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Nationale Konferenz ältere Arbeitnehmende: Vernachlässigungen rächen sich

Um die Arbeitsmarktfähigkeit der älteren Arbeitnehmenden zu erhalten, braucht es frühzeitig gezielte Weiterbildungsmassnahmen. Vernachlässigungen bei der Weiterbildung rächen sich. Travail.Suisse , die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst daher, dass die Konferenz ältere Arbeitnehmende den Nutzen von Standortbestimmungen in der Mitte des Erwerbslebens bekräftigt und auch die Förderung von Weiterbildung von bestimmten Zielgruppen ins Auge gefasst hat. mehr

Die Arbeitslosigkeit von älteren Arbeitnehmenden nimmt überdurchschnittlich zu. Travail.Suisse begrüsst Massnahmen insbesondere im Mentoringbereich, die dazu beitragen, dass erwerbslose ältere Arbeitnehmende den Weg in den Arbeitsmarkt zurückfinden. Für Travail.Suisse ist aber auch wichtig, dass längerfristige Massnahmen im Augen behalten werden. Gut geplante Weiterbildungen und Karriereplanungen sind der beste Schutz vor Kündigungen. Travail.Suisse setzt sich daher vor allem dafür ein, dass der vom Bundesrat in Aussicht gestellte Sonderkredit für Weiterbildungsmassnahmen für ältere Arbeitnehmende dem Parlament auch unterbreitet wird. Das ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

Ein ausführliches Dokument finden Sie im Anhang.

Für mehr Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident, Tel. 079 287 04 93

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2016 04 18 Aeltere-Arbeitnehmende-unter-Druck d.pdf 403 KB

21. April 2016, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon

Investitionen in die älteren Arbeitnehmenden zahlen sich aus!

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die zweite Konferenz Ältere Arbeitnehmende, die am kommenden Donnerstag als Teil der Fachkräfteinitiative des Bundes durchgeführt wird. Es gilt jetzt, endlich konkrete Massnahmen zugunsten der älteren Arbeitnehmenden zu ergreifen. Insbesondere fordert Travail.Suisse den Bundesrat auf, dem Parlament einen Sonderkredit für Weiterbildungsmassnahmen älterer Arbeitnehmenden zu unterbreiten. mehr

Aus mehreren Gründen müssen die älteren Arbeitnehmenden von Politik und Wirtschaft mehr in den Fokus gerückt werden:

• Mit der demografischen Entwicklung wird ihr Anteil an den Erwerbstätigen in den nächsten Jahren überproportional steigen.
• Die Zahl der über 50jährigen Erwerbslosen ist seit 2013 um über 10 Prozent gestiegen.
• Der Anteil der Sozialhilfebeziehenden ist in den letzten 10 Jahren bei den über 45jährigen stärker gestiegen als in anderen Alterskategorien.
• Der Anteil der älteren Arbeitnehmenden unter den Temporärarbeitenden hat in diesem Zeitraum markant zugenommen.

Diese Zahlen zeigen, dass die älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt vermehrt mit Problemen konfrontiert sind. Und bei jenen mit einer Festanstellung nimmt die Sorge um den Arbeitsplatz zu. Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage zum «_Barometer Gute Arbeit_», welche Travail.Suisse 2015 durchgeführt hat, beurteilten sie ihre mittelfristige Perspektive als negativ. Tatsächlich glauben in der Gruppe der 46- bis 64jährigen 65 Prozent der Befragten nicht daran, bei freiwilligem oder unfreiwilligem Arbeitsplatzverlust wieder eine vergleichbare Stelle mit vergleichbarem Lohn zu finden. Die Arbeitsplatzunsicherheit ist in dieser Alterskategorie wesentlich höher als bei den jüngeren Arbeitnehmenden (51 Prozent).

Aus den genannten Gründen und aufgrund des Fachkräftemangels – sowie wegen der angenommenen Masseneinwanderungsinitiative – muss in die Arbeitsmarktfähigkeit der älteren Arbeitnehmenden investiert werden. Die Arbeitgeber sind aufgerufen, das inländische Arbeitskräftepotenzial besser auszunutzen und zu fördern statt sich zu schnell auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu bedienen. Entscheidend ist für Travail.Suisse eine Bildungspolitik, welche bereits in der Mitte des Erwerbslebens – kurz nach dem 40. Lebensjahr – ansetzt. Eine Standortbestimmung mit einer Laufbahnberatung muss für die Arbeitnehmenden in diesem Alter zum Standard werden. Mitarbeitergespräche müssen gezielt für die Personalentwicklung genutzt und Personen sollen auch nach ihrem 40. Altersjahr mit Weiterbildung gefördert werden, um ihre Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten.

