestkurses von Anfang Jahr und die starke Überbewertung des Frankens belastet das wirtschaftliche Umfeld in der Schweiz. In den existenziell betroffenen Unternehmen steht der Schutz der Arbeitsplätze im Vordergrund. Doch in etlichen Branchen sind Lohnerhöhungen durchaus möglich, zeigen doch die neusten Zahlen, dass eine breite Krise der Volkswirtschaft nicht zu erwarten ist und dass das Bruttoinlandprodukt selbst für 2015 ein bescheidenes Wachstum ausweist. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union fordern deshalb, dass im Lohnherbst 2015 Nullrunden die Ausnahme bleiben und den meisten Arbeitnehmenden Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1.5 Prozent gewährt werden. mehr

Der überbewertete Franken stellt die Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Betroffen von den Schwierigkeiten sind insbesondere der Tourismus und Unternehmen der Exportindustrie. Bei den existenziell betroffenen Unternehmen bieten sich sozialpartnerschaftliche Lösungen zum Schutz der Arbeitsplätze an. In diesen Ausnahmesituationen kann als weiterer Beitrag zum Schutz der Arbeitsplätze auf eine Lohnerhöhung verzichtet werden.

Eine breite Krise der Volkswirtschaft ist aber nicht zu erwarten und das SECO prognostiziert selbst fürs 2015 ein Wirtschaftswachstum von 0.8 Prozent und von 1.6 Prozent fürs 2016. Lohnerhöhungen liegen also auch in diesem anspruchsvollen Jahr durchaus drin.

Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1.5 Prozent für die meisten Arbeitnehmenden

Die Lohnerhöhungen seit 2010 sind trotz ansprechender Wirtschaftsentwicklung sehr bescheiden ausgefallen. Umso wichtiger ist es, dass jetzt auch in wirtschaftlich anspruchsvolleren Zeiten kontinuierlich Lohnerhöhungen gewährt werden – so entspricht es der Tradition in der Schweiz: Moderat in wirtschaftlich guten Zeiten, dafür kontinuierlich in anspruchsvolleren Zeiten.

Die Managerlohnstudien von Travail.Suisse zeigen, dass sich die Lohnschere in den letzten Jahren stark geöffnet hat. Während die Teppichetage ihre Bezüge um ein Mehrfaches erhöht hat, blieben für die normalen Arbeitnehmenden nur geringfügige Lohnerhöhungen übrig. Aber nur regelmässige Lohnerhöhungen für alle Arbeitnehmenden garantieren eine gerechte Verteilung des Wohlstandes und unterstützen den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Durch den überbewerteten Franken wird die Teuerung auch im 2015 rückläufig bleiben. Für Travail.Suisse bietet dies die Möglichkeit, mit der Erhöhung der Mindestlöhne den tiefsten Einkommen ein spürbares Reallohnwachstum zu ermöglichen. Nur ein Reallohnwachstum kommt als gesteigerte Kaufkraft wieder der Volkswirtschaft zu Gute kommt und stützt über eine Stärkung des privaten Konsums die Konjunktur als Ganzes. Daneben ist auch die Erhöhung der Frauenlöhne in den Fokus zu rücken. Der freiwillige Lohngleichheitsdialog ist ergebnislos gescheitert. Es ist jetzt an der Zeit zu beweisen, dass Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern nicht nur ein toter Buchstabe in der Verfassung bleibt, sondern im Lohnherbst 2015 auch aktiv angestrebt wird. Gleichzeitig wird der Bundesrat aufgefordert, endlich, die seit langem versprochenen, griffigeren Massnahmen zur Bekämpfung der Lohnungleichheit zu präsentieren.

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union fordern deshalb, dass im Lohnherbst 2015 Nullrunden die Ausnahme bleiben und den meisten Arbeitnehmenden Lohnerhöhungen zwischen 0.5 und 1.5 Prozent gewährt werden.

Mehr Informationen:
• Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, Tel. 076 412 30 53
• Arno Kerst, Präsident Syna, Tel. 079 598 67 70
• Eric Dubuis, Mitglied der Geschäftsleitung und Sekretär Romandie Hotel & Gastro Union, Tel. 079 290 76 26
• Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat und Präsident des Personalverbands transfair, Tel. 076 332 15 26

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2015 08 11 MK-Lohnforderungen-2016 Redetext-Fischer TravailSuisse d.docx 29 KB

2015 08 11 MK-Lohnforderungen-2016 Redetext-Kerst Syna d.docx 48 KB

2015 08 11 MK-Lohnforderungen-2016 Redetext-Mueller-Altermatt transfair d.docx 34 KB

2015 08 11 MK-Lohnforderungen-2016 Redetext-Dubuis Hotel Gastro Union d.docx 518 KB

