Medien – Medienmitteilungen

Aktuelle Medienmitteilungen

Endlich!

Am 1. Januar 2017 tritt das erste eidgenössische Weiterbildungsgesetz in Kraft. Endlich! Für Travail.Suisse erhält damit ein wichtiger Bildungsbereich einen wertvollen Schub für die Zukunft. Qualität, Transparenz und der Zugang zur Weiterbildung sollten für alle verbessert und gestärkt werden. Ebenso wird klarer, wie das Verhältnis der Weiterbildung zu den anderen Bildungsbereichen ist. Schliesslich benennt das Gesetz auch die Aufgaben von Bund und Kantonen in Bezug auf die Weiterbildung. Travail.Suisse begrüsst daher die Inkraftsetzung des Weiterbildungsgesetzes auf Anfang 2017 sehr. mehr

Demografische, technologische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen prägen unsere Gesellschaft. Bei der Bewältigung all dieser Fragen spielt die Bildung eine wichtige Rolle. Mit dem ersten nationalen Weiterbildungsgesetz erhält die Schweiz ein Instrument an die Hand, um wichtige Fragen im Bereich Weiterbildung koordinierter und konkreter angehen zu können. Zum Beispiel wird dank diesem Gesetz die Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener zu einem Thema, das jetzt angepackt werden kann. Auch der Zugang zur Weiterbildung für gering qualifizierte Personen und benachteiligte Personen sollte verbessert werden dank dem Engagement der öffentlichen Hand, aber auch aufgrund der Projekte der Organisationen der Weiterbildung. Zudem regelt das Gesetz auch die Verantwortung des Einzelnen in Bezug auf die Weiterbildung, aber auch die Verantwortung der Arbeitgeber. Sie sollen die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden begünstigen. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie ein günstiges Umfeld für Bildung im Unternehmen schaffen. Arbeitnehmende dürfen daher erwarten, dass die Arbeitgeber in einem betrieblichen Weiterbildungsleitbild aufzeigen, wie sie ihre Verantwortung in Bezug auf die Weiterbildung wahrnehmen und welche zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Ressourcen sie für die Begünstigung der Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden einsetzen wollen. Aus Sicht von Travail.Suisse enthält daher das Weiterbildungsgesetz ein wichtiges Potenzial für die Lösung anstehender Probleme.

Für mehr Informationen:
Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse , Tel. 031 370 21 11 oder 079 348 71 67

25. Februar 2016, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

WAK-N berät Unternehmenssteuerreform III: Ziel komplett aus den Augen verloren!

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, kritisiert die Beschlüsse der Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates bezüglich Unternehmenssteuerreform III scharf. Die WAK-N überlädt das Schiff noch stärker als die Schwesterkommission im Ständerat und erhöht die Steuerausfälle für den Bund von 1,3 Milliarden Franken auf 2 Milliarden Franken. Das ist inakzeptabel. mehr

Mit ihren Beschlüssen hat die WAK-N das ursprüngliche Ziel der Unternehmenssteuerreform (USR) III völlig aus den Augen verloren. Dieses Ziel besteht darin, die steuerlichen Sonderstatute in den Kantonen abzuschaffen. Die WAK-N macht jetzt aus der USR III eine reine Steuergeschenkvorlage für die Wirtschaft und die grossen Aktionäre. Es bleibt nichts von der Gegenfinanzierung übrig, die eigentlich von der Wirtschaft hätte übernommen werden müssen und die schon in der Vorlage des Bundesrates deutlich ungenügend war.

Wenn das Parlament nicht zur Vernunft zurückkehrt, ist das Referendum gegen die Unternehmenssteuerreform III eine sichere Sache. Travail.Suisse wird dieses Referendum aktiv unterstützen. „Nach dem Debakel der Unternehmenssteuerreform II wird sich die Bevölkerung nicht ein zweites Mal übers Ohr hauen lassen“, ist Denis Torche, Leiter Finanz- und Steuerpolitik bei Travail.Suisse, überzeugt. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden eine Reform, die von ihrem Ziel völlig abgekommen ist und für die sie statt die Wirtschaft in Form von massiven Leistungskürzungen oder Steuererhöhungen die Zeche bezahlen müssen, bachab schicken.

Für mehr Informationen:
Denis Torche, Leiter Steuer- und Finanzpolitik, Tel. 031 370 21 11 oder 079 846 35 19

24. Februar 2016, Denis Torche, Leiter Steuer- und Finanzpolitik Drucker-icon

Arbeitsmarkt zunehmend in Schieflage

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist besorgt über die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Schweiz. Die neusten Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik zeigen eine deutliche Zunahme der Erwerbslosen in der Schweiz. Besorgniserregend ist insbesondere die Zunahme von erwerbslosen Jugendlichen und von erwerbslosen Arbeitnehmenden ab 50 Jahren. mehr

Die Zahlen gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) zeigen, dass der schweizerische Arbeitsmarkt zunehmend in Schieflage gerät. Während einerseits zwischen dem 4. Quartal 2014 und dem 4. Quartal 2015 die Zahl der Erwerbstätigen um 0.5 Prozent gestiegen ist, nahm gleichzeitig die Erwerbslosenquote von 4.1 auf 4.7 Prozent zu. Von der steigenden Beschäftigung können die inländischen Arbeitskräfte nicht profitieren. Ausserdem entwickelt sich die Schweiz entgegengesetzt zum europäischen Umfeld. Dort ist die Erwerbslosenquote im gleichen Zeitraum von 10.0 auf 9.1 Prozent gesunken. Seit dem 3. Quartal 2015 liegt die Erwerbslosenquote in der Schweiz erstmals überhaupt höher als in Deutschland.

