Themen – Arbeit – Arbeitsmarkt

Erwerbslosenzahlen vom April: Entwarnung verfrüht

Seit Oktober 2004 verharrt die saisonbereinigte Arbeitslosenquote gemäss seco-Statistik unverändert bei 3.8 Prozent. Monat für Monat verlieren rund 3’000 Leute den Anspruch auf Taggelder. Für die ausgesteuerten Personen ist es sehr schwierig, wieder im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert Integrationsmassnahmen für Ausgesteuerte. mehr

Seit sieben Monaten stagniert die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl mit 3.8 Prozent auf einem hohen Niveau. Monat für Monat verlieren rund 3’000 Personen ihren Anspruch auf Taggelder und fallen aus dem System der Arbeitslosenversicherung.

Ausgesteuerte: beschwerlicher Weg zurück auf den regulären Arbeitsmarkt
Nur knapp ein Drittel der Ausgesteuerten figuriert weiter in der seco-Statistik, dies auf freiwilliger Basis. Der direkte Nutzen, weiterhin bei den RAV angemeldet zu sein, ist gering. Ausgesteuerte Personen können weder an den Beschäftigungs- und Weiterbildungsprogrammen der Arbeitslosenversicherung teilnehmen, noch vermittelt werden. Nach ein paar Monaten verliert sich ihre Spur in den Lücken der Statistik.

Die jüngsten Studien über die Situation der Ausgesteuerten datieren aus dem Jahr 2000. Sie zeigen auf, dass rund die Hälfte der Ausgesteuerten nicht mehr in den Erwerbsprozess zurückfindet. Zwei Drittel derjenigen, die wieder einen Job finden, verdienen weniger als zuvor und sind oftmals gezwungen, die Branche zu wechseln. Für Ausgesteuerte ist es kaum mehr möglich, wieder auf den ersten, regulären Arbeitsmarkt zurückzukehren. Diese Schlussfolgerung zieht auch das Nationale Forschungsprogramm zum Sozialstaat Schweiz.

Massnahmen ergreifen
Heisst ausgesteuert sein demnach, dass die Türe zum Erwerbsleben für immer geschlossen bleibt? Das darf nicht sein, weder aus individueller, gesellschaftlicher noch volkswirtschaftlicher Sicht. Es ist ein Massnahmenkatalog umzusetzen, wie Ausgesteuerte in den ersten Ar-beitsmarkt reintegriert werden können.

1.Die Ausgesteuerten sollen kostenlos an den Beschäftigungsprogrammen der Arbeitslosenversicherung teilnehmen können und vermittelt werden.
2.Die interinstitutionelle Zusammenarbeit zwischen der Arbeitslosenversicherung, der Sozialhilfe und der Invalidenversicherung muss koordiniert und verstärkt werden.
3. Es sind spezifische, auf die individuelle Situation der Betroffenen zugeschnittene Weiterbildungsprogamme anzubieten.

09. Mai 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Der Arbeitsmangel ist so hoch wie noch nie

Im Februar lag die Arbeitslosenquote gemäss seco-Statistik unverändert bei 4.1 Prozent. Effektiv ist der Arbeitsmangel mit rund 255’000 fehlenden Vollzeitstellen so hoch wie noch nie. Insbesondere Langzeitarbeitslose und Ausgesteuerte finden kaum mehr Anschluss an den Arbeitsmarkt. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass die Situation der Ausgesteuerten nicht vernebelt wird. Ein Massnahmenkatalog zur Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt muss ausgearbeitet und umgesetzt werden.

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11. April 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Ausdehnung der Sonntagsarbeit: Kein zusätzlicher Nutzen für die Volkswirtschaft

Mit der Ausdehnung der Sonntagsarbeit sollen aus den Bahnhöfen Einkaufsparadiese gemacht werden. Das schleppende Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft wird damit allerdings nicht angekurbelt. Die Verwässerung des Arbeitsgesetzes führt vielmehr zu Verteilungs- und Verdrängungskämpfen im Detailhandel und zu einer Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb wehrt sich Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, gegen die Liberalisierung der Sonntagsarbeit.

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11. April 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitsmangel so hoch wie noch nie

Im März verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote gemäss seco-Statistik unverändert bei 3.8 Prozent. Diese Zahl beschönigt die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Effektiv haben wir in der Schweiz zurzeit einen so hohen Arbeitsmangel wie nie zuvor. Dies wird sich nicht ändern, solange die Firmen ihre Rekordgewinne durch Restrukturierungsprogramme, Arbeitsplatzabbau und Anstellungsstopps erwirtschaften. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert eine aktive Personal- und Einstellungspolitik der Unternehmen und des Staates. mehr

Der effektive Arbeitsmangel geht weit über die seco-Zahl hinaus. Zu den im März 155’000 registrierten Erwerbslosen kommen rund 70’000 registrierte Stellensuchende im Zwischenverdienst, in Weiterbildungs- und Beschäftigungsprogrammen dazu. Monat für Monat werden zudem rund 3’000 Personen ausgesteuert und viele von ihnen zur Fürsorge weitergereicht.

255’000 Vollzeitstellen fehlen
Die grosse Masse der Unterbeschäftigten und Stellensuchenden wird nicht in der seco-Statistik erfasst: Es sind potentielle Wiedereinsteiger/innen, Ausgesteuerte und Fürsorgeempfänger/innen sowie Arbeitnehmende, die ihr Teilzeitpensum aufstocken wollen. Insgesamt fehlen auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt rund 255’000 Vollzeitstellen, oder anders ausgedrückt 556’000 Personen bzw. 13.4 Prozent der Erwerbsbevölkerung haben keine oder nur ungenügend Arbeit .

Forderungen von Travail.Suisse
Eine anhaltend hohe Erwerbslosen- und Unterbeschäftigungsquote schwächt das langfristige Wachstumspotenzial der schweizerischen Volkswirtschaft.

- Unternehmen, die Rekordgewinne erwirtschaften, dürfen nicht weiter Arbeitsplätze abbauen, sondern sind angehalten, eine aktive Personal- und Einstellungspolitik zu betreiben.

- Der Bund soll zusammen mit den Kantonen eine gezielte Aus- und Weiterbildungsoffensive für Langzeiterwerbslose und Ausgesteuerte lancieren, um sicherzustellen, dass diese Personen den Anschluss an das Erwerbsleben nicht verlieren.

- Es braucht gezielte Beschäftigungsmassnahmen und Praktikumsplätze für jugendliche Erwerbslose zur Erhaltung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit.

07. April 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Referendum gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit zustande gekommen: Ja, am Sonntag. Denn da haben wir frei!

Am 25. Januar 2005 hat Travail.Suisse, gemeinsam mit dem SGB, das Referendum gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit eingereicht. Es gibt gute rechtliche, soziale und wirtschaftliche Gründe, sich gegen mehr Sonntagsarbeit zu wehren. In erster Linie jedoch sind die Unterschriften zusammengekommen, weil eine Mehrheit der Bevölkerung den Sonntag als kollektiven Ruhe-, Freizeit- und Familientag beibehalten will.

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14. Februar 2005, Arno Kerst, Vizepräsident Syna Drucker-icon

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Donnerstag, 23. November 2017, 9.30 Uhr, Welle 7 (Deck 4, Raum-Nummer 4.13), Schanzenstrasse 5, Bern

Thema:
Barometer Gute Arbeit Qualität der Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Arbeitnehmenden – repräsentative Ergebnisse für die Jahre 2015 bis 2017

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