Travail.Suisse fordert vom Bund die Finanzierung einer Weiterbildungsoffensive. Dafür soll der Bundesrat einen Sonderkredit für Weiterbildungsmassnahmen für ältere Arbeitnehmenden vorsehen. Heute können die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren keine längerfristigen Bildungsmassnahmen finanzieren. Hier besteht Handlungsbedarf. Ende der 90er-Jahre wurde mit den Lehrstellenbeschlüssen auf die damalige Lehrstellensituation reagiert; nun gilt es auch zu handeln, wenn die älteren Arbeitnehmenden Probleme haben. Damit wird nicht nur dem Fachkräftemangel entgegengewirkt, sondern vor allem auch der weit verbreiteten Unsicherheit der älteren Arbeitnehmenden.

Für weitere Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident, Tel. 079 287 04 93
Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik, Tel. 076 412 30 53

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2016 04 18 Aeltere-Arbeitnehmende-unter-Druck d.pdf 403 KB

2015 09 09 Bericht Barometer v DEF.pdf 1528 KB

19. April 2016, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik und Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Revision des Fernmeldegesetzes (FMG): Nein zur Streichung der Pflicht, die üblichen Arbeitsbedingungen der Branche einzuhalten

Noch bis am 31. März 2016 befindet sich die Revision des Fernmeldegesetzes in Vernehmlassung. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, lehnt die mit dieser Revision vorgesehene Streichung von Artikel 6 kategorisch ab. Die Anbieter von Fernmeldediensten sollen auch künftig die arbeitsrechtlichen Vorschriften einhalten und die Arbeitsbedingungen der Branche gewährleisten müssen. mehr

Die Bestimmung, wonach Anbieter von Fernmeldediensten die in der Branche üblichen Arbeitsbedingungen einhalten müssen, ist im revidierten Fernmeldegesetz unbedingt beizubehalten, da kein Branchenvertrag existiert und nur in einzelnen Betrieben ein Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen worden ist. Angesichts der starken Konkurrenz in der Branche bestünde ohne diese Bestimmung das Risiko von Lohndumping. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum die Anforderung, genügend Lehrstellen anzubieten, gestrichen werden sollte. Dies könnte die Betriebe dazu veranlassen, keine Lehrlinge mehr auszubilden oder die Anzahl der Lehrstellen zu reduzieren.

Negative Auswirkungen auf das Personal der Swisscom…

Diese Deregulierung der Arbeitsbedingungen wird den Druck auf die Arbeitsbedingungen bei der Swisscom erhöhen. Es ist im Übrigen bedauerlich, dass der Bundesrat in seinen strategischen Zielen 2014 bis 2017 für die Swisscom die personalpolitischen Ziele abgeschwächt hat, indem er die Pflicht, einen GAV abzuschliessen, gestrichen hat.

…die Branche der Telekommunikation…

Die Streichung von Artikel 6 des FMG kann zum gefährlichen Präzedenzfall für andere Branchen, wo der Service public der Konkurrenz ausgesetzt ist, werden. Die analogen Bestimmungen zu Artikel 6 FMG, die heute in der Gesetzgebung zum Post- und Bahnmarkt enthalten sind, drohen damit ebenfalls zu kippen.

…und für den Arbeitsmarkt im Allgemeinen

Es ist aber auch ein negatives Signal für den Arbeitsmarkt im Allgemeinen, und das zu einem Zeitpunkt, wo die flankierenden Massnahmen im Hinblick auf eine Abstimmung über den freien Personenverkehr und den Erhalt der bilateralen Verträge mit der EU verstärkt werden müssen.

Ausserdem darf an dieser Stelle an den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts erinnert werden. Es hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) abgestraft, weil es dem Eisenbahnunternehmen Crossrail erlaubte, ausländische Löhne zu bezahlen. Mit anderen Worten: Die Unternehmen müssen sich zwingend an die Gesamtarbeitsverträge halten und branchenübliche Löhne wie auch Arbeitsbedingungen gewährleisten.