11. August 2015, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Ergebnisse der Lohnrunde 2015: Arbeitnehmende profitieren nicht von guter Wirtschaftslage

Sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die Aussichten fürs Jahr 2015 präsentieren sich durchwegs positiv. Doch die Arbeitnehmenden profitieren nicht oder kaum davon: Die Ergebnisse der Lohnverhandlungen für das kommende Jahr variieren von Nullrunden bis zu Lohnerhöhungen im Bereich von maximal 1.8%. Im Durchschnitt liegen die meisten Lohnerhöhungen unter einem Prozent. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, reicht dies nicht. mehr

Die Schweizer Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren sehr gut gehalten. Vor allem der Binnenmarkt erwies sich als dynamisch, die Lage für die Exportwirtschaft ist zwar durchwachsener, aber dennoch robust. Wiederum präsentiert das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO erfreuliche Wachstumsprognosen für die Schweiz. Bis Ende 2014 soll das BIP um 1.8% und 2015 gar um 2.4% wachsen. Und auch im Euroraum wird für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1.2 % prognostiziert.

Ungenügende Lohnerhöhungen

Der Dachverband Travail.Suisse und die ihm angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Ho-tel&Gastro Union haben im August 2014 die Lohnrunde 2015 eingeläutet – die wirtschaftliche Lage präsentierte sich als solid und die Aussichten sehr positiv. Die Löhne allerdings können mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Im Jahr 2015 gibt es für die Arbeitnehmenden Lohnerhöhung zwischen null und 1.8%, wobei die Löhne durchschnittlich weniger als ein Prozent steigen werden und Erhöhungen über einem Prozent nur in wenigen Fällen erreicht werden.

Sozialpartnerschaft in Schwierigkeiten

Die Verhandlungen zur Lohnrunde 2015 verliefen äusserst zäh. Trotz positiven Wirtschaftsaussichten traten viele Unternehmen noch deutlich auf die Lohnbremse. Insgesamt sind die Resultate ungenügend. „In vielen Bereichen stagnieren die Löhne trotz positiver Wirtschaftsaussichten“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik von Travail.Suisse. Im Bauhauptgewerbe ist die Sozialpartnerschaft nach dem Abbruch der Verhandlungen durch die Arbeitgeber regelrecht blockiert. Aber auch in diversen weiteren Branchen und Betrieben wurden die Lohnverhandlungen ohne Ergebnis beendet. Travail.Suisse ruft die Arbeitgeber auf, insbesondere in den Lohnverhandlungen wieder vermehrt Hand zu einer gelebten Sozialpartnerschaft zu bieten.

Mehr Informationen:
• Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse,
Tel. 076 412 30 53
• Arno Kerst, Präsident Syna,
Tel. 079 598 67 70
• Eric Dubuis, Mitglied der Geschäftsleitung und Sekretär Romandie Hotel & Gastro Union,
Tel. 079 290 76 26
• Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat und Vize-Präsident des Personalverbands transfair,
Tel. 079 332 15 26

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2014 12 15 TravailSuisse MK Lohnergebnisse 2015 Redetext G Fischer d.doc 51 KB

2014 12 15 Syna MK Lohnergebnisse 2015 Redetext A-Kerst d.docx 52 KB

2014 12 15 HotelGastroUnion MK Lohnergebnisse 2015 Redetext E-Dubuis d.pdf 372 KB

2014 12 15 transfair MK Lohnergebnisse 2015 Redetext S-Mueller-Altermatt d.pdf 40 KB

15. Dezember 2014, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Jetzt ist Zeit für Lohnerhöhungen

Die Schweizer Wirtschaft hat die internationalen Krisenjahre relativ schadlos überwunden und befindet sich wieder in einer Phase von anziehendem Wachstum. Neben dem dynamischen Binnenmarkt verbessern sich auch die Aussichten für die Exportwirtschaft. Mit grossem Einsatz, viel Flexibilität und bescheidenen Lohnerhöhungen in den letzten Jahren haben auch die Arbeitnehmenden ihren Beitrag zur Überwindung der Krise geleistet. In den meisten Branchen ist Luft vorhanden, um diesen Einsatz der Arbeitnehmenden mit deutlichen Lohnerhöhungen in diesem Jahr zu honorieren. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert für die Lohnrunde 2015 Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden in der Grössenordnung von 2 Prozent. mehr

Die Schweizer Wirtschaft hat die Finanz- und Wachstumskrise von 2008 erfreulich gut überwunden. Bereits Mitte 2010 hat die Schweiz das Vorkrisenniveau wieder erreicht und durchlebt seither eine solide Wachstumsphase. Mit Wachstumsprognosen von zwei und mehr Prozent sind sie Aussichten positiv; die Schweiz scheint vom Rückenwind der anziehenden Weltkonjunktur zu profitieren. Es ist an der Zeit, die Arbeitnehmenden am erfreulichen Wirtschaftswachstum teilhaben zu lassen.

