Themen – Arbeit – Arbeitsmarkt

Anspruchsvolle nächste Etappen: Wirksamkeit der flankierenden Massnahmen muss überprüft werden

Am 1. Juni 2007 beginnt eine neue Phase der Personenfreizügigkeit. Die Kontingente für die EU-15, Zypern und Malta fallen weg. In den letzten Jahren hat die Einwanderung in die Schweiz, bedingt durch die gute Konjunktur und die erleichterten Zulassungsbestimmungen, zugenommen. Im Hinblick auf die nächsten happigen Etappen – die Erweiterung auf Rumänien und Bulgarien sowie die Entscheidung über den Grundsatz der Personenfreizügigkeit – ist für Travail.Suisse, den Dachverband der Arbeitnehmenden eine Überprüfung der Wirksamkeit der flankierenden Massnahmen unerlässlich. mehr

Am Freitag fällt nach drei Jahren die Kontingentierung für die EU-15, Zypern und Malta. Für die Grenzgänger wird die Einwanderung erleichtert. Es handelt sich allerdings um eine „volle Freizügigkeit auf Probe“. Falls die Einwanderung im nächsten Jahr um 10 Prozent höher ist als der Durchschnitt der letzten drei Jahre, kann der Bundesrat die Ventilklausel einsetzen, und erneut für zwei Jahre Kontingente einführen. Dass die Bedingung für die Ventilklausel erfüllt sein wird, ist bereits heute voraussehbar.

Erhöhte Einwanderung
Die Einwanderung aus der EU in die Schweiz hat in den letzen Jahren zugenommen. Die Kontingente für Daueraufenthalter sind ausgeschöpft, die Zahl der Kurzaufenthalter und der Grenzgänger/innen stiegen. Dies ist einerseits auf die gute Konjunkturlage und andererseits auf die erleichterten Zulassungsbestimmungen zurückzuführen.

Flankierende Massnahmen überprüfen und diskutieren
Der freie Personenverkehr wird vom Seco auf seine Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum, Löhne und Arbeitslosigkeit hin untersucht. Rückmeldungen von Travail.Suisse-Verbänden zeigen auf, dass in gewissen Branchen die Löhne vermehrt unter Druck kommen und die Umsetzung der flankierenden Massnahmen Verbesserungspotential birgt. Insbesondere im Hinblick auf die nächsten happigen Etappen des Freizügigkeitsabkommens – den Entscheid zum Grundsatz und die Erweiterung auf Rumänien und Bulgarien – ist für Travail.Suisse eine Überprüfung und Diskussion der flankierenden Massnahmen unerlässlich.

29. Mai 2007, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Anspruchsvolle nächste Etappen: Wirksamkeit der flankierenden Massnahmen muss überprüft werden

Am 1. Juni 2007 beginnt eine neue Phase der Personenfreizügigkeit. Die Kontingente für die EU-15, Zypern und Malta fallen weg. In den letzten Jahren hat die Einwanderung in die Schweiz, bedingt durch die gute Konjunktur und die erleichterten Zulassungsbestimmungen, zugenommen. Im Hinblick auf die nächsten happigen Etappen – die Erweiterung auf Rumänien und Bulgarien sowie die Entscheidung über den Grundsatz der Personenfreizügigkeit – ist für Travail.Suisse, den Dachverband der Arbeitnehmenden eine Überprüfung der Wirksamkeit der flankierenden Massnahmen unerlässlich. mehr

Am Freitag fällt nach drei Jahren die Kontingentierung für die EU-15, Zypern und Malta. Für die Grenzgänger wird die Einwanderung erleichtert. Es handelt sich allerdings um eine „volle Freizügigkeit auf Probe“. Falls die Einwanderung im nächsten Jahr um 10 Prozent höher ist als der Durchschnitt der letzten drei Jahre, kann der Bundesrat die Ventilklausel einsetzen, und erneut für zwei Jahre Kontingente einführen. Dass die Bedingung für die Ventilklausel erfüllt sein wird, ist bereits heute voraussehbar.

Erhöhte Einwanderung
Die Einwanderung aus der EU in die Schweiz hat in den letzen Jahren zugenommen. Die Kontingente für Daueraufenthalter sind ausgeschöpft, die Zahl der Kurzaufenthalter und der Grenzgänger/innen stiegen. Dies ist einerseits auf die gute Konjunkturlage und andererseits auf die erleichterten Zulassungsbestimmungen zurückzuführen.