Zur Vernehmlassungsantwort (nur auf Französisch)

Für mehr Informationen:
Denis Torche, Leiter Service public, Tel. 031 370 21 11 oder 079 846 35 19

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2016 03 29 Revision FMG d.docx 14 KB

29. März 2016, Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

AHV: Moderate Zusatzfinanzierung stärkt die Lebensqualität

Das Umlageergebnis der AHV ist 2015 negativ ausgefallen. Das ist keine Überraschung, sondern zeigt den zu erwartenden demografischen Effekt dar: Die Baby-Boomer-Generation geht in Rente, weshalb die für die AHV benötigten Mittel ansteigen. mehr

Klar ist: Soll die Lebensqualität auch weiterhin gewährleistet werden, so wird die Schweiz nicht um eine Zusatzfinanzierung der AHV herum kommen. „Eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer ist ein bescheidener und zahlbarer Preis für eine starke AHV“, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. Eine Zusatzfinanzierung wird die Lebensqualität der Bevölkerung weit weniger tangieren als die von Rechts geforderten Rentenaltererhöhungen oder gar Kürzungen der Renten.

Weitere Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Travail.Suisse, Mobil: 079 777 24 69

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2016 03 29 AHV-Zahlen d.docx 12 KB

29. März 2016, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Investieren für die Zukunft statt sparen: Nein zum Stabilisierungsprogramm

Travail.Suisse lehnt das Stabilisierungsprogramm 2017-2019 ab. Das macht die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden in ihrer Stellungnahme im Rahmen der in Kürze ablaufenden Vernehmlassung deutlich. Die finanzielle Situation des Bundes rechtfertigt die in diesem Programm vorgesehenen Kürzungen nicht. Im Hinblick auf den Erhalt des Wohlstandes der Schweiz ist der vorhandene finanzielle Spielraum vielmehr zu nutzen, um Investitionen für die Zukunft zu tätigen. mehr

Angesichts der sehr tiefen Verschuldungsquote des Bundes, die zudem seit 2003 kontinuierlich sinkt, sind die im Stabilisierungsprogramm vorgesehenen Kürzungen nicht gerechtfertigt. Die Notwendigkeit dieses Programms wird noch fragwürdiger, wenn man bedenkt, dass die Rechnung 2015 weit besser abschliesst als veranschlagt (über zwei Milliarden Franken besser als budgetiert).

Das Sparprogramm ist auch in einem wegen der Überbewertung des Schweizer Frankens für die Wirtschaft schwierigen Umfeld nicht angebracht. Es ist falsch, im gegenwärtigen Zeitpunkt budgetpolitische Massnahmen wie ein Sparprogramm durchzudrücken und damit die Konjunktur noch zusätzlich zu schwächen.

Auf besonders grosses Unverständnis stösst bei Travail.Suisse die Tatsache, dass bei der Bildung und Forschung der Sparstift angesetzt werden soll, handelt es sich doch dabei um einen für die Zukunft unseres Landes besonders wichtigen Bereich. Travail.Suisse lehnt aber auch die Kürzungen bei den Personalausgaben und der Verwaltung, bei der Bahninfrastruktur, bei den Sozialversicherungen und der Entwicklungszusammenarbeit ab.

Statt um jeden Preis zu sparen, muss der bestehende finanzielle Spielraum genutzt werden, um zu investieren und in jenen Bereichen die nötigen Ausgaben zu tätigen, die für die Zukunft unseres Landes besondere Bedeutung haben. Dazu gehören insbesondere die Bildung und Forschung, die öffentliche Infrastruktur, die Energiewende und – aufgrund der demografischen Entwicklung – die Care-Oekonomie.

Für mehr Informationen:
Denis Torche, Leiter Steuer- und Finanzpolitik, Tel. 031 370 21 11 oder 079 846 35 19

Die Vernehmlassung im vollen Wortlaut finden Sie im Anhang (nur in französischer Sprache verfügbar).

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Progrstab cons 2017-2019.pdf 307 KB

11. März 2016, Denis Torche, Leiter Steuer- und Finanzpolitik Drucker-icon

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Kontaktperson für Medienanfragen

Kontaktperson für Medienanfragen:

Linda Rosenkranz
Leiterin Kommunikation
031 370 2111 oder
079 743 5047
rosenkranz@travailsuisse.ch

Anwesend: Montag bis Mittwoch

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