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Aktuelle Medienmitteilungen

Familienzulagen:
Bundesrat schlägt zeitgemässe Verbesserungen vor

Heute hat der Bundesrat einen Vorschlag gemacht, wie verschiedene Lücken bei den Familienzulagen geschlossen werden können. So sollen insbesondere Ausbildungszulagen neu ab Ausbildungsbeginn und nicht erst ab dem 16. Altersjahr ausbezahlt werden. Damit setzt der Bundesrat eine parlamentarische Initiative von transfair Präsident Stefan Müller-Altermatt um. Travail.Suisse, als unabhängiger Dachverband u.a. von transfair, unterstützt diese zeitgemässe Anpassung. mehr

Die Anpassung der Ausbildungszulagen ist notwendig, weil heute viele Jugendliche wegen dem früheren Schulbeginn zu Beginn ihrer Ausbildung noch nicht 16-jährig sind. „Gerade in der Zeit, in der die nachobligatorische Ausbildung beginnt, fallen für die Familien Zusatzkosten an“, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. Deshalb sollen alle Familien in dieser Situation Anspruch auf Ausbildungszulagen haben. Nach dem Parlament hat auch der Bundesrat die parlamentarische Initiative Müller-Altermatt umgesetzt. Der Vorstoss vom Präsidenten des Personalverbands transfair machte auf den Missstand aufmerksam und führt nun zu einer Verbesserung der Situation für die betroffenen Familien. Travail.Suisse fordert alle Vernehmlassungsteilnehmenden auf, dem Vorschlag des Bundesrates zu folgen.

Die Vorlage beinhaltet auch eine weitere wichtige Verbesserung, indem alleinstehende und arbeitslose Mütter während der Mutterschaftsentschädigung neu ebenfalls Anspruch auf Familienzulagen haben. Es gibt keinen Grund, diese Mütter von den Familienzulagen auszuschliessen. Deshalb unterstützt Travail.Suisse auch diese Verbesserung.

Weitere Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 079 777 24 69

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2017 11 22 MM FamZG Weiterbildungszulagen d.docx 47 KB

22. November 2017, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

PAROLEN zu den eidg. Abstimmungen vom 4. März 2018
Nein zur No Billag-Initiative und Ja zur neuen Finanzordnung

Anlässlich seiner heutigen Sitzung hat der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, einstimmig die Nein-Parole zur No Billag-Initiative und die Ja-Parole zur neuen Finanzordnung beschlossen. mehr

Die No Billag-Initiative setzt dem audiovisuellen Service public de facto ein Ende, indem sie die Gebühren abschafft und jegliche Subventionierung der Radio- und Fernsehkanäle verbietet. Nicht nur die SRG würde damit schwer getroffen, sondern auch zahlreiche lokale und regionale Privatsender, die massgeblich auf die Gebühren angewiesen sind. Das würde die sprachliche und kulturelle Vielfalt und die Demokratie erheblich schwächen. Die Abschaffung der Gebühren hätte eine Schrumpfung des Informationsangebots und der für die Meinungsbildung nötigen Debatten zur Folge. Die Information würde vor allem von privaten Interessen gesteuert. Die Arbeitnehmenden gehörten auch zu den Leidtragenden, da die Themen, die sie direkt angehen, bei einem Wegfall des audiovisuellen Service public weniger zur Sprache kämen oder nur einseitig beleuchtet würden.

Die Annahme der No Billag-Initiative würde die SRG ihrer wichtigsten Einnahmequelle berauben und es ist nicht vorstellbar, wie sie die Ausfälle mit anderen Finanzierungsquellen auffangen könnte. Es ist deshalb zu befürchten, dass es bei der SRG, aber auch bei den lokalen und regionalen Privatsendern zu einem massiven Stellenabbau käme. Für letztere können die Gebühren bis zu zwei Drittel ihrer Einnahmen ausmachen.

Die neue Finanzordnung ist nötig, damit der Bund ab 2021 und bis 2035 weiterhin befugt ist, die direkte Bundessteuer (DBST) und die Mehrwertsteuer (MWST) zu erheben. Angesichts der Tatsache, dass die DBST 1983 und die MWST 1995 eingeführt worden sind und dass ihre Erträge ungefähr zwei Drittel der Einnahmen des Bundes ausmachen, hätte es Travail.Suisse begrüsst, wenn diese Steuern definitiv in der Bundesverfassung verankert worden wären, wie dies der Bundesrat vorgeschlagen hatte. Da diese Option nicht zum Zug gekommen ist, müssen die Einnahmen aus der DBST und der MWST ab 2021 und bis 2035 sichergestellt werden.

Weitere Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse, Tel. 079 287 04 93
Denis Torche, Leiter Dossier Service Public, Tel. 031 370 21 11 oder 079 846 35 19

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2017 11 15 PAROLEN NoBillag-und-Finanzordnung2021 d.docx 41 KB

15. November 2017, Adrian Wüthrich, Präsident und Denis Torche, Leiter Umwelt-, Steuer- und Aussenpolitik Drucker-icon

Vorstand von Travail.Suisse fordert eine solide Finanzierung der AHV über ein Baby-Boomer-Prozent

Die Reform der Altersvorsorge ist am 24. September 2017 an der Urne gescheitert. Neben einem bürgerlichen gab es auch ein sozialpolitisch begründetes Nein. Unbestritten ist aber, dass die AHV eine Zusatzfinanzierung braucht, um die Baby Boomer-Generation zu finanzieren. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner heutigen Vorstandssitzung einstimmig eine Resolution verabschiedet, die mindestens ein Baby Boomer-Prozent in der Mehrwertsteuer fordert. mehr

Die Analysen zur gescheiterten Reform der Altersvorsorge zeigen, dass es sowohl ein bürgerliches Nein (v.a. gegen den AHV-Zuschlag), als auch ein sozialpolitisches gab (v.a. gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters). Eine neue Reform kann nur mehrheitsfähig sein, wenn beide Seiten dieses Neins berücksichtigt werden. Klar ist aber: Die AHV braucht zwingend eine Zusatzfinanzierung – je früher desto besser.

Für den Vorstand von Travail.Suisse muss der erste Schritt in Richtung einer zügigen Finanzierungslösung gehen. „Die Finanzierungslücke in der AHV muss schnellstmöglich geschlossen werden. Wir alle wissen, dass sich mit jedem Jahr Untätigkeit der Finanzbedarf erheblich erhöht“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Die Resolution fordert, dass der AHV-Fonds im Jahr 2030 einen Fondsstand von 100 Prozent einer Jahresausgabe aufweist. Dafür braucht es als Sofortmassnahme eine Anhebung der Mehrwertsteuer um mindestens 1 Prozentpunkt, ein „Baby-Boomer-Prozent“. Da der Finanzbedarf bis 2030 jedoch weit über dieses eine Mehrwertsteuerprozent hinausgeht, braucht es eine Ergänzung durch weitere Finanzierungen.

Die in der Resolution verabschiedeten Leitlinien finden Sie in der Resolution

Weitere Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse, Tel. 079 287 04 93
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 079 777 24 69

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2017 11 15 RESOLUTION Medienmitteilung TravailSuisse Altersvorsorge d.docx 48 KB

2017 11 15 RESOLUTION TravailSuisse Altersvorsorge d.docx 48 KB

15. November 2017, Adrian Wüthrich, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Bundesrat hat schönfärberische Einschätzung zu den Auswirkungen der Digitalisierung

Der Bundesrat zieht im heute veröffentlichten Bericht zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen eine positive Bilanz. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, teilt zwar die Einschätzung, dass die Auswirkungen der Digitalisierung bisher kaum spürbar sind, sieht aber auch Risiken für die Arbeitnehmenden. Insbesondere die Aus- und Weiterbildung wird zentral sein, um den kommenden Strukturwandel unbeschadet zu überstehen. mehr

Es ist richtig und wichtig, dass der Bundesrat Massnahmen für bessere Datengrundlagen über neue Beschäftigungsformen sowie die Veränderungen von Beschäftigung und Arbeitsbedingungen im Kontext der Digitalisierung plant. „Der Bundesrat darf aber keinesfalls die Augen vor den Risiken der Digitalisierung verschliessen. Gerade in der Zunahme der atypisch-prekären Arbeitsverhältnisse einerseits und der Schere zwischen digitaler Elite und digitalen Zulieferern resp. Erbringern von persönlichen Dienstleistungen liegt eine der grössten Gefahren der Digitalisierung“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Auch die zunehmende Flexibilisierung von Arbeit und Arbeitszeiten bringt zusätzliche Arbeits- und psychosoziale Belastungen wie Stress oder emotionale Erschöpfung. Die Seco-Stressstudie wie auch der « Barometer Gute Arbeit » von Travail.Suisse belegen diese Zunahme von Stress in der Arbeitswelt. Leider wird dies im Bericht des Bundesrates zu wenig berücksichtigt.

Massnahmen zur Förderung der Aus- und Weiterbildung unzureichend

Dass Aus- und Weiterbildung zentral sein werden, um den durch die Digitalisierung induzierten Strukturwandel erfolgreich zu gestalten, anerkennt der Bundesrat in seinem Bericht. Allerdings bleiben die vorgeschlagenen Massnahmen unzureichend. Eine gezielte Förderung der Grundkompetenzen am Arbeitsplatz und der MINT-Kompetenzen im Ausbildungssystem sowie die Klärung der Möglichkeiten der arbeitsmarktlichen Massnahmen der Arbeitslosenversicherung zu Umschulungszwecken sind zwar zu begrüssen. Allerdings fehlt neben diesen punktuellen Massnahmen ein genereller Plan, wie die Weiterbildung für diejenigen Arbeitnehmenden gefördert werden kann, die aufgrund des Strukturwandels drohen, abgehängt zu werden.

Mehr Informationen:
Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik, 076 412 30 53

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2017 11 08 MM Bericht Digitalisierung d.docx 40 KB

08. November 2017, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Schweizerischer Gewerbeverband startet erneuten Frontalangriff auf das Arbeitsgesetz

Das Arbeitsgesetz ist in jüngster Zeit immer wieder Angriffen ausgesetzt. Nun startet der Schweizerische Gewerbeverband eine neue Offensive: Unter dem Deckmantel der Flexibilität soll das Arbeitsgesetz ausgehöhlt werden. Das ist Gift für die Gesundheit der Arbeitnehmenden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden und nationaler Sozialpartner des Gewerbeverbandes, ist bereit über das Arbeitsgesetz zu sprechen, wird aber sämtliche einseitigen Verschlechterungen bekämpfen und fordert als ersten Schritt ein klares Bekenntnis zur Arbeitszeiterfassung. mehr

Nachdem anfangs September die Wirtschaftskommission des Ständerates die beiden parlamentarischen Initiativen Graber (16.414) und Keller-Sutter (16.423) angenommen hat, startet der Schweizerische Gewerbeverband heute den nächsten Angriff. Er schlägt konkrete Änderungen im Arbeitsgesetz und den dazugehörigen Verordnungen vor, die allesamt einseitig zugunsten der Arbeitgeber und zulasten der Arbeitnehmenden gehen – etwa mit dem Vorschlag, die Wochenarbeitszeit auf 50 Stunden zu erhöhen. „Mit diesen Vorschlägen nimmt der Gewerbeverband die Situation vieler Arbeitnehmenden in der Schweiz nicht ernst. Die Schweiz hat bereits eines der liberalsten Arbeitsgesetze Europas mit überdurchschnittlich langen und flexiblen Arbeitszeiten. Die Forderung, die Arbeitszeiten um über 11 Prozent zu erhöhen, ist schlicht dreist“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse.

Arbeitnehmende stehen bereits heute unter Druck

Bereits heute ist der Druck auf die Arbeitnehmenden hoch. Stress, Arbeitsbelastung und Burnouts haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Kosten durch stressbedingten Krankheitsfälle steigen seit Jahren. Mit den Vorschlägen des Gewerbeverbandes kämen die Arbeitnehmenden noch weiter unter Druck: „Die Folgen von längeren Arbeitseinsätzen, weniger Erholungszeit sind klar: mehr Stress, mehr gesundheitliche Risiken und damit höhere volkswirtschaftliche Kosten“, sagt Wüthrich. Im «Barometer Gute Arbeit» von Travail.Suisse wird der Verlust von Zeitautonomie in der Arbeitswelt als grösste Verschlechterung der Arbeitsbedingungen beklagt (vgl. Barometer Gute Arbeit 2016). Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das wichtige Engagement in der Familie als Eltern oder pflegende Angehörige, das Privatleben, die Weiterbildung, das Engagement in der Gesellschaft für Milizämter in Politik und Vereinen würde noch weiter erschwert, wenn nicht verunmöglicht.

Travail.Suisse ist bereit, mit den Arbeitgeberverbänden in den sozialpartnerschaftlichen Dialog zu treten und der Politik Vorschläge zu unterbreiten. „Die Schmerzgrenze für die Arbeitnehmenden darf dabei aber nicht überschritten werden. Das heisst, die Arbeitszeiten dürfen nicht weiter erhöht und die Arbeitszeiterfassung nicht weiter abgebaut werden. Ausserdem braucht es auch eine Kompromissbereitschaft von Seiten der Arbeitgeberverbände“, sagt Wüthrich. Eine Demontage des Arbeitsgesetzes wie aktuell gefordert wird, wird Travail.Suisse vehement bekämpfen.

Mehr Informationen:
Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse, Mobile: 079 287 04 93

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2017 11 07 MM SGV-startet-Frontalangriff-auf-Arbeitsgesetz d.docx 42 KB

07. November 2017, Adrian Wüthrich, Präsident Drucker-icon

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031 370 2111 oder
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rosenkranz@travailsuisse.ch

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Donnerstag, 23. November 2017, 9.30 Uhr, Welle 7 (Deck 4, Raum-Nummer 4.13), Schanzenstrasse 5, Bern

Thema:
Barometer Gute Arbeit Qualität der Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Arbeitnehmenden – repräsentative Ergebnisse für die Jahre 2015 bis 2017

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