Themen – Arbeit – Arbeitsbedingungen

Stopp der Salamitaktik

In Zukunft sollen Tankstellenshops bei Autobahnraststätten und an Hauptverkehrsstrassen rund um die Uhr, an sieben Tagen pro Woche, geöffnet haben können. Damit planen die Bürgerlichen eine weitere Verwässerung des Nacht- und Sonntagsarbeitsverbots. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, wehrt sich gegen diesen neuen, unnötigen Liberalisierungsschritt. Er bringt keinen ökonomischen Mehrwert, schwächt den Arbeitnehmerschutz und geht voll zu Lasten des Verkaufspersonals.

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16. Mai 2011, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitslosenzahlen im Januar 2011: Immer mehr Ausgesteuerte

Im November 2010, rund zwei Jahre nach Ausbruch der Wirtschaftskrise, ist die Zahl der Ausgesteuerten auf 3‘100 Personen angestiegen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Monaten fortsetzen. Doch damit nicht genug: Mit der Einführung der 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes am 1. April 2011 werden auf einen Schlag rund 12’000 Erwerbslose ihre Anspruchsberechtigung auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung verlieren. mehr

3.8 Prozent betrug die Arbeitslosenquote im Januar 2011. Über ein Viertel davon sind Langzeitarbeitslose.

Zwei Jahre nach Ausbruch der Krise – Zahl der Ausgesteuerten steigt

Im Herbst 2008 wurde auch die Schweizer Wirtschaft von der Weltwirtschaftskrise ergriffen, viele Stellen wurden abgebaut und die Zahl der Arbeitslosen schoss in die Höhe. Zwei Jahre später, im November 2010 nach Ablauf der 24-monatigen Rahmenfrist für den Bezug von Arbeitslosenleistungen, ist die Zahl der Aussteuerungen auf 3‘100 Personen angestiegen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: In den kommenden Monaten wird die Zahl der Aussteuerungen wohl noch weiter steigen, da viele Erwerbslose zum Beginn der Krise ihre Stelle verloren haben und ihr Anspruch auf Taggelder ausläuft.

Einführung der 4. Revision führt zu Aussteuerungswelle

Die Situation wird per 1. April 2011 noch weiter verschärft: An diesem Datum wird die 4. Revision der Arbeitslosenversicherung in Kraft treten. Ab dann wird der Taggeldbezug verkürzt respektive die Beitragszeiten verlängert, für Schulabgänger/innen und Wiedereinsteiger/innen werden die Wartefristen erhöht und bei den Jungen die Leistungen zusammengestrichen. Dies führt dazu, dass rund 8 Prozent der Erwerbslosen – das sind auf heute umgerechnet rund 12’000 Personen – ihre Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenleistungen verlieren.

Ausgesteuerte haben schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, ist besorgt über diese Entwicklung. Denn für Ausgesteuerte ist es schwierig, wieder eine Stelle zu finden, die Arbeitsbedingungen sind öfters prekär und der Lohn tiefer.

08. Februar 2011, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Ladenöffnungszeiten rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, braucht es nicht

Soll es nach der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben gehen, werden in der Schweiz bald 1‘200 Läden rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche geöffnet haben. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, wehrt sich gegen diesen neuen, unnötigen Liberalisierungsschritt. Der Kampf um Marktanteile im Detailhandel bringt keinen ökonomischen Mehrwert und geht voll zu Lasten des Verkaufspersonals.

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08. November 2010, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Die Verwilderung der Arbeitsbedingungen stoppen

Mehr Arbeit auf Abruf, die neue Generation Praktika, Working Poor und zunehmende Mehrfacherwerbstätigkeit: Stichworte, die aufschrecken. Führen die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, der offene Arbeitsmarkt und die hohe Arbeitslosenrate zu einer schleichenden Verwilderung der A-beitsbedingungen? Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert Regelungen zur Eindämmung der Flexibilisierung sowie Massnahmen zur Stärkung der Betroffenen.

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25. Oktober 2010, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Bessere sozialpartnerschaftliche und gesetzliche Regelungen

Trotz Hochkonjunktur ist die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse in den vergangenen Jahren auf 140’000 Personen gestiegen. Diese Entwicklung ist sehr bedenklich. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert vermehrt sozialpartnerschaftliche Bestimmungen und gesetzliche Regelungen zur Eindämmung der Prekarität. mehr

Bislang ist man davon ausgegangen, dass insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Phasen die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse zunimmt.

Zunehmende Prekarisierung durch mehr Arbeit auf Abruf und mehr Praktikumsstellen
Die neue Studie zeigt: Die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse hat auch in der Hochkonjunktur zugenommen. Die Stellung von Jungen, Tiefqualifizierten und Frauen wird, unabhängig von der Konjunkturlage, weiter geschwächt. Am meisten haben die Arbeit auf Abruf und die Praktika zugenommen. Für Travail.Suisse ist klar: ausbeuterische Tendenzen, wie sie in der „Generation Praktika“ in Deutschland existieren, dürfen in der Schweiz nicht reproduziert werden!

Unsicherheit verursacht Stress und gesellschaftliche Kosten
Die Unsicherheiten des prekären Arbeitsverhältnisses – finanzieller und zeitlicher Art – verursachen Stress für die Betroffenen und ihr privates Umfeld. Gesundheitliche Schwierigkeiten sind oftmals die Folge davon. Die Betroffenen haben meistens einen ungenügenden Sozialversicherungsschutz. Im Fall von Erwerbslosigkeit, Invalidität oder Alter muss der Staat in die Lücke springen. Prekäre Arbeitsverhältnisse belasten daher auf die lange Frist die Sozialversicherungen doppelt.

Verwilderung der Arbeitsbedingungen eindämmen durch griffige Regelungen
Arbeitgeber, die unter prekären Arbeitsverhältnissen arbeiten lassen, überwälzen ihr Arbeitgeberrisiko gänzlich auf den Arbeitnehmenden und damit letztlich auf die Gesellschaft. Das darf nicht sein. Travail.Suisse verlangt auf sozialpartnerschaftlicher und gesetzlicher Ebene Regelungen. Arbeit auf Abruf muss für den Arbeitnehmenden durch klare Einsatzpläne, Vorankündigungen und ein vereinbartes Mindesteinkommen berechenbar werden. Praktika haben einen Ausbildungs- oder Berufszweck und dürfen nicht zu Missbräuchen führen.

04. Oktober 2010, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

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