Wirtschaftliche Unsicherheit ist schädlich für den Arbeitsmarkt

Für Travail.Suisse ist klar, dass die Unsicherheit über die zukünftige Beziehung der Schweiz zur Europäischen Union beseitigt werden muss. Nur ein Erhalt der Bilateralen Verträge kann eine Basis für den Wirtschaftsstandort Schweiz darstellen, auf der sich auch der Arbeitsmarkt positiv entwickeln kann. Bei der Umsetzung von Art. 121a der Bundesverfassung muss mit der EU eine Verhandlungslösung gefunden werden. Eine unilaterale Einführung einer Schutzklausel mit allfälligen Kontingenten kann kein zielführender und nachhaltiger Weg sein.

Trotz einer leichten Abschwächung in den letzten Monaten ist der Schweizer Franken nach wie vor überbewertet, was sich nicht zuletzt negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Die Nationalbank ist hier weiter gefordert, Massnahmen zu treffen, um den Franken zu schwächen und ein realistisches und verträgliches Wechselkursverhältnis zum Euro zu erreichen. Aus Sicht von Travail.Suisse gehört der Erhalt der Beschäftigung in der Schweiz zu den prioritären Zielen der Schweizerischen Nationalbank.

Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie ältere Arbeitnehmende sind besonders betroffen

Betroffen von der zunehmenden Schieflage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sind insbesondere die Jugendlichen und die älteren Arbeitnehmenden. So stieg die Jugenderwerbslosigkeit innerhalb eines Jahres von 6.2 auf 9.8 Prozent und bei den älteren Arbeitnehmenden von 3.2 auf 4.0 Prozent. Für Travail.Suisse ist es an der Zeit, dass die Politik hier Massnahmen ergreift. Die Jugendlichen sind beim Berufseinstieg stärker zu unterstützen, um sie im Arbeitsmarkt zu integrieren; bei den älteren Arbeitnehmenden braucht es Massnahmen zum besseren Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit und zum Verbleib im Arbeitsmarkt.

Für mehr Informationen:
Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik, Tel. 031 370 21 11 oder 076 412 30 53

18. Februar 2016, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Das Stabilisierungsprogramm braucht es weniger denn je

Die Rechnung des Bundes schliesst 2015 mit einem Überschuss von 2,3 Milliarden Franken ab. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Verbesserung der Haushaltsperspektiven beurteilt Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, das Stabilisierungsprogramm des Bundes als unnötiger denn je. mehr

In der Antwort auf die Vernehmlassung, die Mitte März abgeschlossen wird, lehnt Travail.Suisse das Stabilisierungsprogramm 2017-2019 ab. Die kontinuierliche Abnahme der Schulden des Bundes und der zusätzliche finanzielle Handlungsspielraum dürfen nicht für Sparübungen genutzt werden; sie müssen vielmehr dafür eingesetzt werden, das Niveau der Ausgaben zu halten oder es in zentralen Aufgabenbereichen wie der Bildung oder der Infrastruktur im Service public sogar zu erhöhen. Nur so wird es gelingen, den Wohlstand unseres Landes längerfristig zu erhalten

Für mehr Informationen:
Denis Torche, Leiter Finanzpolitik, Tel. 079 846 35 19

17. Februar 2016, Denis Torche, Leiter Steuer- und Finanzpolitik Drucker-icon

Parlament sperrt sich weiter gegen einen Vaterschaftsurlaub

Nachdem sich die gleiche Kommission vor nicht einmal einem Jahr für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen hatte, ist sie nun in der neuen Zusammensetzung zurückgekrebst. Das zeigt, dass der längst fällige Vaterschaftsurlaub erst zur Realität wird, wenn die Bevölkerung das Heft mittels Volksinitiative selber in die Hand nimmt. mehr

Die Sozialkommission des Nationalrats beantragt ihrem Rat, der parlamentarischen Initiative Candinas für einen zehntägigen Vaterschaftsurlaub keine Folge zu geben. Obschon der Bedarf längstens erwiesen ist, der Vaterschaftsurlaub zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für junge Familien viel beitragen würde und eine repräsentative Umfrage zeigt, dass ein Grossteil der Bevölkerung einen Vaterschaftsurlaub befürwortet, schaltet das Parlament aus ideologischen Gründen auf stur. Das zeigt: Ohne den Druck einer Volksinitiative zum Thema Vaterschaftsurlaub wird sich nichts bewegen. Travail.Suisse hat deshalb bereits im Dezember beschlossen, zusammen mit weiteren Organisationen eine Volksinitiative vorzubereiten.

Für weitere Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 079 777 24 69

22. Januar 2016, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Medienkontakte

Kontaktperson für Medienanfragen

Kontaktperson für Medienanfragen:

Linda Rosenkranz
Leiterin Kommunikation
031 370 2111 oder
079 743 5047
rosenkranz@travailsuisse.ch

Anwesend: Montag bis Mittwoch

Medienmitteilungen

Medienservice

Medienkonferenzen

Lohnresultate 2017

Zum Mediendossier

Archiv