Flankierende Massnahmen überprüfen und diskutieren
Der freie Personenverkehr wird vom Seco auf seine Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum, Löhne und Arbeitslosigkeit hin untersucht. Rückmeldungen von Travail.Suisse-Verbänden zeigen auf, dass in gewissen Branchen die Löhne vermehrt unter Druck kommen und die Umsetzung der flankierenden Massnahmen Verbesserungspotential birgt. Insbesondere im Hinblick auf die nächsten happigen Etappen des Freizügigkeitsabkommens – den Entscheid zum Grundsatz und die Erweiterung auf Rumänien und Bulgarien – ist für Travail.Suisse eine Überprüfung und Diskussion der flankierenden Massnahmen unerlässlich.

29. Mai 2007, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Clever 14: Kündigungsschutz – Kündigung: Das sollten Sie wissen

Das Gesetz in der Schweiz schützt die Arbeitnehmenden nur wenig vor Kündigungen. Doppelt notwendig ist es deshalb, dass sie die wenigen Bestimmungen des Kündigungsschutzes genau kennen. Dazu verhilft ihnen die neue Clever-Broschüre „Kündigung: Das sollten Sie wissen“. Kurz und bündig werden darin die Rechte der Arbeitnehmenden bei einer Kündigung aufgezeigt.

Anhang Grösse

PD Clever 14.doc 34 KB

14. Mai 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Clever 14: Kündigungsschutz – Kündigung: Das sollten Sie wissen

Das Gesetz in der Schweiz schützt die Arbeitnehmenden nur wenig vor Kündigungen. Doppelt notwendig ist es deshalb, dass sie die wenigen Bestimmungen des Kündigungsschutzes genau kennen. Dazu verhilft ihnen die neue Clever-Broschüre „Kündigung: Das sollten Sie wissen“. Kurz und bündig werden darin die Rechte der Arbeitnehmenden bei einer Kündigung aufgezeigt.

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14. Mai 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Erfreuliche Arbeitsmarktsituation mit Vorbehalten

Die seit dreieinhalb Jahren boomende Wirtschaft greift endlich auf den Arbeitsmarkt über. Die Arbeitslosenrate sank im April auf 2.9 Prozent. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, freut sich über diese Entwicklung. Dennoch sind zwei Vorbehalte anzubringen: Der Rückgang der Erwerbslosenquote geschieht zu grossen Teilen über Aussteuerungen. Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist weiterhin angespannt und verheisst für den kommenden Herbst nichts Gutes für die Schulabgänger/innen. mehr

Das seit dreieinhalb Jahren anhaltende hervorragende Wirtschaftswachstum scheint endlich auf den Arbeitsmarkt übergegriffen zu haben. Die Arbeitslosenrate sank im vergangenen Monat saisonbereinigt auf 2.9 Prozent.

Sinkende Arbeitslosigkeit aufgrund vieler Aussteuerungen
Der Rückgang der Erwerbslosenquote ist indes zu einem grossen Teil über Aussteuerungen zu erklären. Im April ging die Zahl der Arbeitslosen um 5’086 Personen zurück. Im Februar verloren 2’276 Erwerbslose ihren Anspruch auf Taggelder. Die Arbeitslosenquote sinkt demnach nicht nur, weil die Leute wieder eine Anstellung finden, sondern auch, weil viele ausgesteuert werden. Das Los der Ausgesteuerten ist hart. Laut der neusten Studie findet nur knapp die Hälfte wieder eine neue Stelle, die meisten davon verdienen deutlich weniger als vorher. Zudem handelt es sich bei den neuen Stellen oftmals um befristete oder temporäre Arbeitsverhältnisse, die als prekär bezeichnet werden müssen.

Düstere Lehrstellensituation für Schulabgänger/innen
Der heute ebenfalls erschienene Lehrstellenbarometer verheisst für die Schulabgänger/innen im Sommer nichts Gutes. Nach wie vor bleibt der Lehrstellenmarkt angespannt und es fehlt an Lehrstellen. Zwar sind die Kantone gefordert, ihre Brückenangebote auszubauen, dennoch ist zu befürchten, dass gegen Ende des Jahres zahlreiche Jugendliche ohne Zwischenlösungen wieder in der Arbeitslosigkeit zu finden sind.

07. Mai 2007, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon