Aktuell – Abstimmungen

Stress und Zeitdruck sind die häufigsten Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz

Mehr Erholung ist dringend nötig. Trotz des guten allgemeinen Gesundheitszustandes der Erwerbstätigen bestehen arbeitsbedingte Belastungen und Risiken, die während der aktuellen Rezession wohl noch zunehmen. Längerfristig führt dies zu vermehrten Gesundheitsbeeinträchtigungen, Absenzen und Kostenfolgen in Milliardenhöhe.

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07. September 2009, Eva Linder, Öffentlichkeitsarbeit Drucker-icon

Mehr Erholung als Ausgleich zur hohen Arbeitsbelastung ist dringend nötig

Zwei Drittel der Arbeitnehmenden leiden bei der Arbeit unter Stress und Zeitdruck. Der Zeitdruck am Arbeitsplatz hat weiter zugenommen. Die Kosten der gesundheitlichen Folgen von hoher Arbeitsbelastung werden auf 10 Mia. Franken pro Jahr geschätzt. Das können wir uns nicht leisten. Erholung, wie von der Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ gefordert, ist also dringend nötig. mehr

Die heute vom SECO veröffentlichte Studie „Arbeit und Gesundheit“ gibt einen Überblick über die Gesundheit der Erwerbsbevölkerung in der Schweiz. Insgesamt schätzen die Erwerbstätigen ihren Gesundheitszustand als gut ein. Gleichzeitig werden aber grosse Risiken sichtbar, die von der Arbeit ausgehen. So leiden beispielsweise 62 Prozent der Erwerbstätigen unter Stress und Zeitdruck und gut 40 Prozent geben an, am Arbeitsplatz grossen psychischen und nervlichen Belastungen ausgesetzt zu sein. Insbesondere die psychischen Belastungen haben in den letzten Jahren noch einmal zugenommen und werden in der Rezession weiter steigen. Dies zeigt, dass die Belastungsgrenze für viele Arbeitnehmende erreicht ist. Ein Ausgleich der hohen Belastung durch mehr Erholung ist dringend notwendig. Die Travail.Suisse-Initative „6 Wochen Ferien für alle“, die einen solchen Ausgleich fordert, kommt also zur richtigen Zeit.

Kosten der Arbeitsbelastung: 10 Mia. Franken pro Jahr

Mehr Erholung durch mehr Ferientage ist nicht gratis. Ein Erholungstag kostet ca. 0.4 Prozent der Lohnsumme. Gesamtwirtschaftlich bedeutet das, dass ein Tag mehr Ferien ca. 1.2 Mia. Franken kostet. Da der durchschnittliche Ferienanspruch in der Schweiz bereits bei fünf Wochen liegt, belaufen sich die Kosten der Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ auf ca. 6 Mia. Franken. Im Vergleich zu den vom SECO geschätzten Kosten der hohen Arbeitsbelastung von ca. 10 Mia. Franken pro Jahr ist das also eine lohnende Investition.

05. August 2009, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

6 Wochen Ferien für alle – die Initiative ist zustande gekommen

Mit 107’639 gültigen Unterschriften hat die Bundeskanzlei heute die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ als zustande gekommen erklärt. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden und die ihr angeschlossenen Verbände freuen sich darüber. mehr

Die Bundeskanzlei hat heute grünes Licht gegeben. Die Volksinitiaive « 6 Wochen Ferien für alle » ist mit 107’639 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisaion der Arbeitnehmenden und die ihr angeschlossenen Verbände freuen sich über dieses gute Resultat. Jetzt müssen sich Bundesrat und Parlament mit der Initiative befassen. Damit kommen die Themen Arbeitsbelastung und Erholung endlich auf die politische Agenda.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Arbeitsbelastung stark zugenommen. Das Arbeitstempo ist gestiegen und die Arbeitsinhalte verdichten sich immer mehr. Dies und die zunehmende Flexibilität, die von den Arbeitnehmenden gefordert wird, verursachen Stress. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden leidet heute unter dem zunehmenden Druck am Arbeitsplatz. Das darf nicht sein. Alle Arbeitnehmenden in der Schweiz sollen genügend Zeit haben, sich von der steigenden Arbeitsbelastung erholen zu können. Deshalb ist es wichtig, dass das gesetzliche Minimum von 4 auf 6 Wochen bezahlter Ferien pro Jahr angehoben wird.

15. Juli 2009, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

6 Wochen Ferien für alle: Initiative wird heute eingereicht

Heute reichen Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, und die ihr angeschlossenen Verbände die Unterschriften für ihre Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ mit fast 108‘000 gültigen Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern ein (siehe Bilder im Anhang). mehr

Die Belastung und der Zeitdruck am Arbeitsplatz haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Von den Arbeitnehmenden wird heute höchste Flexibilität und Anpassungsbereitschaft verlangt. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen leidet am Arbeitsplatz unter Stress. Die Folgen des zunehmenden Arbeitsdrucks kosten die Schweizer Volkswirtschaft jährlich mehrere Milliarden Franken.

Um die langfristige Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden zu erhalten, ist ein Ausgleich in Form von mehr Ferien nötig. Mit mehr Ferien haben die Arbeitnehmenden die Möglichkeit, für beschränkte Zeit aus der Belastung und der Hektik des Arbeitsalltags auszusteigen und sich zu erholen.

Deshalb haben Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ lanciert. Ziel der Initiative ist es, den gesetzlichen Mindestanspruch auf Ferien von 4 Wochen auf 6 Wochen zu erhöhen.

Heute (14.30 Uhr) reichen die Initianten das Volksbegehren bei der Bundeskanzlei ein. Mehr als 126‘000 Personen haben die Initiative unterschrieben, fast 108‘000 gültige Unterschriften können der Bundeskanzlei übergeben werden. Damit kommen die Themen Arbeitsbelastung und Erholung endlich auf die politische Agenda.

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EI 260609 Redetexte.doc 249 KB

EI 260609 Unterschriftenzahlen.doc 243 KB

EI 260609 Ferienregelungen GAV.doc 111 KB

9 Argumente def de.doc 220 KB

Bilder Einreichen Initiative 6 Wochen Ferien.doc 551 KB

26. Juni 2009, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Mehr als 125’000 Unterschriften für die Initiative “6 Wochen Ferien für alle”

Die Volksinitiative “6 Wochen Ferien für alle” ist zustande gekommen und wird am 26. Juni 2009 bei der Bundeskanzlei eingereicht. Mit der Initiative kämpfen Travail.Suisse und die angeschlossenen Mitgliedsverbände für die Erhöhung des gesetzlichen Mindestferienanspruchs von vier auf sechs Wochen pro Jahr. Mehr als 125’000 gesammelte Unterschriften verdeutlichen, dass für eine breite Bevölkerung Erholung als Ausgleich zur steigenden Arbeitsbelastung ein notwendiges Bedürfnis ist. mehr

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Hektik am Arbeitsplatz rapide zugenommen, die Arbeitsprozesse wurden immer stärker verdichtet und der Arbeitsrhythmus wurde ständig erhöht. Die Arbeitnehmenden müssen immer mehr Flexibilität und Anpassungsbereitschaft an den Tag legen. Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten gibt an, während der Arbeit unter starker nervlicher Belastung zu stehen (Gesundheitsbefragung 2007, Bundesamtes für Statistik). Die Folgen des zunehmenden Arbeitsdrucks kosten die Schweizer Volkswirtschaft jährlich mehrere Milliarden Franken.

Travail.Suisse ist überzeugt, dass vermehrt in Gesundheit und Erholung investiert werden muss und mehr Ferien als Ausgleich zur hohen Arbeitsbelastung dringend notwendig sind. Mit mehr Ferien haben die Arbeitnehmenden die Möglichkeit, für beschränkte Zeit aus der Belastung und Hektik des Arbeitsalltags auszusteigen und sich zu erholen. Erholte Beschäftigte sind während der Arbeit produktiver, motivierter und leistungsfähiger und haben weniger Fehlzeiten.

Deshalb hat Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, gemeinsam mit den angeschlossenen Mitgliedsverbänden im Dezember 2007 die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“, welche die Erhöhung des minimalen Ferienanspruchs von vier auf sechs Wochen für alle Arbeitnehmenden fordert, lanciert.

Mehr als 125‘000 Bürgerinnen und Bürger haben die Initiative unterschrieben und damit unterstrichen, dass endlich eine Lösung für ein akutes Problem in der heutigen Arbeitswelt in die öffentliche und politische Debatte eingebracht werden muss.

Die Einreichung der Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ bei der Bundeskanzlei wird am 26. Juni 2009 erfolgen.

26. Mai 2009, Eva Linder, Öffentlichkeitsarbeit Drucker-icon

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