Schweizer Wirtschaft mit positiven Aussichten

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 1 rechnet für das laufende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2 Prozent und prognostiziert für das Jahr 2015 gar ein anziehendes Wirtschaftswachstum von 2.6 Prozent. Während der Krise der letzten Jahre war der Binnenmarkt jeweils die tragende Stütze der Schweizer Konjunktur. Zum einen hat sich der private Konsum sehr positiv entwickelt, er dürfte auch in naher Zukunft wichtig bleiben. Die ausserordentliche Dynamik der letzten Jahre dürfte sich allerdings etwas abschwächen. Es ist insbesondere das absehbare Ende der Null- (oder gar Minusteuerung), das hier bremsend wirkt. Zum anderen war der Bausektor während der internationalen Krisenjahre ein wichtiger Treiber des schweizerischen Wirtschaftswachstums. Auch dieser Bereich leistet für 2014 nochmals einen wichtigen Beitrag zur Stützung der Konjunktur, dürfte sich allerdings mittelfristig, aufgrund des abnehmenden Arbeitsvorrates, etwas abkühlen.

Die Exportwirtschaft sah sich in den letzten Jahren durch das rezessive Umfeld im Euroraum und die starke Aufwertung des Schweizer Frankens mit einer sehr anspruchsvollen Situation konfrontiert. Die Entwicklung der schweizerischen Wirtschaft gesamthaft und insbesondere die Robustheit der Exportwirtschaft ist in diesem Kontext umso bemerkenswerter. So hat sich die wirtschaftliche Lage der meisten Industrieunternehmen im ersten Halbjahr 2014 verbessert und insbesondere aus der MEM-Industrie sind steigende Auftragseingänge bekannt 2 , welche die Kapazitätsauslastungen bereits wieder über den langjährigen Durchschnitt steigen liessen. Und die Aussichten für die Exportwirtschaft verbessern sich im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung weiter. Entscheidend ist hier, dass auch der EU-Raum wieder auf den Wachstumskurs zurückgefunden hat. Die Wachstumsprognosen belaufen sich für den Euroraum im 2014 auf 1 Prozent. Bereits diese leichte Erholung im Euroraum vermag den Exportsektor in der Schweiz zu beleben und führt dazu, dass die Schweizer Exportwirtschaft wieder vermehrt zum Konjunkturaufschwung beiträgt. 3

Arbeitsmarkt ist weiter sehr stabil

Der schweizerische Arbeitsmarkt ist in einer soliden Verfassung. Das Beschäftigungswachstum entwickelt sich mit gemässigtem Tempo weiter – wieder mit leicht zunehmenden Wachstumsraten. Erfreulicherweise hat das Beschäftigungswachstum seit Ende 2013 mit dem Gastgewerbe, dem Detailhandel und der Industrie auch Branchen erfasst, die zuvor seit längerer Zeit keine Stellen mehr aufgebaut haben. Das Beschäftigungswachstum präsentiert sich somit momentan deutlich breiter abgestützt als in den letzten Jahren. Der Arbeitsmarkt reagiert verzögert auf die positive Wirtschaftsentwicklung. Während für dieses Jahr noch eine Arbeitslosenquote von 3.1 Prozent prognostiziert wird, dürfte sie 2015 unter 3 Prozent fallen und bei 2.8 Prozent zu liegen kommen. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten 4 hat sich sowohl für den zweiten wie dritten Sektor erhöht, was einen weiteren Stellenaufbau erwarten lässt.

Positive Wirtschaftsentwicklung soll zu angemessenen Lohnerhöhungen führen

Die Lohnrunde 2015 steht ganz im Zeichen der vergangenen unsicheren Jahre, in denen die Arbeitnehmenden trotz grosser Unsicherheit und starker Belastung eine hohe Leistung erbracht haben. Gleichzeitig sind die Lohnrunden der letzten Jahre unterdurchschnittlich ausgefallen. Mit Blick auf diese bescheidenen Lohnerhöhungen der letzten Jahre und den sich weiter verbessernden Wirtschaftsaussichten ist für Travail.Suisse klar, dass bei den Arbeitgebern genügend Luft vorhanden ist, um den Arbeitnehmenden spürbare und faire Lohnerhöhungen zuzugestehen. Lohnerhöhungen in der Grössenordnung von 2 Prozent sind aus folgenden Gründen realistisch und angemessen:

Bescheidene Nominallohnentwicklung in den letzten Jahren: Die Lohnerhöhung über die letzten vier Jahre fiel sehr bescheiden aus. Für das letzte Jahr rechnet die Lohnumfrage der UBS vom Herbst 2013 mit einer Nominallohnerhöhung von lediglich 0.9 Prozent. Mit dem absehbaren Ende der Zeit mit Null- oder gar Negativteuerung (die Prognosen gehen für dieses und insbesondere nächstes Jahr von einer anziehenden Inflation von 0.6 Prozent aus) steigt der Bedarf von Lohnerhöhungen. Damit der private Konsum auch in naher Zukunft eine wichtige Stütze der schweizerischen Konjunktur bleiben wird, ist es wichtig, dass die Lohnrunde 2015 die Kaufkraft der Arbeitnehmenden stärkt. Travail.Suisse erwartet für die Lohnrunde 2015 eine deutlich grössere Nominallohnerhöhung als im Vorjahr.
Früchte des Wachstums gerecht verteilen: Die Managerlohnstudien von Travail.Suisse zeigen, dass sich die Lohnschere – das Verhältnis zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn im gleichen Unternehmen – in den letzten Jahren stark geöffnet hat. Während sich die Teppichetage ihre Bezüge um ein Mehrfaches erhöht hat, blieben für die normalen Arbeitnehmenden nur geringfügige Lohnerhöhungen übrig. Wenn das erreichte Wachstum in erster Linie den Chefs und Aktionären zugute kommt, führt dies zu einer ungleichen Einkommensverteilung. Neben einer politischen Lösungsfindung für das Problem der überhöhten Managersaläre braucht es zwingend kontinuierliche und spürbare Lohnerhöhungen für alle Arbeitnehmenden. Ausserdem ergibt sich durch die wieder stärker wachsende Arbeitsproduktivität für die Unternehmen ein grösserer Spielraum für die Lohnverhandlungen. Lohnerhöhungen in der Grössenordnung des Wirtschaftswachstums sind in den meisten Branchen realistisch.
Fokus auf Mindestlöhne und Frauenlöhne: Im Vorfeld der Abstimmung zur Mindestlohninitiative ist von Seiten der Wirtschaft und der Arbeitgeber immer wieder betont worden, dass Mindestlöhne in der Sozialpartnerschaft und nicht im Gesetz geregelt werden müssen. Nachdem ein gesetzlicher Mindestlohn jetzt vom Tisch ist, müssen die Arbeitgeber den Beweis erbringen, dass sie gewillt sind, in den Lohnverhandlungen gezielt Verbesserungen für die Arbeitnehmenden mit den tiefsten Einkommen zu ermöglichen. Für Travail.Suisse ist klar, dass im diesjährigen Lohnherbst ein besonderer Fokus auf Vereinbarungen, resp. Erhöhungen von orts- und branchenüblichen Mindestlöhnen gelegt werden muss. Gleiches gilt für die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern. Der freiwillige Lohngleichheitsdialog ist praktisch ergebnislos beendet worden. Es liegt jetzt an den Arbeitgebern zu beweisen, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau nicht nur toter Buchstabe in der Verfassung ist, sondern auch effektiv angestrebt wird. Travail.Suisse fordert daher, dass in den Lohnverhandlungen in diesem Herbst ein sozialpartnerschaftlicher Fokus auf die Verbesserung der Frauenlöhne gelegt wird.
Reguläre Lohnerhöhungen statt Boni; generelle statt individuelle Lohnerhöhungen: Travail.Suisse fordert für die Arbeitnehmenden reguläre Lohnerhöhungen anstelle eines Bonus. Nur reguläre Lohnerhöhungen garantieren eine nachhaltige Lohnentwicklung und führen zu einem konsolidierten Rentenanspruch. Ein Bonus mag zwar ein willkommener Zustupf sein, ist aber kein beständiger Lohnbestandteil und soll nur in Ausnahmefällen und vor allem nicht als Ersatz für reguläre Lohnerhöhungen ausbezahlt werden. Ausserdem sollen Lohnerhöhungen in erster Linie generell gewährt werden. Am Wirtschaftswachstum sollen alle Arbeitnehmenden teilhaben. Nur ein kleiner Teil der gesamten Lohnerhöhungen soll für individuelle Lohnerhöhungen verwendet werden. Während seit 2010 der Anteil der generellen Lohnerhöhungen zugenommen 5 hat, zeigen die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik, dass im 2013 deutlich mehr als die Hälfte der Lohnerhöhungen individuell ausgeschüttet wurden. Diese Entwicklung ist zwingend wieder zu korrigieren.


1 Konjunkturtendenzen Sommer 2014.
2 SwissMEM Panorama 2014.
3 UBS Outlook Schweiz. 3.Quartal 2014.
4 BFS Arbeitsmarktindikatoren 2014.
5 BFS, Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse 2013.

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2014 08 25 TravailSuisse-Lohnforderungen d.docx 23 KB

25. August 2014, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

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